Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat in der letzten Nacht die sogenannten Leerkäufe an der Börse untersagt. Dem Wetten von Spekulanten auf fallende Kurse soll so ein Riegel vorgeschoben werden. Handelt es sich bei der Nacht und Nebelaktion nur um ein populistisches Signal oder um ein wirkungsvolles Verbot?
Die Meldung schlug auf dem Parkett ein wie eine Bombe: In Deutschland ist das Spekulieren mit fallenden Aktienkursen ab sofort wieder verboten. Bisher konnten Anleger auf einen Schlag grosse Aktienpakete verkaufen, und so den Preis für die Papiere entscheidend nach unten drücken. Anschliessend können die Aktien für den niedrigeren Kurs wieder eingekauft werden, was eine beachtliche Gewinnspanne mit sich bringt. Durch das Verbot steht nun der Euro unter Druck: Sein Kurs fiel auf einen Rekordniedrigstand von unter 1,22 US-Dollar.
Verbot von Leerverkäufen - Welche Papiere sind betroffen?
Die BaFin hat mit sofortiger Wirkung die Spekulation mit Wertpapieren der zehn wichtigsten deutschen Finanzinstitute untersagt. Dies betrifft weiterlesen »
Der Kredit ohne Schufaauskunft ist in erster Linie dann sinnvoll, falls man über keine gute Schufa-Auskunft verfügt, aber jedoch eine gute Bonität vorzeigen kann. Ein negativer Eintrag in der Schufa-Auskunft ist es nicht gerade angenehm.
In der Regel stört ein derartiger Eintrag zwar nicht, doch wenn man zum Beispiel einen Kredit beantragen oder einen Mobilfunkvertrag abschließen möchte, dann kann der negative Eintrag Probleme verursachen. Denn eine negative Schufa-Auskunft bedeutet keine besonders gute Bonitätseigenschaft – und gerade bei der Kreditaufnahme kann sich die Vorgehensweise besonders problematisch gestalten.
Wer solche Probleme hat und einen Kredit beantragen will, der sollte sich von Anfang an für einen Kredit ohne Schufa entscheiden. Denn im Vergleich zur Aufnahme eines klassischen Kredits, erfolgt die Aufnahme eines Kredits ohne Schufa wesentlich einfacher. In diesem Fall geht es nämlich um einen ganz besonderen Kredit, bei dem von Seiten der Bank keine Schufa-Auskunft eingeholt wird, stattdessen werden andere Bonitätskriterien beachtet.
So wird beim Kredit ohne Schufa in erster Linie das Einkommen als ein wichtiges Kriterium betrachtet. Den Kreditinstituten ist es wichtig, dass das Einkommen des Kreditnehmers als kontinuierlich gestaffelt wird. Unter kontinuierlich versteht man, dass um ein konstantes beziehungsweise fixes Einkommen geht, welches jeden Monat auf dem Konto des Kreditnehmers eingeht. Dieser Faktor ist den Kreditinstituten sehr wichtig, zum Schluss sollte der Kreditnehmer auch zahlungsfähig sein und den Kredit zurückerstatten. weiterlesen »
Festverzinsliche Wertpapiere sind eine Form der Geldanlage, die besonders Menschen zusagt, die einerseits hohe Renditen erwarten, andererseits aber auch kein unnötig hohes Risiko eingehen wollen.
Im Gegensatz zu Aktien, bei denen man Anteile kauft, wird der Käufer von festverzinslichen Wertpapieren wie Staatsanleihen, Pfandbriefen oder verschiedenen anderen Formen von Anleihen zum Gläubiger, der Anspruch auf die Zahlung von Zinsen und irgendwann auch die Auszahlung des investierten Kapitals hat.
Häufigste Emittenten von Anleihen sind der Staat, Banken und Unternehmen. Zumeist soll mit den Anleihen Kapital von potentiellen Gläubigern beschafft werden, das für den Schuldenabbau genutzt werden soll. In vielen Fällen wird das so beschaffte Geld aber auch für Investitionen genutzt.
Bei den meisten Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren kann die Laufzeit mehr oder weniger frei gewählt werden, so stehen kurze, mittlere und lange Laufzeiten weiterlesen »
Mischfonds versprechen eine planbare Risikokalkulation und gelten im Vergleich zu reinen Aktienfonds als sicherer. Besonders die flexible Gewichtung der Anlageanteile hat sich in Zeiten der Wirtschaftskrise als erfolgreiche Strategie erwiesen.
Sinkende Aktienkurse können die eigenen Anlagen schnell gefährden. Mischfonds bieten unterschiedliche Möglichkeiten um die Risiken des Börsenmarktes abzufedern.
Mischfonds bestehen aus einer Zusammenstellung von risikoarmen Anlagen wie Renten- oder Geldmarkttiteln und renditestärkeren Aktien. Damit lässt sich das Risiko im Vergleich zu anderen Investmentfonds besser den eigenen Zielen und der Marktlage anpassen. Das Verhältnis der beiden Bestandteile ist dabei von Fond zu Fond unterschiedlich. Konservative Mischfonds setzen auf einen geringen Anteil an Aktien, der etwa bei einem Drittel liegt. Dynamische Mischfonds hingegen verfügen meist über einen Aktienanteil von etwa 70 Prozent. Renditechancen und Risiko steigen dabei gleichermaßen.

Eine dritte Variante sind sogenannte flexible Mischfonds, bei denen der Aktienanteil je nach Marktlage zwischen 0 und 100 Prozent schwankt. Flexible Mischfonds haben demnach die besten Chancen, auf Veränderungen im Kapitalmarkt schnell reagieren zu können. Bei schlechter Marktlage werden sichere Anleihen stärker gewichtet, bei positiver Entwicklung hingegen der Anteil renditestarker Aktien erhöht. Nicht zuletzt deswegen erfreut sich diese Anlageform in Krisenzeiten besonderer Beliebtheit. weiterlesen »
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) wird in Deutschland seit 1996 monatlich herausgegeben. In Anlehnung an den US-amerikanischen Purchasing Managers Index (PMI), der in der heutigen Form bereits seit 1982 existiert, stellt der EMI einen Indikator dar, der die Konjunkturentwicklung in Deutschland nachvollziehbar machen soll.

Vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) beauftragt, signalisiert der EMI Verbesserungen und Verschlechterungen der jeweiligen Geschäftslage, wobei Werte über 50 einen wirtschaftlichen Aufschwung anzeigen, Werte unter 50 eine negative Entwicklung bedeuten. Daher wird ein EMI-Wert von 50 auch als Wachstumsmarke bezeichnet. Der EMI beeinflusst deutlich erkennbar die Entwicklung der Aktienindizes, also mögliche Kursgewinne.
Damit wird der Einkaufsmanagerindex selbst für Privatleute interessant, die sich für die Spekulation an der Börse interessieren oder bereits mit Anleihen und Co handeln.
Um den Einkaufsmanagerindex zu erstellen, werden weiterlesen »
Die Wandelanleihe ist eine besondere Form der Anleihe, bei der ein Umtauschrecht in Aktien besteht. Die ausgebende Gesellschaft definiert in der Wandelanleihe, auch Wandelobligation genannt, die Bedingungen, unter denen gegen Aktien getauscht werden kann, nämlich die Wandlungsfrist, das Wandlungsverhältnis und eventuell erforderliche Zuzahlungen. Solange der Gläubiger die Wandelanleihe nicht in Aktien umtauscht, hat er Anspruch auf Zinsen und Tilgung, sobald die Tauschfrist abgelaufen ist.
Die Wandelschuldverschreibung – wie die Wandelanleihe auch teilweise genannt wird – ist für den Inhaber insofern interessant, als dass er die Entwicklung des Aktienkurses beobachten kann und gegebenenfalls von seinem Wandlungsrecht Gebrauch machen kann, sobald der Kurs günstig steht. Dabei sollte er natürlich die Konjunktur stets im Auge behalten.
Die Investmentberater preisen die Wandelanleihen (engl. convertible bonds) als Wertpapiere an, die bei grosser Kapitalsicherheit höhere Renditechancen bieten als reine Aktien. Denn bei dieser Art von Anleihe gilt in der Regel: Der laufende Ertrag in Form von Zinsen ist gewöhnlich niedriger als bei normalen Obligationen, dafür jedoch weiterlesen »
Escada muss die Insolvenz beantragen, die Rettung ist gescheitert. Das Haute Couture Label musste Verluste von einem Drittel des Umsatzes in den letzten Jahren verbüßen.
Escada hatte noch auf die Rettung gehofft, nun muss die Insolvenz eingeleitet werden. Ein Umtauschangebot an die Gläubiger war die letzte Hoffnung. Am 11.08.09 war ein Ultimatum ausgelaufen, bei dem die Gläubiger zu 80 Prozent auf ihre Forderungen hätten verzichten müssen, um das Modeunternehmen zu retten.
Optionsscheine (OS) stellen ein Handelsinstrument dar, das im günstigen Fall hohe Gewinne bei Spekulationen ermöglicht, im ungünstigen jedoch auch extrem hohe Verluste. Damit stellen Optionsscheine, die in der letzten Zeit immer häufiger gehandelt werden, eins der eher riskanten Instrumente im Börsengeschäft dar.
Optionsscheine berechtigen zum Kauf oder Verkauf von Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Devisen oder auch Edelmetallen zu konkreten, festgelegten Bedingungen. Kennzeichnend für Optionsscheine ist die Berechtigung, aber keinesfalls Verpflichtung zum Handel.
Definiert werden im Optionsschein, in welchem Zeitraum (oder zu welchem Zeitpunkt) die Option besteht, auf welchen Wert sie sich bezieht, ob die Option im Kaufen oder Verkaufen besteht, zu welchem Preis veräußert wird und in welchem Verhältnis. Der Anleger bezahlt für das Recht, den Basiswert zu den festgelegten Bedingungen zu kaufen (oder zu verkaufen). weiterlesen »
Wir Deutschen waren noch nie wirkliche Fans von Wertpapieranlagen. Beizeiten war subjektiv der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen die vermeintlich bessere Alternative, besonders in Zeiten der Krise. Wen wundert es da, dass in diesen Monaten mal wieder die Geldanlage in Wertpapieren einen herben Imageverlust hinnehmen muss, und dass obwohl gerade deutsche Wertpapiere im Ausland oft sehr hohes Ansehen genießen.
Zur Zeit sitzen die Banken auf einem Berg von nicht mehr handelbaren Wertpapieren, die ein Finanzvolumen besitzen, wie es fast an die gesamte deutsche Staatsverschuldung heran reichen könnte. Wie kann etwas, das die Bundesregierung nun in eine Bad Bank auslagern will, um der Finanzkrise zu begegnen, noch eine sichere Anlage sein?
Die Antwort darauf bleibt den Finanzexperten vorbehalten. Schon in den 1920ern haben in den USA Millionen Menschen auf Wertpapiere vertraut und beinahe alles verloren, was sie hatten, mitunter auch ihr Leben. Sicherheit in Geldgeschäften gibt es auch heute nicht.
Ohne Risiko keinen Gewinn. Jeder kennt Aktien, Zertifikate und Staatsanleihen, und alle sind Wertpapiere. Doch was ist das eigentlich, ein Wertpapier?
Genaugenommen ist ein Wertpapier eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise eine Teilhabe an einer Kapitalgesellschaft, verbrieft. Ohne diese Urkunde gibt es auch keinen Rechtsanspruch. weiterlesen »
Bis 2006 stand der Handel mit Derivaten in voller Blüte, das Wachstum des Derivatenmarkts war ungebrochen. Doch die Finanzmarktkrise bot dem Wachstum Einhalt.
Verträge über Derivate garantieren das Recht, zu einem fixen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Derivate sind Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Preiserwartungen oder Kursschwankungen eines Basiswertes, in der Regel einer Aktie, einer Anleihe, Währung oder Index richten. Sie lassen sich als Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne der Bezugsgröße nutzen.
Als die Derivate Mitte der achziger Jahre eingeführt wurden, wurde sich zunächst auf einfache Marktrisiken wie Aktien- oder Rohstoffepreise bezogen. Dieses System wurde schließlich auf Wechselkurs- und Kreditrisiken ausgeweitet. Heute gibt es auch nicht-ökonomische Faktoren, wie das Wetter, die als Basiswerte fungieren können. Derivate können als Festgeschäfte (Futures), Optionsgeschäfte oder Finanzswaps vollzogen werden. weiterlesen »