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In der Presse ist ein internes Papier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, aufgetaucht, das Zahlen über das vermeintlich tatsächliche Volumen der kritischen Papiere in den Depots der deutschen Banken enthält. Von 812 Milliarden Euro ist die Rede.

Die Zahlen klingen völlig irreal. Im Vorfeld der Diskussionen über die sogenannten Bad Banks, in denen jene kritischen Papiere ausgelagert werden sollen, war zwar schon von hundertern Milliarden Euro die Rede.

Commerzbank © flickr / icarus_shift

Aber dass der tatsächliche Betrag mit 812 Milliarden Euro beinahe an eine Billion grenzt, also einer Zahl mit zwölf Nullen, haben wohl nur Insider erwartet.

Genau dies scheint sich jedoch jetzt bestätigt zu haben.

Eine vertrauliche Aufstellung der Vermögenswerte deutscher Banken der BiFa hat den Weg zur „Süddeutschen Zeitung“ gefunden.

Und wie die Zeitung berichtete wird das Volumen der von der Finanzkrise betroffenen Anlagen und Kredite auf sage und schreibe 812 Milliarden Euro beziffert. weiterlesen »


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Das Ende der Skepsis?

abgelegt in: DAX

Professionelle Anleger und Manager zeichnen in zwei Umfragen ein positives Bild der Lage

(via Financial Times Deutschland) Der für die Einschätzung der Wirtschaftslage in Deutschland maßgebliche Ifo-Index ist den zweiten Monat in Folge gestiegen. Die befragten Wirtschaftsmanager vergaben den Wert von 104,1, im letzten Monat waren es nur 103,4 gewesen. Nach der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten sechs Monaten gefragt, gaben die Manager hingegen eher negative Prognosen.
Kursverlauf der Hypo Real Estate Hdlg. in der letzten Woche und heute (12:00). Auch eine Umfrage unter professionellen Anlegern kam zu positiven Ergebnissen: Die Financial Times Deutschland ließ in Zusammenarbeit mit dem Vermögensverwalter Feri Rating & Research Versicherungen, Banken und Industrieunternehmen nach ihrer Lageeinschätzung zu den Märkten und ihren Anlageabsichten befragen.

Die Ergebnisse der Feri-Umfrage sind wenig überraschend, stimmen sie doch mit der Entwicklung an den europäischen und amerikanischen Handelsplätzen überein. Der Stoxx50-Index hat zwar seit Januar 12 Prozent verloren. Sein plötzlicher Abwärtstrend hat sich jedoch im ablaufenden Monat stark verlangsamt. Für den DAX muss mittlerweile davon ausgegangen werden, dass sich die Kurse um die 7.000er-Marke herum einpendeln werden oder gar wieder auf das Niveau der Monate vor dem Crash zurückkommen.

Während der Ifo-Index neben einer Prognose die Einschätzung der aktuellen Lage widergibt, basiert die Feri-Umfrage auf einer rein prospektiven Analyse. Es geht hier um die Einschätzung der künftigen Entwicklung an den Märkten und in der Wirtschaft. Dass die Zukunftssaussichten nach der Ifo-Umfrage wesentlich negativer ausfallen als in der Erhebung durch Feri, erklärt sich durch die Auswahl der befragten Teilnehmer: Industrieunternehmen machen unter den institutionelle Anleger einen relativ geringen Anteil aus. Sie jedoch geben sowohl in der Feri-Umfrage als auch beim Ifo-Index die schlechtesten Prognosen. Während für sie nämlich der möglicherweise glimpfliche Ausgang der Kreditkrise von vergleichsweise geringer Bedeutung ist, macht insbesondere den exportorientierten Unternehmen der schwache Dollar nach wie vor zu schaffen. Und trotz der erstaunlichen Entwicklung der letzten Monate zeichnet sich immer noch keine Trendumkehr ab. Auch heute gewann der Euro gegenüber der amerikanischen Währung weiterhin an Wert. Die Finanzwerte an den Börsen sorgen hingegen auch heute für eine allgemeine Kurserholung. Vor allem die in den letzten Monaten schwer geprüfte Aktie der Hypo Real Estate macht mit 3,8 Prozent (12:00) einen bedeutenden Kurssprung.


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Die Reduktion des Leitzinses um 0,75 Prozent durch die US-amerikanische Notenbank bringt den Dax jedoch nicht ins Plus.
Dax, 22.01.08 Der Deutsche Aktienindex schließt auch am Dienstag mit einem Minus von 0,31 Prozentpunkten. Etwas besser schneiden im Index die Unternehmen ab, deren Profit nicht direkt von den globalen Aktienmärkten betroffen ist. So verbesserte sich der TecDax deutlich um 3,54 Prozent. Der Verlierer des gestrigen Tages, die Hypo Real Estate, konnte sich mit einem Plus von 6 Prozent etwas erholen.
Die FED hatte am Dienstag Sorgen um eine Rezession in den USA als Grund für die Leitzinssenkung genannt. Die Financial Times Deutschland spekuliert, dass diese schnelle Reaktion der Fed jedoch vor allem der Sorge um die Aktienmärkte geschuldet gewesen sei. Wäre es ihm allein um eine Belebung der Konjunktur gegangen, hätte FED-Chef Ben Bernanke mit der Anpassung auch bis zur nächsten Woche warten können.
Die erwähnte Uneinheitlichkeit der Kurse könnte ein wichtiger Hinweis für Anleger sein, die auch in den nächsten Monaten in Aktien investieren wollen; womöglich könnten künftige Kursverluste vor allem Finanztitel betreffen. Dieser Linie folgt Henning Gebhardt in einem heute erschienen Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als ein Problem für die allgemeine „Ausverkaufsstimmung“ nennt er auch die zweifelhafte Informationspolitik vieler börsennotierter Unternehmen. So habe zum Beispiel die Hypo Real Estate nicht über die gravierenden Risiken einiger ihrer mit AAA-Gütesiegel bewerteten Papiere informiert. Obwohl Gebhardt zu „defensiven“ Titeln wie etwa aus der Chemie-Industrie rät, geht auch er nicht von einer zwangsläufigen längeren Börsenkrise aus. Auch die Neue Zürcher Zeitung mahnt zur Besonnenheit. Sie weist darauf hin, dass sich momentan wesentlich mehr Kapital außerhalb des Marktes befindet, als dies für die professionellen Anleger auf Dauer sinnvoll wäre. Tritt also wieder eine gewisse Erholung ein, könnte ein positiver Rückkopplungseffekt auch diese abgezogenen Ressourcen dem Aktienmarkt zurückbringen.


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Nach einem bisherigen Höchststand von 8100 Zählern im Januar landete der DAX zum Börsenschluss bei nur 6762 Zählern und damit 7,5 Prozent im Minus.
Deutscher Aktien-Index, 21.01.08Mit am schlimmsten betroffen war die Deutsche Börse selbst: Ihre Aktie verlor 10,18 Prozent ihres Wertes. Das Schlusslicht bildete die durch die Hypothekenkrise ohnehin schon gebeutelte Hypo Real Estate mit einem katastrophalen Verlust von 18,46 Prozent. Für den Einbruch sind jedoch nicht nur Papiere von Investorengruppen verantwortlich: Auch das Softwarehaus SAP, die Deutsche Telekom und die Daimler AG waren nach Handelsschluss jeweils mehr als fünf Prozentpunkte schwächer.
Gestern erst hatte US-Präsident Bush ein über 140 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket angekündigt, dass vor allem aus Entlastungen bei den Individualsteuern besteht (dpa). Die weit verbreitete Angst vor einer Rezession der US-Wirtschaft hat das offenbar nicht mildern können. Der aktuelle Kursrutsch muss in seiner krassen Form indes nicht allein auf die ungünstigen Konjunkturprognosen zurückzuführen sein. Gottfried Heller von der Vermögensverwaltung Fiduka macht dafür auch das Verhalten der Hedge-Fonds verantwortlich. Auf Grund ihrer geringen Eigenkapitalquote müssen sie nach Hellers Meinung jetzt retten, was zu retten ist, um spätere Liquiditätsprobleme zu vermeiden (faz).
Welche Schlussfolgerungen sollten Anleger aus dieser Kursentwicklung ziehen? Noch ist nicht abzusehen, wie lange der deutsche Aktienmarkt noch schwächeln wird. Eine echte Rezession in den USA könnte auch die konjunkturelle Entwicklung in Europa und damit auf alle Fälle die Wirtschaft in Deutschland in Mitleidenschaft ziehen, sagte Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M. Warburg in Hamburg, am Montag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Aus diesem Grund sollten Aktien abgestoßen werden, und auch für längerfristige Anlagen sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Auf der anderen Seite steht das Problem, eigene Aktien zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt abzustoßen und eventuell professionellen Käufern in einigen Monaten den Profit zu überlassen.


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