Mischfonds versprechen eine planbare Risikokalkulation und gelten im Vergleich zu reinen Aktienfonds als sicherer. Besonders die flexible Gewichtung der Anlageanteile hat sich in Zeiten der Wirtschaftskrise als erfolgreiche Strategie erwiesen.
Sinkende Aktienkurse können die eigenen Anlagen schnell gefährden. Mischfonds bieten unterschiedliche Möglichkeiten um die Risiken des Börsenmarktes abzufedern.
Mischfonds bestehen aus einer Zusammenstellung von risikoarmen Anlagen wie Renten- oder Geldmarkttiteln und renditestärkeren Aktien. Damit lässt sich das Risiko im Vergleich zu anderen Investmentfonds besser den eigenen Zielen und der Marktlage anpassen. Das Verhältnis der beiden Bestandteile ist dabei von Fond zu Fond unterschiedlich. Konservative Mischfonds setzen auf einen geringen Anteil an Aktien, der etwa bei einem Drittel liegt. Dynamische Mischfonds hingegen verfügen meist über einen Aktienanteil von etwa 70 Prozent. Renditechancen und Risiko steigen dabei gleichermaßen.

Eine dritte Variante sind sogenannte flexible Mischfonds, bei denen der Aktienanteil je nach Marktlage zwischen 0 und 100 Prozent schwankt. Flexible Mischfonds haben demnach die besten Chancen, auf Veränderungen im Kapitalmarkt schnell reagieren zu können. Bei schlechter Marktlage werden sichere Anleihen stärker gewichtet, bei positiver Entwicklung hingegen der Anteil renditestarker Aktien erhöht. Nicht zuletzt deswegen erfreut sich diese Anlageform in Krisenzeiten besonderer Beliebtheit. weiterlesen »
Die Wandelanleihe ist eine besondere Form der Anleihe, bei der ein Umtauschrecht in Aktien besteht. Die ausgebende Gesellschaft definiert in der Wandelanleihe, auch Wandelobligation genannt, die Bedingungen, unter denen gegen Aktien getauscht werden kann, nämlich die Wandlungsfrist, das Wandlungsverhältnis und eventuell erforderliche Zuzahlungen. Solange der Gläubiger die Wandelanleihe nicht in Aktien umtauscht, hat er Anspruch auf Zinsen und Tilgung, sobald die Tauschfrist abgelaufen ist.
Die Wandelschuldverschreibung – wie die Wandelanleihe auch teilweise genannt wird – ist für den Inhaber insofern interessant, als dass er die Entwicklung des Aktienkurses beobachten kann und gegebenenfalls von seinem Wandlungsrecht Gebrauch machen kann, sobald der Kurs günstig steht. Dabei sollte er natürlich die Konjunktur stets im Auge behalten.
Die Investmentberater preisen die Wandelanleihen (engl. convertible bonds) als Wertpapiere an, die bei grosser Kapitalsicherheit höhere Renditechancen bieten als reine Aktien. Denn bei dieser Art von Anleihe gilt in der Regel: Der laufende Ertrag in Form von Zinsen ist gewöhnlich niedriger als bei normalen Obligationen, dafür jedoch weiterlesen »
Der Bundesschatzbrief ist das bekannteste festverzinsliche Wertpapier und wird von der Bundesrepublik Deutschland (Deutsche Finanzagentur) herausgegeben. Da der Bundesschatzbrief nicht an der Börse gehandelt wird, ist er besonders sicher.
Der Bundesschatzbrief wurde 1969 geschaffen, um der breiten Bevölkerung die Möglichkeit zur Vermögensbildung zu geben. Daher ist der Kauf auf natürliche Personen und gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Einrichtungen beschränkt.
Typ A und Typ B der Geldanlage BundesschatzbriefEs werden zwei Varianten des Bundesschatzbriefes angeboten. Beim Typ A werden jährlich die Zinsen ausgeschüttet, die wieder in neue Bundesschatzbriefe angelegt werden können. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Bei Bundesschatzbriefen des Typ B beträgt die Laufzeit sieben Jahre. Die Zinsen werden am Laufzeitende zusammen mit dem Anlagebetrag ausgezahlt, wobei der Gesamtbetrag der Zinsen steuerpflichtig ist, sofern der Steuerfreibetrag ausgeschöpft ist.
Je länger der Bundesschatzbrief läuft, desto mehr Zinsen werden ausgeschüttet. Beide Typen sind mit einem Festzins ausgestattet, der im Laufe der Anlagezeit progressiv steigt. Durch den jährlichen Zinszuwachs erhält man eine attraktive Rendite, und beim Typ B einen Zinseszineseffekt. Zurzeit beträgt der Zinssatz ab dem ersten Jahr 2,5 %.
Der Bundesschatzbrief bietet einige Vorteile gegenüber anderen Sparbriefen. So ist der Anleger flexibler, da er nach einer Haltefrist von einem Jahr monatliche bis zu 5000,- Euro kostenlos abrufen kann. Falls der Anleger es sich nach einem Jahr anders überlegt, kann er die Wertpapiere zum Nennwert zurückgeben. Bei steigenden Zinsen kann auf diese Weise ohne Kursrisiko in höher verzinsliche Wertpapiere gewechselt werden. Allerdings ist die vorzeitige Rückgabe nur bis maximal 5000,- Euro innerhalb von 30 Zinstagen möglich.
Das klassisch-konservative Anlageformat des Bundesschatzbriefes verspricht zwar nur eine relativ geringe Rendite, aber durch die Unabhängigkeit von Börsenkursen besteht keinerlei Verlustrisiko. Für einen Nennwert von 50,- Euro kann die Mindestanlage von Bundesschatzbriefen bei der Bank oder direkt beim Bund im Internet erworben werden.
Das Index-Zertifikat ist eine Schuldverschreibung, die sich auf einen bestimmten Aktien- oder sonstigen Index, wie zum Beispiel den DAX, beziehen kann. Im Gegensatz zu Optionsscheinen verfügen Index-Zertifikate über keinen Hebel, wodurch ihnen das spekulative Element fehlt. Mit einem Index-Zertifikat kann ein Investor seine Markteinschätzung direkt umsetzen. Bei einer positiven Markteinschätzung kauft der Anleger den gesamten Index, ändert er seine Meinung, so kann er direkt auf die Verkäuferseite wechseln.
Index-Zertifikate gelten als universelle Werkzeuge auf dem Zertifikatmarkt und bilden den jeweiligen Markt recht präzise ab. Das Gut an ihnen ist, dass sie billig sind im Einkauf und leicht zu handeln. Index-Zertifikate sind für Branchen, Länder und Regionen zu haben. weiterlesen »
Wir Deutschen waren noch nie wirkliche Fans von Wertpapieranlagen. Beizeiten war subjektiv der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen die vermeintlich bessere Alternative, besonders in Zeiten der Krise. Wen wundert es da, dass in diesen Monaten mal wieder die Geldanlage in Wertpapieren einen herben Imageverlust hinnehmen muss, und dass obwohl gerade deutsche Wertpapiere im Ausland oft sehr hohes Ansehen genießen.
Zur Zeit sitzen die Banken auf einem Berg von nicht mehr handelbaren Wertpapieren, die ein Finanzvolumen besitzen, wie es fast an die gesamte deutsche Staatsverschuldung heran reichen könnte. Wie kann etwas, das die Bundesregierung nun in eine Bad Bank auslagern will, um der Finanzkrise zu begegnen, noch eine sichere Anlage sein?
Die Antwort darauf bleibt den Finanzexperten vorbehalten. Schon in den 1920ern haben in den USA Millionen Menschen auf Wertpapiere vertraut und beinahe alles verloren, was sie hatten, mitunter auch ihr Leben. Sicherheit in Geldgeschäften gibt es auch heute nicht.
Ohne Risiko keinen Gewinn. Jeder kennt Aktien, Zertifikate und Staatsanleihen, und alle sind Wertpapiere. Doch was ist das eigentlich, ein Wertpapier?
Genaugenommen ist ein Wertpapier eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise eine Teilhabe an einer Kapitalgesellschaft, verbrieft. Ohne diese Urkunde gibt es auch keinen Rechtsanspruch. weiterlesen »
Bis 2006 stand der Handel mit Derivaten in voller Blüte, das Wachstum des Derivatenmarkts war ungebrochen. Doch die Finanzmarktkrise bot dem Wachstum Einhalt.
Verträge über Derivate garantieren das Recht, zu einem fixen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Derivate sind Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Preiserwartungen oder Kursschwankungen eines Basiswertes, in der Regel einer Aktie, einer Anleihe, Währung oder Index richten. Sie lassen sich als Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne der Bezugsgröße nutzen.
Als die Derivate Mitte der achziger Jahre eingeführt wurden, wurde sich zunächst auf einfache Marktrisiken wie Aktien- oder Rohstoffepreise bezogen. Dieses System wurde schließlich auf Wechselkurs- und Kreditrisiken ausgeweitet. Heute gibt es auch nicht-ökonomische Faktoren, wie das Wetter, die als Basiswerte fungieren können. Derivate können als Festgeschäfte (Futures), Optionsgeschäfte oder Finanzswaps vollzogen werden. weiterlesen »
Die Edelmetalle erleben gerade im Anlagegeschäft eine Renaissance, wie man es kaum für möglich gehalten hatte. Begründet liegt dies sicherlich in der aktuellen und vor allem weltweiten Finanzkrise. In Zeiten, in denen subjektiv die Stabilität der „Papier“-Währung unsicher erscheint, ist es nicht verwunderlich, dass viele Anleger ihr Heil in vermeintlich festen Werten suchen.
Seit nun auch Immobilien vor allem in den USA alles andere als wertstabil sind, heißt das Schlagwort in Sachen Anlagemodelle mal wieder Gold. Der Goldpreis schwebt zur Zeit in lang vermissten Höhen und keiner weiß, wie lange dies noch so sein wird. Nachdem nun in Europa und den USA die Konjunkturpakete angelaufen sind, wird sich die Wirtschaftslage auf lange Sicht wieder normalisieren.
Und möglicherweise wird dann auch der Goldpreis fallen. Andererseits ist es schon jetzt für die Goldproduzenten schwierig, der weltweiten Nachfrage gerecht zu werden.
Und solange die Nachfrage das Angebot übersteigt, dürfte der Aufwärtstrend anhalten. Dies gilt auch für Silber. Es ist langfristig ebenso wertstabil wie Gold. Und auch hier steigt die Nachfrage ständig. Zwar haben die größten Produzenten Mexiko und Peru in den letzten Jahren ihre Produktivität weiter gesteigert, aber das Edelmetall wird vor allem in der Medizintechnik und der Nanotechnologie immer wichtiger. Ohnehin fällt das Gros des Bedarfs an Edelmetallen, sei es nun Gold, Silber oder Platin, auf die Industrie und damit ist davon auszugehen, dass der Bedarf auch dauerhaft erhalten bleibt.
Der momentane Vorteil bei Silber ist, dass es gerade einen Aufwärtstrend durchmacht. In der Vergangenheit hatte der Silberpreis unter dem Wegbruch der Fotografie als Abnehmer zu leiden. 15 Prozent des geförderten Silbers wurden 2007 noch in diesem Sektor verarbeitet. Der Boom der Digitaltechnik hatte den Bedarf an analogen Filmen, die auf Silberhalogenoide basieren, einbrechen lassen.
Seit Ende 2008 steigt der Silberkurs nun wieder rapide an und steht zur Zeit bei etwa 14 Dollar je Unze. Im Februar des selben Jahren stand er noch auf 22 Dollar, war aber über das Jahr hinweg auf 9 Dollar gefallen. Im Zehn-Jahres-Trend zeigt sich trotz der kürzlichen Schwäche ein deutlicher Aufwärtstrend. Dies liegt wie gesagt zum einen an der gestiegenen Nachfrage, zum anderen aber auch an dem starken Goldkurs, der traditionell immer den Silberpreis mitzieht.
Dieser Tage heißt es immer wieder, dass uns eine Finanz- und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes bevorsteht. Wen wundert es da, dass viele verunsicherte Anleger ihr Heil im gutem altem Edelmetall suchen.
Schon seit tausenden Jahren sind Kupfer, Silber und Gold ein Garant für Wohlstand, auch wenn man Edelmetall bekanntlich nicht essen kann. Seitdem nun in den letzten Monaten eine Bank nach der anderen in Liquiditätsschwierigkeiten geraten ist, erlebt das gelbe Metall eine ungeahnte Renaissance.
Der Ansturm der Käufer treibt den Goldpreis in lang vermisste Höhen und inzwischen geraten Banken und Produzenten in Schwierigkeiten, der Nachfrage gerecht zu werden.
Doch wie sinnvoll ist es, in Zeiten der Krise sein Geld in Gold anzulegen. Sicher, seit der Infaltion in den Zwanzigern wissen wir, wie schnell Geld seinen Wert verlieren kann. Gold ist währungsunabhängig.
Aber was passiert, wenn die Krise vorbei ist?
Papiere aus Ost- und Mitteleuropa werden momentan besonders schlecht bewertet: Ein günstiges Schnäppchen?
(via Financial Times ) Jahrelang waren Fonds mit osteuropäischem Portofolio ein sicherer Gewinnbringer. Ein jährliches Plus von vierzig bis fünfzig Prozent war noch laut einer Untersuchung aus dem Jahre 2005 nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Diese Entwicklung hielt bis vor kurzem an. Der Fonds Activest Lux Osteuropa etwa verzeichnet für die letzten drei Jahre ein Plus von 140 Prozent (ariva.de), und JP Morgan Eastern Europe Equity A erreichte seit 2003 immerhin einen Profit von 202 Prozent.
Die seit den späten Neunziger Jahren enorm ansteigenden Wachstumsraten der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten machten diese hohe Profitabilität möglich. Nun aber befinden sich die Fonds im Sinkflug, denn die Aktienmärkte Osteuropas haben in 2008 bislang durchschnittlich ca. 37 Prozent verloren (ftd). Das zieht auch die Fonds nach unten: Der genannte Fonds von JP Morgan etwa verlor innerhalb eines Jahres 2 Prozent. weiterlesen »
Aber nicht alle Angebote halten was sie versprechen.
(via ftd.de) In den Portofolios mancher Investmentfonds tauchen Firmen auf, denen manche Menschen ihr Geld lieber nicht geben möchten: Für einen Atomkraftgegner ist es sicher unzumutbar, in einen französischen Atomstromkonzern zu finanzieren, und nicht nur radikale Pazifisten möchten auf Investments etwa in einen Hersteller von Streubomben oder Landminen verzichten. weiterlesen »