Wer lohnenswerte Fonds erwerben möchte, der stellt sich oft die Frage: Soll ich eher auf Fonds setzen, über deren Zusammensetzung Manager entscheiden, also gemanagte Fonds, oder doch eher auf Indexfonds, also Fonds, die die Entwicklung von Marktindizes widerspiegeln.
Langzeitbeobachtungen haben ergeben, dass gemanagte Fonds oft lohnenswerter sind als Indexfonds. Indexfonds spiegeln einen Marktindex wider, wie beispielsweise den deutschen Aktienindex DAX oder weiterlesen »
Der Apple Rückzug von der Börse Frankfurt erschüttert die Anleger. Da keine Gründe genannt wurden, ist der Raum für Spekulationen weit geöffnet.
Das Apple den Rückzug von der Börse bekannt gibt, hat am Dienstag, den 18.08.2009 die Anleger in Frankfurt schockiert. Der Konzern entzog der Frankfurter Börse die Zulassung zum Handel mit dessen Aktien, ist aber weiterhin an der Technologiebörse Nasdaq in den USA vertreten. Auch wird man die Apple Aktien im unregulierten Freiverkehr erhalten können. Es kann nur darüber spekuliert werden, warum sich Apple aus Frankfurt zurück zieht, denn Gründe wurden von Unternehmensseite nicht bekannt gegeben.

Die Arcandor Aktie ist im Keller. Nachdem man zu keinem Ergebnis zur Fusion von Karstadt und Kaufhof kam, droht nun die Insolvenz für den Mutterkonzern.
Die Verhandlungen zwischen Arcandor und Metro über die mögliche Übernahme von Karstadt waren am Wochenende nicht von Erfolg gekrönt. Die Börse reagierte daraufhin schonungslos: Am 08.06.2009 stürzte der Arcandor Kurs um 32,45 Prozent ein und landete bei 1,27 Euro, am darauffolgenden Dienstag lag die Aktie zeitweilig bei 0,76 Euro.
Am Montag bemühte man sich bei Arcandor noch um Bürgschaften, um das angeschlagene Unternehmen zu retten, doch wurden sowohl diese Idee als auch Staatsbürgschaften von der Regierung abgelehnt. Die Onlineausgabe vom “Spiegel” meldet nun, dass stattdessen ein Insolvenzantrag gestellt werden soll, die Verhandlungen mit Metro werden nun noch intensiver geführt.
Selbst, wenn eine großangelegte Rettungsaktion den angeknacksten Konzern helfen würde droht der Stellenabbau in großem Stil. So werden besonders für die 56.000 Angestellten die Ergebnisse der letzten und der noch kommenden Tage von Belang sein.
Während es noch an der Börse kriselt und man bei Karstadt bangt, muss sich der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick mit weiteren Problemen beschäftigen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen den Vorsitzenden wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Auch gegen dessen Vorgänger Thomas Middelhoff wird ermittelt, allerdings wegen angeblicher Untreue in Bezug auf dessen Immobilienfond-Anteile und hoher Filialmieten.
Noch vor wenigen Monaten befand sich die Aktie von Air Berlin im freien Fall. Zeitweise fiel das Papier um über 13 Prozent und ständige Spekulationen über weitere Verluste führten zu weiteren Herabstufungen der Aktie. Doch seit bekannt wurde, dass die ebenfalls angeschlagene TUI-Tochter TUIfly an deiner Zusammenarbeit interessiert ist, scheint Air Berlin wieder an Höhe zu gewinnen.
Noch 2007 und 2008 musste Air Berlin die Gewinnerwartungen ständig herunter schrauben und die Aktie war nur noch ein Bruchteil des Einstiegspreises wert.
„Niemand weiß mehr, woran man sich jetzt halten soll. Air Berlin hat dramatisch an Vertrauen verloren.“ und… „Jetzt wird Air Berlin wohl zum reinen Spekulationsobjekt. Diejenigen, die kurzfristig Gewinn einstreichen wollen, werden die Aktie jetzt weiter runterbüglen, um dann bei der nächsten Kurserholung abzukassieren.“, so zitierte damals der „Spiegel“ einige Analysten, die jedoch unerkannt bleiben wollten.
Lange Zeit sah es so aus, als würden jene „Schwarzseher“ recht behalten. Doch Air Berlin scheint noch einmal das Höhenruder herum gerissen zu haben. Denn seitdem kürzlich bekannt wurde, dass die TUI-Tochter TUIfly an einer strategischen Zusammenarbeit interessiert ist, steigt der Kurs wieder. Ist dies der richtige Zeitpunkt, in die Aktie von Air Berlin einzusteigen? weiterlesen »
Inmitten der Finanzkrise zeigt die Pharma-Industrie überdeutlich, wo das Geld liegt. Für 41,1 Milliarden Dollar übernimmt der große Konzern Merck den eher kleinen Konkurrenten Schering-Plough.
Der Preis soll sowohl bar als auch in Aktien beglichen werden. Keine schlechten Aussichten für Aktionäre von Schering-Plough: Ein Aufschlag von 34 Prozent auf den Schlusskurs vom 06.03.09, 32 Prozent am Unternehmen und eine Steigerung der Aktien am 09.03. um 12 Prozent.
Die Konzerne arbeiten bereits als Merck/Schering-Plough Pharmaceuticals joint venture zusammen, um vor allem die Medikamente Vytorin und Zetia zum Management von Cholesterin herzustellen. Der Leiter von Merck, Richard Clark, soll auch dem neu gebildeten Konzern vorsitzen. Er hofft auf 3,5 Milliarden Doller, die so eingespart werden könnten.
Die großen Betriebe wollen sich mit diesen Fusionen vor allem selbst schützen. Viele Patente angestammter Medikamente sind im Begriff auszulaufen, Generika - nachgemachte Produkte - drohen den Markt zu überfluten und die Riesen zu entthronen.
Die Pharma-Konzerne folgen mit ihren Übernahmen einem Trend: Im Januar kaufte Pfizer, der seit jeher den Markt anführt Wyeth, bekannt für Entwicklungen im biotechnologischen Bereich. Übernahmepreis war 68 Milliarden Dollar.
Auch in Deutschland ist der Ruck spürbar, der durch die Pharma-Industrie geht: Sowohl Bayer als auch Merck selbst gewannen etwa zwei Prozent am Dax.
Am heutigen letzten Handelstag des Jahres 2009 beendet der Deutsche Aktienindex (DAX) das zweitschlechteste Jahr seiner Geschichte. Über das gesamte Jahr hinweg verlor der Leitindex 40,4 Prozent und blieb damit knapp drei Prozent unter dem Wert des Rekordjahres 2002.
Die großen Verlierer des Jahres sind ohnehin die Banken. Die meisten Geldinstitute reagierten einfach zu langsam auf die nahende Krise, die aus den USA herüber schwappte. Zudem die zahlreichen Risikogeschäfte, die so mancher Bank letztendlich das Genick brachen und selbst kleine Staaten wie Island an den Rand des Ruins beförderten. Was bleibt den Geldhäusern für die Zukunft? Definitiv eine Menge Skepsis, denn das Vertrauen der Verbraucher wurde erheblich missbraucht. Viele von ihnen sehen sich um Geld gebracht.
Letztendlich muss es der Wirtschaft und der Politik gelingen die Finanzkrise und ihre Auswirkungen wie drohende Arbeitslosigkeit, Konsumflaute und Firmenpleiten in den Griff zu bekommen. Geht dies schief, sind die Aussichten für die kommenden Jahre alles andere als rosig.
Wenigstens verabschiedete sich der Dax heute mit einem Plus von 2,24 Prozent und 4.810 Zählern aus dem Jahr 2009.
Die Diskussion ist ja nicht neu, aber jetzt wird sie erbitterter geführt als je zuvor. Selbst in den USA streiten sich die Geister über die Gier der Vorstände.
Dass sich die Wirtschaft, insbesondere die Vorstände gegen eine Transparenz ihrer Einkommen wehren, ist ja eigentlich klar. Davon darf man sich aber nicht unterkriegen. Was passiert, wenn diese unkontrolliert sich ihre Gehälter erhöhen ist ja nicht erst seit der Kreditkrise bekannt.
Wie war das mit den Vorständen der Krankenkasse, als wir die Praxisgebühr und die erhöhten Zuzahlung leisteten? Während Ulla Schmidt garantierte, dass die Beiträge sinken, haben sich die Vorstände eben Mal die Bezüge um 30 Prozent erhöht. Hallo?
Die Vorkommnisse des Unternehmens “Die Bahn” sind ja ähnlich. Während die Preise steigen und die Löhne nicht, wer bekommt da den Mehrwert ausgezahlt? Da bedarf es auch keiner komischen Vergleiche, wie sie Ministerpräsident Niedersachsens Christian Wulff angeführt hat.
Wenn selbst schon in den USA, der ständigen Wohnort unkontrollierter Wirtschaft, die Kritik an zu hohen Gehältern anhält, dann sollte sich im “alten Europa” doch mal der Wind drehen. Die Heuschrecken sind schon lange zu gierig und das zerstört nicht nur Arbeitsplätze und verteuert das Leben - nein, es ist auch an der Börse spürbar.
Was passiert denn, wenn die Gewinnerwartung zurück geschraubt wird? Wie viel der Aufwendungen landen in den Portemonnaies der Vorstände.
Ich denke, es wird Zeit, dass auch die Vorstände den Wert des Geldes wieder kennen lernen!
Die Finanzkrise reißt auch die Automobilbranche immer weiter in die Misere. Die Aktien des Automobilriesen VW stiegen in den letzen Tagen mehrfach an Wert und so mussten gestern ihre Anteile am deutschen Leitindex Dax verringert werden.
Die Anteile der VW-Aktie am Dax betrugen bei Handelsschluss am Abend des gestrigen Dienstag 27 Prozent. Von Zeit zu Zeit war das Unternehmen mit Kursen von mehr als 1.000 Euro, das teuerste Unternehmen in der Welt. Auslöser war wohl die Ankündigung vom Aktien-Anteilhaber Porsche, das seine Anteile an der VW-Aktie im nächsten Jahr trotz Finanzkrise auf 75 % erhöhen will.
Da ein Unternehmen nicht mehr als 10 Prozent am Index des Dax beteiligt sein sollte, wird dieser alle drei Monate angepasst um diese hohen Anteile zu vermeiden.
Bei der Volkswagen-Aktie wurde durch den außergewöhnlich hohen Anstieg nun eine beachtliche Anpassung vorgenommen. Aber nicht nur der Autobauer muss zurückstecken, auch andere Investoren, die ihre Leistungen am Trend des Deutschen Aktien Index messen, sind betroffen.
Die Finanzfrage auf dem deutschen Aktienmarkt dürfte die Händler in diesen schwierigen Zeiten noch eine ganze Weile beschäftigen.
Nach der erschütternden Krise die sich von den USA auf die ganze Welt ausgebreitet hat, hat sowohl die US-Notenbank als auch die Europäische Zentral Bank den Leitzins gesenkt.
Diese Reaktion der Behörden war fast abzusehen. Eines der stärksten Mittel die der Staat hat, die Beeinflussung des Leitzinses, wurde nun zusätzlich eingesetzt um der Krise Herr zu werden.

Wie werden sich die Kurse weiterentwickeln?
Einheitlich wurde der Leitzins fast in allen Banken herabgesetzt. In Europa wurde dieser von 4,25 Prozent auf 3,75 Prozent gesenkt. In den USA fiel der Zinssatz auf 1,5 Prozent.
Das Ziel der Maßnahme der EZB ist, die Konjunktur anzukurbeln. Wenn der Zinssatz sinkt, so die Annahme, steigt die Nachfrage nach Krediten. Mit diesen Krediten werden beispielsweise neue Maschinen oder Fahrzeuge angeschafft und derart soll die Produktion steigen.
Das Problem an solchen Ansätzen ist, dass mit einer Zinssenkung die Inflation steigt. Denn es ist jetzt mehr Geld als entsprechende Waren im Land.
Zunächst reagierte der DAX mit einem Kursanstieg. Aber es wird erwartet, dass der DAX wieder dramatisch fallen wird. Momentan bewegt sich der Deutsche Aktien Index um die Marke 5000 herum. Sollte diese psychologisch wichtige Marke unterlaufen werden, ist ein weiterer Abwärtstrend wahrscheinlich.
Kölner Privatbank beteiligt sich an einer Kapitalerhöhung– der Aktienkurs profitiert davon jedoch nur geringfügig.
(via arcandor.de / ftd.de) Wie Arcandor meldet, hat der Aufsichtsrat eine Aufstockung des Unternehmenskapitals um rund 60 Millionen Euro auf dann 648 Millionen Euro genehmigt. Der Vorstand hatte den Schritt beantragt. Die Erhöhung soll Arcandor in die Lage versetzen, seine Liquidität zu sichern, ohne kurzfristig einer seiner profitablen Unternehmensbeteiligungen – im Gespräch war zuletzt Thomas Cook – zu Geld zu machen. weiterlesen »