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Archiv: Juni, 2009

Schwarzer Freitag. So bezeichnet man Unglücksfreitage in der Wirtschaft. Denkwürdig war jener Freitag im Jahr 1745. Doch auch im 21. Jahrhundert erlebt die Wirtschaft noch schwarze Freitage.

London. 6. Dezember 1745. Der erste (wirtschaftliche) Schwarze Freitag. Charles Edward Stuart, Kronpräsident, kam nach Schottland, nachdem er schon bis Derby vordringen konnte. Die Bevölkerung war in Aufruhr. Panik vor einer  französischen Invasion und der möglichen Herrschaft der Stuarts führte zum Crash der Wirtschaft. Die Banken kollabierten.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Begriff des Schwarzen Freitags. Das geschah im Zusammenhang mit der Industrialisierung des Pressewesens aber vor allem der Geldmärkte überhaupt. An einem Freitag im Mai 1866 kam es dann zum nächsten, sehr denkwürdigen, Schwarzen Freitag, als die Londoner Bank  Overend, Gurney and Co. Limited pleite ging.

Börsencrash©flickr by matze  ott

Ein angelsächsischer Usus findet weltweite Verbreitung

Im September 1869 wurde der Begriff des Schwarzen Freitags weltbekannt. Die Amerikaner steckten in einer nie da gewesen Finanzkrise. Hervorgerufen wurde dieser Schwarze Freitag von Goldspekulationen und entsprechenden Gegenlenkungsversuchen der Regierung.
Und auch auch im deutschsprachigen Raum kursiert er, der Schwarze Freitag. Hier prägte diesen Namen vor allem der Wiener Börsencrash vom Mai 1873 sowie die Einbrüche der Börse in Berlin 1927. Der wohl verbreitetste Schwarze Freitag scheint  jedoch der des 25.10.1929 zu sein. Der Tag an dem die amerikanische Börse zusammenbrach und eine Weltwirtschaftskrise nach sich zog.

Mittlerweile hat sich dieser Begriff auch schon auf andere Gebiete ausgedehnt, wie den Motorsport oder Fußball. Immer wenn etwas kollabiert oder sich sehr zum Schlechten wendet spricht man vom Schwarzen Freitag. Bleibt zu hoffen, dass die Börsen, Banken sowie das gesamte Finanzwesen in nächster Zeit von schwarzen Freitagen verschont bleibt.


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Die Arcandor Aktie ist im Keller. Nachdem man zu keinem Ergebnis zur Fusion von Karstadt und Kaufhof kam, droht nun die Insolvenz für den Mutterkonzern.

Die Verhandlungen zwischen Arcandor und Metro über die mögliche Übernahme von Karstadt waren am Wochenende nicht von Erfolg gekrönt. Die Börse reagierte daraufhin schonungslos: Am 08.06.2009 stürzte der Arcandor Kurs um 32,45 Prozent ein und landete bei 1,27 Euro, am darauffolgenden Dienstag lag die Aktie zeitweilig bei 0,76 Euro.

Einstürzender Aktien-Kurs für Arcandor: Karstadt vor dem Aus

Arcandor Aktie © Flickr/rednuht

Am Montag bemühte man sich bei Arcandor noch um Bürgschaften, um das angeschlagene Unternehmen zu retten, doch wurden sowohl diese Idee als auch Staatsbürgschaften von der Regierung abgelehnt. Die Onlineausgabe vom “Spiegel” meldet nun, dass stattdessen ein Insolvenzantrag gestellt werden soll, die Verhandlungen mit Metro werden nun noch intensiver geführt.

Selbst, wenn eine großangelegte Rettungsaktion den angeknacksten Konzern helfen würde droht der Stellenabbau in großem Stil. So werden besonders für die 56.000 Angestellten die Ergebnisse der letzten und der noch kommenden Tage von Belang sein.

Arcandor droht Insolvenz - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vorstandsvorsitzenden

Während es noch an der Börse kriselt und man bei Karstadt bangt, muss sich der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick mit weiteren Problemen beschäftigen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen den Vorsitzenden wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Auch gegen dessen Vorgänger Thomas Middelhoff wird ermittelt, allerdings wegen angeblicher Untreue in Bezug auf dessen Immobilienfond-Anteile und hoher Filialmieten.


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Premiere hat sein online-Sportportal Spox.com verkauft und die Holding CRESCES stieg in das Geschäft ein. Bisher ist das Unternehmen nicht sehr bekannt, verspricht aber einiges.

Eine weitere Tochter ist allerdings das Gesundheitsportal TOXAVIS, das durch eine Partnerschaft mit dem Biopharma Unternehmen CYTAVIS zustande kam, das nach Mitteln zur Heilung von Krebs forscht.

CRESCES steigt in Internet-Sportportal ein

Die Sportlergemeinde, die spox.com hauptsächlich frequentierte, fragt sich was Sport mit Biopharma zu tun hat. Viel erfährt man von dem Unternehmen zwar nicht, aber CRESCES heißt „du wirst wachsen“. Das wird vor allem die Anleger freuen, falls dies mit spox.com tatsächlich geschieht. Eine breite Segmentierung scheint hierbei von Vorteil.

Der Fokus des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben auf der Webseite in „Life Science, Energy und Engineering“, ein Fortschrittsunternehmen wie es scheint. Dabei überprüft das Unternehmen als Mutterkonzern alle geschäftlichen Kontrakte und Verpflichtungen, sowie Leistungen der Töchter.

PREMIERE steigt aus spox.com aus

PREMIERE hielt seit 2007, 44 Prozent der Anteile für spox.com, die nun auf CRESCES übergegangen sind wie es scheint. In der Pressemitteilung des Senders heißt es, dass PREMIERE versuche, seine Internetauftritte zu bündeln, kündigte aber gleichzeitig eine weitere Repräsentanz ab dem Sommer an. Die restlichen Anteile gehören zu der Media Ventures GmbH, einer Firma aus Köln, die auch schon an den Internetbörsen neu.de oder partner.de beteiligt waren.

Spox.com ist ein recht erfolgreiches Internet-Sportportal, das neben den interessanten Beiträgen auch noch viele Foren beinhaltet. Nach dem Wegbruch der PREMIERE-Beteiligung fürchtete man um den Erhalt der Firma, mit immerhin 37 Mitarbeitern.

Weitere Informationen über die CRESCES Holding gibts hier: Cresces Holding


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