Der russische Milliardär Alexej Mordaschow möchte in naher Zukunft erheblich in den Reise-und Schifffahrtskonzern aus Hannover investieren. Erst am Montag hatte der Stahlmagnat, der als neuntreichster Russe geführt wird und die Mehrheitsbeteiligung am größten russischen Stahlkonzern Severstal besitzt, drei Prozent der TUI-Aktien über eine Investitionsgesellschaft erworben.
Eine Aufstockung bis auf 20 Prozent nennt Mordaschow durchaus realistisch, womit er automatisch der größte Einzelaktionär bei TUI wäre. Mordaschow gilt in der Branche als Freund des TUI Vorstandsvorsitzenden, weshalb der Einstieg nicht wirklich überraschend kommt. Die Finanzierung des Gesamtpaketes ist für den Russen überhaupt kein Problem, denn allein sein Stahlkonzern dürfte rund 22 Milliarden schwer sein.
Mit dieser Strategie würde der Investor dem TUI-Vorstandvorsitzenden Michael Frenzel in Karten spielen und seine Position erheblich festigen, denn dieser muss sich seit geraumer Zeit mit den Anfeindungen von Aktionären auseinandersetzen. Prominesten Beispiel ist der US-Investor Guy Wyser-Pratte, der circa einen Prozent der Aktien hält. Dieser möchte eine Absetzung Frenzels und eine Aufspaltung des Unternehmens erreichen. Er kritisiert den TUI-Chef für die schlechte Entwicklung des Aktienkurses in der jüngsten Vergangenheit.
Auch heute nach dem Bekanntwerden gab der Kurs der TUI-Aktie leicht nach, womit die Börse eher den Kurs des US-Investor Guy Wyser-Pratte unterstützt.
„Dem Bahnstreik sei Dank!“ – werden sich die Macher der Sixt AG wohl denken. Ohne den Streik der Lokführergesellschaft hätte der Automieter wohl heute nicht seine angehobene Jahresprognose präsentieren können und die Aussicht auf weitere Streiks wird sich wohl dann auch positiv auf den Börsenkurs des Unternehmens auswirken, denn dieser fiel trotz der positiven Tendenzen auf ein Jahrestief.
Da sich in naher Zukunft auch die französischen Nachbarn einem Streik bei der Bahn gegenübersehen, wird dies die ohnehin schon sehr gute Bilanz im Auslandsgeschäft weiter verbessern.
Das Unternehmen peilt das beste Jahr in seiner Geschichte an, so steigerte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 13 Prozent auf über eine Milliarde Euro. Beim Gewinn wurde eine Steigerung von 14 Prozent erreicht, er kletterte auf 110 Millionen Euro. Wichtige Antriebsfeder war vor allem das Auslandsgeschäft, in Spanien und Frankreich war das Unternehmen gefragter denn je. Leider hat die Summe an positiven Nachrichten keinerlei Einfluss auf den Börsenkurs gehabt, er lag am Ende des Tages sogar zwei Prozent unter dem Wert des Vortages.
In seiner Plakatwerbung hat sich das Unternehmen schon beim Vorsitzenden der Lokführergewerkschaft bedankt. In der Sixt eigenen Manier steht mit einem Schuss Ironie „Dank Manfred Schell! Immer mehr Bahnkunden entdecken die günstigen Preise bei Sixt.“
Schon alleine die Spekulation über den Verkauf der Banktochter heizte deren Aktienkurs erheblich an. Mit einem Plus von 14 Prozent konnte die Postbank-Aktie den gestrigen Börsentag abschließen. Post-Chef Zumwinkel, nach dessen unklaren Äußerungen die Spekulationen erst entstanden sind, dementierte einen Verkauf umgehend.
Dass ein Verkauf der Postbank nicht mehr ausgeschlossen ist, zeigt auch das große Interesse der Deutschen Bank und der Commerzbank. Beide würden mit dem Erwerb der Postbank wieder verstärkt in das Kundengeschäft eingreifen, nachdem sie dieses in den vergangenen Jahren eher stiefmütterlich behandelt haben. Gerade das Kundengeschäft hat sich als besonders stabil erwiesen und bedeutet auch in Zukunft ein großes Gewinnpotenzial. Auch im Ausland gibt es genügend Interessenten, die nur darauf warten, auf dem deutschen Bankenmarkt Fuß fassen zu können. weiterlesen »
Hugo Boss glänzt mit guten Quartalszahlen
Nach den Hiobsbotschaften an den Finanzmärkten, wie der Immobilienkrise, freuen sich die Börsianer jetzt über die Veröffentlichung von guten Quartalsergebnissen.
Positive Erscheinung auf dem Börsenparkett ist Hugo Boss, gelang es der Nobelmarke doch, ihre Gewinnerwartungen noch zu übertreffen und dem Rekordjahr 2006 ein weiteres folgen zu lassen. Währungsbereinigt kann Hugo Boss mit einem Umsatzplus von neun Prozent aufwarten. Damit entsprach der Gesamtumsatz des Unternehmens etwa 1,3 Milliarden Euro.
Der Gewinn stieg auf 212 Millionen Euro, dies entspricht einem Wachstum von 14 Prozent. Für einen Großteil des Wachstums zeigt sich die Sparte Womenwear verantwortlich. Dort wuchsen die Umsätze um 32 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass es Hugo Boss nach kurzer Zeit gelungen ist, auch auf dem umkämpften Markt für Frauenbekleidung Fuß zu fassen. Lange Zeit verband man mit dem Namen Hugo Boss lediglich Männerbekleidung und -parfüm. Während man sich auf dem Parfümmarkt bereits mit markanten Frauendüften etablieren konnte, kann die erfolgreiche Positionierung bei der Frauenbekleidung ebenfalls als Erfolg bezeichnet werden.
Größter Wachstumsmarkt für die Marke Hugo Boss bleibt China. Hier konnte der Umsatz um satte 33 Prozent gesteigert werden. Aber selbst die Zuwächse europaweit mit sechs Prozent und deutschlandweit mit vier Prozent sind beachtliche Erfolge. So ist es nicht verwunderlich, dass der Börsenkurs der Hugo Boss Aktie ein Gewinner des Tages ist.