Zwar nicht mit Pauken und Trompeten, aber auch nicht so schlimm wie erwartet startet der DAX ins Jahr 2012, doch Insider warnen dennoch vor allzu viel Euphorie, denn das könnte sich schnell ändern.
Sowohl an den US Börsen als auch in Asien hatte man sich letzte Woche mit einem guten Schnitt in das Wochenende verabschiedet, zwar übertrafen die Zahlen bei weitem nicht die Erwartungen, aber derzeit kann man schon froh sein, wenn sie nicht allzu sehr unterboten werden.
Geht man von den unheilsvollen Prognosen aus, die Ende des letzten Jahres gestellt wurden, hat sich die Börse noch gut im Griff, auch wenn die Software AG und die Siemens Aktien nicht mehr sicher gehandelt werden können, weshalb Anlegern Vorsicht geboten ist, wobei eben jene natürlich auch ein Hauptgrund für die eher schlechten Zahlen ist.
Die deutsche Post und die Commerzbank konnten hingegen Zuwachs verzeichnen und scheinen auch stabil zu sein.
Die Dax Aussichten sind jedoch bei weitem nicht so rosig, wie sie noch erscheinen, einige Experten sehen die Bewegung derzeit als „Seitwärtsbewegung“, die mit geringen aber konstanten Verlusten darauf schließen lässt, dass sie sich in ein paar Monaten erheblich verschlechtern könnte, wenn es keine großen, positiven Veränderungen in den Zahlen gibt.
Denn unter den 6000er Zähler sind die Zahlen immer mal wieder gerutscht, nicht merklich, aber für Beobachter, Anleger und Experten dennoch ein wenig zu oft, um definitiv positive Prognosen zu schließen, auch wenn man mittlerweile doch eher an einen Aufschwung glaubt, als an den oftmals prophezeiten Einbruch.
Die Welt der Börse ist sehr komplex und erfordert viel Fachwissen. Oder wissen Sie auf Anhieb was Realtime Kurslisten sind und welche Aufgabe diese Listen an der Börse haben?
Wenn man im Internet nach bestimmten Börsenbegriffen googelt, dann versteht man bei den meisten Erklärungen nur Bahnhof, denn die meisten Definitionen sind so geschrieben, dass Sie nur von Experten verstanden werden. Diese Undurchsichtigkeit schreckt viele Menschen ab ihr Geld an der Börse anzulegen. Wir möchten Ihnen die Realtime Kurlisten näher erklären.
Apple ist der Gewinner an der Börse. Mit hervorragenden Quartalszahlen konnte der Wert der Apple-Aktien ein weiteres Mal gesteigert werden.
Apple kann mit Fug und Recht als Gewinner an der Börse bezeichnet werden. An der Wallstreet konnte soeben ein starkes Plus beim Aktienkurs des Computerunternehmens verbucht werden, nachdem die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht wurden. Der Kurs der Apple-Aktie konnte so von 249 US-Dollar auf 267 Dollar schnellen. So konnte auch die Konkurrenz von Microsoft hinter sich gelassen werden.
Das von Steve Jobs gegründete und angeführte Unternehmen mit Sitz in Cupertino, Kalifornien, ist dafür bekannt, bei seinen Produkten das sprichwörtliche Kaninchen aus dem Hut zu zaubern: Nachdem Apple in der Entwicklung von Heimcomputern ursprünglich die Nase vorn hatte, wurde man von Bill Gates‘ Microsoft bei der Versorgung einer breiteren Öffentlichkeit überholt und musste sich mit der Vorreiter-Stellung vor allem bei Grafikern, anderen Kreativen und ausgesprochenen Fans zufrieden stellen.
Doch vor einigen Jahren wendete sich das Blatt und mit Markteinführungen wie dem iPod, den iTunes, dem iPhone und letztens dem iPad konnte nicht nur ein regelrechter Hype ausgelöst werden, sondern auch eine enorme Käuferschaft animiert werden. Die Produkte von Apple gehören nun auch auf breiter Fläche zu den Must-Have Artikeln der Computer- und Telekommunikationswelt.
Gerade der soeben vorgestellte iPad, der tragbare Computer mit Touchscreen, hat zu himmlischen Verkaufszahlen geführt, die sicherlich mit dafür sorgen, dass der Apple Kurs sich auf einem Dauerhoch befindet. Die nun veröffentlichten Zahlen des Fiskalquartals haben dementsprechend auch zu noch größerer Begeisterung bei den an der Wall Street geführt und Apple zu einem echten Gewinner an der Börse gemacht.
Mit einem Marktkapital von über 240 Milliarden Dollar befindet sich Apple dauerhaft auf den ersten Plätzen des Indexes der Branchen und Märkte an der Wallstreet.
Wer lohnenswerte Fonds erwerben möchte, der stellt sich oft die Frage: Soll ich eher auf Fonds setzen, über deren Zusammensetzung Manager entscheiden, also gemanagte Fonds, oder doch eher auf Indexfonds, also Fonds, die die Entwicklung von Marktindizes widerspiegeln.
Langzeitbeobachtungen haben ergeben, dass gemanagte Fonds oft lohnenswerter sind als Indexfonds. Indexfonds spiegeln einen Marktindex wider, wie beispielsweise den deutschen Aktienindex DAX oder weiterlesen »
Der Apple Rückzug von der Börse Frankfurt erschüttert die Anleger. Da keine Gründe genannt wurden, ist der Raum für Spekulationen weit geöffnet.
Das Apple den Rückzug von der Börse bekannt gibt, hat am Dienstag, den 18.08.2009 die Anleger in Frankfurt schockiert. Der Konzern entzog der Frankfurter Börse die Zulassung zum Handel mit dessen Aktien, ist aber weiterhin an der Technologiebörse Nasdaq in den USA vertreten. Auch wird man die Apple Aktien im unregulierten Freiverkehr erhalten können. Es kann nur darüber spekuliert werden, warum sich Apple aus Frankfurt zurück zieht, denn Gründe wurden von Unternehmensseite nicht bekannt gegeben.

Die Arcandor Aktie ist im Keller. Nachdem man zu keinem Ergebnis zur Fusion von Karstadt und Kaufhof kam, droht nun die Insolvenz für den Mutterkonzern.
Die Verhandlungen zwischen Arcandor und Metro über die mögliche Übernahme von Karstadt waren am Wochenende nicht von Erfolg gekrönt. Die Börse reagierte daraufhin schonungslos: Am 08.06.2009 stürzte der Arcandor Kurs um 32,45 Prozent ein und landete bei 1,27 Euro, am darauffolgenden Dienstag lag die Aktie zeitweilig bei 0,76 Euro.
Am Montag bemühte man sich bei Arcandor noch um Bürgschaften, um das angeschlagene Unternehmen zu retten, doch wurden sowohl diese Idee als auch Staatsbürgschaften von der Regierung abgelehnt. Die Onlineausgabe vom “Spiegel” meldet nun, dass stattdessen ein Insolvenzantrag gestellt werden soll, die Verhandlungen mit Metro werden nun noch intensiver geführt.
Selbst, wenn eine großangelegte Rettungsaktion den angeknacksten Konzern helfen würde droht der Stellenabbau in großem Stil. So werden besonders für die 56.000 Angestellten die Ergebnisse der letzten und der noch kommenden Tage von Belang sein.
Während es noch an der Börse kriselt und man bei Karstadt bangt, muss sich der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick mit weiteren Problemen beschäftigen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen den Vorsitzenden wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Auch gegen dessen Vorgänger Thomas Middelhoff wird ermittelt, allerdings wegen angeblicher Untreue in Bezug auf dessen Immobilienfond-Anteile und hoher Filialmieten.
Noch vor wenigen Monaten befand sich die Aktie von Air Berlin im freien Fall. Zeitweise fiel das Papier um über 13 Prozent und ständige Spekulationen über weitere Verluste führten zu weiteren Herabstufungen der Aktie. Doch seit bekannt wurde, dass die ebenfalls angeschlagene TUI-Tochter TUIfly an deiner Zusammenarbeit interessiert ist, scheint Air Berlin wieder an Höhe zu gewinnen.
Noch 2007 und 2008 musste Air Berlin die Gewinnerwartungen ständig herunter schrauben und die Aktie war nur noch ein Bruchteil des Einstiegspreises wert.
„Niemand weiß mehr, woran man sich jetzt halten soll. Air Berlin hat dramatisch an Vertrauen verloren.“ und… „Jetzt wird Air Berlin wohl zum reinen Spekulationsobjekt. Diejenigen, die kurzfristig Gewinn einstreichen wollen, werden die Aktie jetzt weiter runterbüglen, um dann bei der nächsten Kurserholung abzukassieren.“, so zitierte damals der „Spiegel“ einige Analysten, die jedoch unerkannt bleiben wollten.
Lange Zeit sah es so aus, als würden jene „Schwarzseher“ recht behalten. Doch Air Berlin scheint noch einmal das Höhenruder herum gerissen zu haben. Denn seitdem kürzlich bekannt wurde, dass die TUI-Tochter TUIfly an einer strategischen Zusammenarbeit interessiert ist, steigt der Kurs wieder. Ist dies der richtige Zeitpunkt, in die Aktie von Air Berlin einzusteigen? weiterlesen »
Inmitten der Finanzkrise zeigt die Pharma-Industrie überdeutlich, wo das Geld liegt. Für 41,1 Milliarden Dollar übernimmt der große Konzern Merck den eher kleinen Konkurrenten Schering-Plough.
Der Preis soll sowohl bar als auch in Aktien beglichen werden. Keine schlechten Aussichten für Aktionäre von Schering-Plough: Ein Aufschlag von 34 Prozent auf den Schlusskurs vom 06.03.09, 32 Prozent am Unternehmen und eine Steigerung der Aktien am 09.03. um 12 Prozent.
Die Konzerne arbeiten bereits als Merck/Schering-Plough Pharmaceuticals joint venture zusammen, um vor allem die Medikamente Vytorin und Zetia zum Management von Cholesterin herzustellen. Der Leiter von Merck, Richard Clark, soll auch dem neu gebildeten Konzern vorsitzen. Er hofft auf 3,5 Milliarden Doller, die so eingespart werden könnten.
Die großen Betriebe wollen sich mit diesen Fusionen vor allem selbst schützen. Viele Patente angestammter Medikamente sind im Begriff auszulaufen, Generika – nachgemachte Produkte – drohen den Markt zu überfluten und die Riesen zu entthronen.
Die Pharma-Konzerne folgen mit ihren Übernahmen einem Trend: Im Januar kaufte Pfizer, der seit jeher den Markt anführt Wyeth, bekannt für Entwicklungen im biotechnologischen Bereich. Übernahmepreis war 68 Milliarden Dollar.
Auch in Deutschland ist der Ruck spürbar, der durch die Pharma-Industrie geht: Sowohl Bayer als auch Merck selbst gewannen etwa zwei Prozent am Dax.
Am heutigen letzten Handelstag des Jahres 2009 beendet der Deutsche Aktienindex (DAX) das zweitschlechteste Jahr seiner Geschichte. Über das gesamte Jahr hinweg verlor der Leitindex 40,4 Prozent und blieb damit knapp drei Prozent unter dem Wert des Rekordjahres 2002.
Die großen Verlierer des Jahres sind ohnehin die Banken. Die meisten Geldinstitute reagierten einfach zu langsam auf die nahende Krise, die aus den USA herüber schwappte. Zudem die zahlreichen Risikogeschäfte, die so mancher Bank letztendlich das Genick brachen und selbst kleine Staaten wie Island an den Rand des Ruins beförderten. Was bleibt den Geldhäusern für die Zukunft? Definitiv eine Menge Skepsis, denn das Vertrauen der Verbraucher wurde erheblich missbraucht. Viele von ihnen sehen sich um Geld gebracht.
Letztendlich muss es der Wirtschaft und der Politik gelingen die Finanzkrise und ihre Auswirkungen wie drohende Arbeitslosigkeit, Konsumflaute und Firmenpleiten in den Griff zu bekommen. Geht dies schief, sind die Aussichten für die kommenden Jahre alles andere als rosig.
Wenigstens verabschiedete sich der Dax heute mit einem Plus von 2,24 Prozent und 4.810 Zählern aus dem Jahr 2009.
Die Diskussion ist ja nicht neu, aber jetzt wird sie erbitterter geführt als je zuvor. Selbst in den USA streiten sich die Geister über die Gier der Vorstände.
Dass sich die Wirtschaft, insbesondere die Vorstände gegen eine Transparenz ihrer Einkommen wehren, ist ja eigentlich klar. Davon darf man sich aber nicht unterkriegen. Was passiert, wenn diese unkontrolliert sich ihre Gehälter erhöhen ist ja nicht erst seit der Kreditkrise bekannt.
Wie war das mit den Vorständen der Krankenkasse, als wir die Praxisgebühr und die erhöhten Zuzahlung leisteten? Während Ulla Schmidt garantierte, dass die Beiträge sinken, haben sich die Vorstände eben Mal die Bezüge um 30 Prozent erhöht. Hallo?
Die Vorkommnisse des Unternehmens “Die Bahn” sind ja ähnlich. Während die Preise steigen und die Löhne nicht, wer bekommt da den Mehrwert ausgezahlt? Da bedarf es auch keiner komischen Vergleiche, wie sie Ministerpräsident Niedersachsens Christian Wulff angeführt hat.
Wenn selbst schon in den USA, der ständigen Wohnort unkontrollierter Wirtschaft, die Kritik an zu hohen Gehältern anhält, dann sollte sich im “alten Europa” doch mal der Wind drehen. Die Heuschrecken sind schon lange zu gierig und das zerstört nicht nur Arbeitsplätze und verteuert das Leben – nein, es ist auch an der Börse spürbar.
Was passiert denn, wenn die Gewinnerwartung zurück geschraubt wird? Wie viel der Aufwendungen landen in den Portemonnaies der Vorstände.
Ich denke, es wird Zeit, dass auch die Vorstände den Wert des Geldes wieder kennen lernen!