Der Einkaufsmanagerindex (EMI) wird in Deutschland seit 1996 monatlich herausgegeben. In Anlehnung an den US-amerikanischen Purchasing Managers Index (PMI), der in der heutigen Form bereits seit 1982 existiert, stellt der EMI einen Indikator dar, der die Konjunkturentwicklung in Deutschland nachvollziehbar machen soll.

Vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) beauftragt, signalisiert der EMI Verbesserungen und Verschlechterungen der jeweiligen Geschäftslage, wobei Werte über 50 einen wirtschaftlichen Aufschwung anzeigen, Werte unter 50 eine negative Entwicklung bedeuten. Daher wird ein EMI-Wert von 50 auch als Wachstumsmarke bezeichnet. Der EMI beeinflusst deutlich erkennbar die Entwicklung der Aktienindizes, also mögliche Kursgewinne.
Damit wird der Einkaufsmanagerindex selbst für Privatleute interessant, die sich für die Spekulation an der Börse interessieren oder bereits mit Anleihen und Co handeln.
Um den Einkaufsmanagerindex zu erstellen, werden weiterlesen »
Optionsscheine (OS) stellen ein Handelsinstrument dar, das im günstigen Fall hohe Gewinne bei Spekulationen ermöglicht, im ungünstigen jedoch auch extrem hohe Verluste. Damit stellen Optionsscheine, die in der letzten Zeit immer häufiger gehandelt werden, eins der eher riskanten Instrumente im Börsengeschäft dar.
Optionsscheine berechtigen zum Kauf oder Verkauf von Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Devisen oder auch Edelmetallen zu konkreten, festgelegten Bedingungen. Kennzeichnend für Optionsscheine ist die Berechtigung, aber keinesfalls Verpflichtung zum Handel.
Definiert werden im Optionsschein, in welchem Zeitraum (oder zu welchem Zeitpunkt) die Option besteht, auf welchen Wert sie sich bezieht, ob die Option im Kaufen oder Verkaufen besteht, zu welchem Preis veräußert wird und in welchem Verhältnis. Der Anleger bezahlt für das Recht, den Basiswert zu den festgelegten Bedingungen zu kaufen (oder zu verkaufen). weiterlesen »
Die Dollar-Krise ist ein Phänomen, dass man über die Jahre immer wieder hört und es seinen Schrecken weitgehend eingebüßt hat. Erst diese Woche hat die US-Notenbank wieder die Zinsen gesenkt.
Der US-Dollar gilt als Leitwährung aller Industrieländer und über Dollar wird Öl und andere Rohstoffe gehandelt. Auch die Reisebranche hat sich auf Dollar eingestellt - und selbst beim Pokern geht es um US-Dollar.
Durch die Kreditkrise ist der US-Dollar angeschlagen, aber auch viele andere Währungen sind aus diesem Fiasko kaum glimpflich herausgekommen. Doch nun hat die US-Regierung den Leitzins gesenkt, um die Konjunktur anzukurbeln. Dies haben auch andere Länder getan. Nur in Europa geschah dies nicht in diesem Ausmaß. Die US-Notenbank senkte den Leitzins nun auf fast Null Prozent. Das oberste Ziel der EZB ist die Preisstabilität und der Kampf gegen die Inflation.
Daher zögert diese Finanzinstitution, diesen Schritt zu unternehmen. Doch dies hat zur Folge, dass in Europa die Zinsen am höchsten sind, was eine Kapitalzufuhr verursacht. Aus Asien, aus den Staaten - von Überall her kommt das Kapital nach Europa. Dies führt langfristig zu einer Inflation, wenn mehr Geld als Waren im Euro-Raum sind.
Die Kapitalflucht betrifft momentan aber nicht nur den Dollar sondern auch die asiatischen Märkte.
Am 18.Oktober veranstaltet die Aktien-Community Stockflock ein Networking Event für Profis und Privatanleger. Ziel der Community und des Camps ist es Kontakte zwischen Privatanlegern und Anlageprofis zu knüpfen und einen permanenten Austausch zu fördern.
Diese Initiative rief der bekannte Autovermieter Erich Sixt ins Leben. Sie ist kostenlos, jedoch auf 100 Plätze begrenzt. Bei diesem Treffen sprechen professionelle Anleger über Fragen wie „Wie macht man seine erste Million?” oder diskutieren wie Privatanleger ihr Portfolio optimieren können. Erich Sixt selbst steht auch für Medieninterviews zur verfügung, hierzu sollte man sich jedoch vorab anmelden.
Um einen wirklichen Austausch zu ermöglichen gibt es auch für jeden Teilnehmer die Möglichkeit an diesem Tag Ideen zu präsentieren, jedoch braucht es auch hierzu eine Vorabanmeldung.
Wenn man also “Von den Besten lernen und Neues entdecken” möchte, ist man im ersten AktienCamp ganz richtig aufgehoben, denn genau das ist der Leitspruch der innovativen Veranstaltung.
Die Anmeldungen erfolgen über www.aktiencamp.de
Grund vor allem schlechtere Kapitalanlageergebnisse wegen sinkende Aktienkurse
Mehr als sieben Prozent verlor die Aktie der Münchener Rück am Freitag. Der Absturz kam, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert hatte. Wegen schlechten Anlageergebnissen wird nun statt der bisher anvisierten und 3 Milliarden Euro nur noch ein Gewinn von um die 2 Mrd. angepeilt. Die bisherige Prognose war übrigens keineswegs aus der Luft gegriffen; noch in 2007 hatte die Rück ein Plus von fast 4 Mrd. Euro erwirtschaftet. Den Grund für die verschlechterte Prognose sieht das Unternehmen nicht bei einer schlechten Strategie, sondern gibt dem allgemeinen schlechten Trend an den Anlagemärkten die Schuld. Dementsprechend erwartet man auch keine zwangsläufige Erholung im dritten Quartal, sondern macht das Geschäftsergebnis im Vornherein von der weiteren Entwicklung der Finanzmarktkrise abhängig.
Das die Verschlechterung des Unternehmensergebnis sich insgesamt noch im Rahmen hielt, lässt sich unter anderem darauf zurückführen, das die Rück nur etwa sieben Prozent ihres stattlichen Anlagevolumens von 166 Mrd. Euro in den vom credit crunch besonders betroffenen Aktien angelegt hat. Ein größerer Teil festverzinslich veranlagt, um die Zahlungsfähigkeit der Versicherung sicherzustellen.
Dass die Münchener ihr schlechtes Ergebnis auf die Finanzmärkte schieben, kann man ihr auch mit Hinweis auf das ebenfalls schlechte Ergebnis der Hannover Rück nachsehen. Der Konkurrent verlor mit 7,2 Prozent heute fast genauso stark an Wert.
Schuldscheine bleiben im zweiten Halbjahr 2007 teilweise unter der Inflationsrate
(via Financial Times) Das von US-Unternehmen herausgegebene Schuldscheine in den letzten 12 Monaten schlecht abgeschnitten haben, kann sich jeder denken. Fonds, die in den vergangenen drei Jahren hauptsächlich in US-amerikanische Unternehmen investierten, machten im Durchschnitt 3 Prozent Verlust. Doch auch für deutsche Unternehmensfonds sehen die Zahlen düster aus: Die 13 führenden Anbieter in Deutschland, die die FT untersuchte, erwirtschafteten 2007 netto einen durchschnittlichen Anlageverlust von 1,3 Prozent. Selbst der beste untersuchte Anbieter, die BWI-Rentamax, brachte es nur auf 1,38 Prozent. Die Anleger sind von dieser Situation jedoch nicht so schlimm betroffen: Denn Unternehmensschulden werden schließlich nicht nach dem Unternehmensgewinn, sondern fest verzinst. Dies ist insbesondere angesichts der derzeitigen schlechten Lage an den Finanzmärkten zu beachten. Man bedenke auch, dass die Kreditkrise vor allem Finanzdienstleister, weniger aber Industrieunternehmen berührt. Schließlich sind die fallenden Zinsen für die Fonds von Vorteil: Denn sie haben zu einem früheren, höheren Zinsniveau investiert und können die Schuldscheine nun mit Profit weiterveräußern. All das ist momentan aber noch Zukunftsmusik.
Anlegern wird häufig der Rat gegeben, die Bonität von Schuldscheinemittenten eingehend zu prüfen. Rating-Agenturen können hier eine große Hilfe sein, denn über die Finanzlage und zukünftige Gewinnaussichten eines Unternehmens können sich Privatanleger natürlich nur sehr schwer ein Bild machen.
Für Banken haben Anleihen übrigens den Vorteil, dass sie ihre Investitionen nicht mit Bankkrediten versichern müssen. Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Wertpapieren um längerfristige Anlagen, die mal über zwanzig Jahre laufen.
Ein Großteil der Kleinanleger investiert nicht direkt in Aktien, sondern in Fonds. Neben Spezialfonds wie Immobilenfonds sind die großen Publikumsfonds häufig Mischfonds. Sie investieren vor allem in Wertpapiere wie Aktien und Anleihen. Momentan liegt genau da der Haken: Während Rohstoffe wie Gold sowie die Energieträger Öl und Gas am Markt immer höhere Preise erzielen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, in den letzten sechs Monaten habe keiner der von ihr beobachteten Fondsgesellschaften ihren Kunden eine positive Kursbilanz bieten können. Das gilt auch für Staatsfonds, die zur Zeit kaum mehr als einen Inflationsausgleich bringen (FAZ). Da diese Situation in der nächsten Zeit so trüb zu bleiben droht, treten die sogenannten Super-Fonds zwangsläufig in den Blickpunkt des Interesses. Darunter versteht man Mischfonds, die nicht nur in Wertpapiere, sondern darüber hinaus auch in Derivate und Rohstoffe, sowie direkt in andere Fondsgesellschaften investieren. Seit 2004 ist dieses in den USA entwickelte Investment-Konzept auch in Deutschland zugelassen, hat bislang aber noch wenig Aufmerksamkeit gefunden. Momentan versuchen amerikanische und evtl. auch französische Banken, Superfonds aufzustellen. Sie finanzieren ihre Investments durch versicherte kurzfristige Anleihen. Da die Geldmittel der Banken für eine hohe Anlagesicherheit sprechen und Superfonds keine Schulden machen dürfen, erhalten dieses Fonds sehr gute Ratings. Das Ziel der gerade von den Banken aufgestellten Superfonds ist es, die Gunst der Stunde zu nutzen und eine große Zahl von darniederliegenden Aktien aufzukaufen.
Der Kreditanbieter Fannie Mae darf mehr auf dem Hypothekenmarkt investieren. Das könnte den Marktwert für Hauskredite deutlich steigern.
Der eigentlich unter dem Namen “Federal National Mortgage Association” firmierende Investor hat es sich zur Aufgabe gemacht, privaten Hausbesitzern in den USA bezahlbare Kredite zu verschaffen. Bislang schränkte die zuständige Regulierungsbehörde jedoch das Gesamtvolumen dieser Kredite stärker ein. Die heute bekannt gewordene Aufstockung des Investitionsvolumens bedeutet, dass einige Milliarden Dollar mehr in amerikanische Hypotheken investiert werden.
Damit wird die Ursache der Kreditkrise, nämlich der rapide Verfall des Marktwertes von Hypothekenkrediten im Allgemeinen, möglicherweise gelindert. Daher erwarten viele, dass diese scheinbar unbedeutende Maßnahme die Aktienmärkte im Allgemeinen positiv beeinflussen könnte. Denn nach wie vor haben viele Finanzinvestoren große Geldsummen in Hypothekenkrediten angelegt. US-Notenbankchef Ben Bernanke forderte auch umgehend, dass die neu gewonnenen Investitionsmöglichkeiten genutzt werden sollten. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gab er darüber hinaus wenig Hoffnungen zu erkennen, dass sich der Immobilienmarkt in der nächsten Zeit erholen könnte. In dem Maße, indem die wirtschaftlichen Probleme in den USA eine Eigendynamik bekommen haben, könnten Rezessionsängste einen negativen Effekt auf den Häusermarkt haben.
Für Aktieninhaber von Fannie Mae ist die momentane Entwicklung ohnehin ein schwacher Trost: Die Aktie befindet sich seit 2001 im stetigen Abwärtstrend und ist im letzten Herbst von 67 $ auf nunmehr 28 $ abgestürzt. Der Immobilienmarkt in den USA ist wohl schon seit Längerem ein heißes Eisen.
Aktienindex erreicht den tiefsten Stand seit Sommer 2006
Zugleich stieg der Wert der japanischen Währung Yen gegenüber dem US-Dollar, aber auch gegenüber dem Euro deutlich an. Für die viertgrößte Exportnation der Welt könnte dies weitere Probleme mit sich bringen. Fast alle Unternehmen verzeichneten am gestrigen ersten Handelstag im neuen Jahr ein Minus an der Tokyoter Börse. Zwar hat auch der in dieser Woche Verluste hinnehmen müssen. Das japanische Börsengeschehen jedoch spiegelt eine Entwicklung wider, die das ganze letzte Jahr bestimmte. Unter den großen Industrienationen war Japan das mit der schlechtesten Kursentwicklung; der Nikkei brach in 2007 um über zehn Prozent ein. Zum Vergleich: Der Deutsche Aktienindex legte im gleichen Zeitraum um mehr als zwanzig Prozent zu. Neben der auch in Japan folgenreichen Kreditkrise in den USA waren politische Turbulenzen - der japanische Premierminister Shinzo Abe musste zurücktreten – und die Angst vor einer Rezession mögliche Gründe für die schlechte Entwicklung. Die japanische Wirtschaft befindet sich jedoch momentan keineswegs in einer Krise. Nach einem Negativwachstum Ende der Neunziger Jahre ist das Bruttoinlandsprodukt seit 2004 stets um mehr als zwei Prozent jährlich gewachsen. Auch die Ausfuhren entwickeln sich positiv; gegenüber den USA und der Europäischen Union hat Japan eine positive Handelsbilanz.
Die meisten Gewinnschätzungen für 2008 prognostizieren für japanische Unternehmen zwar zweistellige Zuwächse, aber im Durchschnitt ein geringeres Wachstum als zum Beispiel in der EU. Auch der Nikkei werde hinter der Entwicklung Europas zurückbleiben, sich jedoch erholen. Nach der langen Talfahrt kann schließlich nicht davon die Rede sein, japanische Aktien seien überwertet (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung).
An der New Yorker Rohstoffbörse Nymex wurde die Unze Feingold nach Börsenschluss zu 800,80 Dollar gehandelt.
In den vergangenen Jahren hatte das Edelmetall keine sehr große Rolle als Geldanlage gespielt. Noch im Jahre 1999 fiel der Kurs auf ein Allzeittief von 252,90 US-Dollar (London Fixing, Quelle: Wikipedia), als die großen Notenbanken Teile ihrer Goldreserven auf den Markt warfen. In den letzten Jahren aber hat unter anderem die Angst vor einer Inflation im Euroland und in den USA zu einer Renaissance der einstigen Leitwährung geführt. Tatsächlich scheint der Goldkurs immer in unsicheren Zeiten zu steigen; die BBC zitiert den Broker Jeremy Kyd mit den Worten, “nobody ever hears about the gold market out on the street until war breaks out.” Der derzeitige Kursanstieg hat aber auch andere Gründe. Denn drei Viertel der weltweiten Nachfrage nach Gold geht von der Schmuckindustrie aus, und die hat in der vergangenen Weihnachtszeit natürlich wieder einen höheren Materialbedarf gehabt.
Als relativ sichere Anlagemöglichkeit zieht Gold viele Privatanleger mit Interesse an langfristigen Investments an. Dazu eignet sich Gold auch naturgemäß gut, denn man kann seine Anlage hier anders als bei Aktien beliebig fein abstimmen. Eine Goldmünze ist schon für unter fünfzig Euro zu haben. Zudem kann der Materialwert von Schmuckgegenständen aus Gold beträchtlich sein. Angesichts der gestiegenen Preise berichten Händler daher vermehrt von privaten Verkäufen, die aber offensichtlich keinen nennenswerten Einfluss auf den Kurs haben. Eine eventuell lukrativere Anlagemöglichkeit stellen Titel von auf Gold spezialisierten Anlagefonds dar. Diese investieren beispielsweise in Aktien von Goldminen und können Profite erwirtschaften, die deutlich über dem Anstieg des Materialpreises selbst liegen.