Der Einkaufsmanagerindex (EMI) wird in Deutschland seit 1996 monatlich herausgegeben. In Anlehnung an den US-amerikanischen Purchasing Managers Index (PMI), der in der heutigen Form bereits seit 1982 existiert, stellt der EMI einen Indikator dar, der die Konjunkturentwicklung in Deutschland nachvollziehbar machen soll.

Vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) beauftragt, signalisiert der EMI Verbesserungen und Verschlechterungen der jeweiligen Geschäftslage, wobei Werte über 50 einen wirtschaftlichen Aufschwung anzeigen, Werte unter 50 eine negative Entwicklung bedeuten. Daher wird ein EMI-Wert von 50 auch als Wachstumsmarke bezeichnet. Der EMI beeinflusst deutlich erkennbar die Entwicklung der Aktienindizes, also mögliche Kursgewinne.
Damit wird der Einkaufsmanagerindex selbst für Privatleute interessant, die sich für die Spekulation an der Börse interessieren oder bereits mit Anleihen und Co handeln.
Um den Einkaufsmanagerindex zu erstellen, werden weiterlesen »
Rosige Zeiten herrschen derzeit für die Chipbranche an der Börse. Während noch vor einem Jahr das Geschäfte mit Prozessoren, Speicherchips & Co als hochriskant galt, hat sich die Lage weitgehend stabilisiert, die Umsatz-Prognosen der grossen Hersteller wie Texas Instruments, Intel, ASML oder Infineon wurden für das laufende und das kommende Quartal deutlich angehoben.
Die Aktien der Chiphersteller stiegen in den vergangenen Monaten beträchtlich, beim Branchenführer Intel um etwa 25 Prozent, beim Konkurrenten Texas Instruments (TI) sogar um 44 Prozent. Anleger, die sich vor einem halben Jahr getraut hatten, Aktien von der deutschen Infineon zu erwerben, was aufgrund einer drohenden Insolvenz als extrem riskant galt, konnten sich sogar über die sagenhafte Steigerung um 700 Prozent freuen.
Gründe für die sich derzeit stabilisierende Chipbranche gibt es einige. So glauben Experten, dass weiterlesen »
Escada muss die Insolvenz beantragen, die Rettung ist gescheitert. Das Haute Couture Label musste Verluste von einem Drittel des Umsatzes in den letzten Jahren verbüßen.
Escada hatte noch auf die Rettung gehofft, nun muss die Insolvenz eingeleitet werden. Ein Umtauschangebot an die Gläubiger war die letzte Hoffnung. Am 11.08.09 war ein Ultimatum ausgelaufen, bei dem die Gläubiger zu 80 Prozent auf ihre Forderungen hätten verzichten müssen, um das Modeunternehmen zu retten.
Zur Zeit ist zu lesen, dass die Post für das kommende Jahr einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro allein in der Briefsparte erwarte. Gleichzeit aber droht vielen Postangestellten langfristig die Kündigung, schon jetzt werden Arbeitszeiten deutlich verkürzt, um Entlassungen zu vermeiden.
Zu dem genannten Milliardengewinn ist zu sagen, dass die Post erwartet, mehr zu erwirtschaften, als zunächst angenommen. Das müsste also doch eigentlich eine gute Botschaft sein. Dennoch wird nun gerade dieser Mehrgewinn nun von den Medien angekreidet. Der Grund: ursächlich für den erwarteten Zusatz in Höhe von Hunderten Millionen sollen die Einsparungsmaßnahmen der Post sein.
Zur Zeit laufende Maßnahmen wie die vorübergehende, stundenweise Stilllegung mehrerer Briefsortierzentren und zwangsweise verordnete Urlaubstage für Briefzusteller aufgrund der Sommerflaute rufen nun den Unmut von weiterlesen »
In der Presse ist ein internes Papier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, aufgetaucht, das Zahlen über das vermeintlich tatsächliche Volumen der kritischen Papiere in den Depots der deutschen Banken enthält. Von 812 Milliarden Euro ist die Rede.
Die Zahlen klingen völlig irreal. Im Vorfeld der Diskussionen über die sogenannten Bad Banks, in denen jene kritischen Papiere ausgelagert werden sollen, war zwar schon von hundertern Milliarden Euro die Rede.
Aber dass der tatsächliche Betrag mit 812 Milliarden Euro beinahe an eine Billion grenzt, also einer Zahl mit zwölf Nullen, haben wohl nur Insider erwartet.
Genau dies scheint sich jedoch jetzt bestätigt zu haben.
Eine vertrauliche Aufstellung der Vermögenswerte deutscher Banken der BiFa hat den Weg zur „Süddeutschen Zeitung“ gefunden.
Und wie die Zeitung berichtete wird das Volumen der von der Finanzkrise betroffenen Anlagen und Kredite auf sage und schreibe 812 Milliarden Euro beziffert. weiterlesen »
Den Banken fehlt das Geld, die Wirtschaft hadert und der Arbeitnehmer bangt. Die große Koalition hat sich nun beim Konjunktpaket II geeinigt und will somit die Situation entlasten.
Die Regierung möchte mit dem neuen Konjunkturpaket durch die Kreditkrise helfen. Großen Firmen sollen wieder Kredite bewilligt werden können, da die Sicherheiten von Vater Staat übernommen werden. CDU und SPD hatten Pläne vorgelegt, die mit einer Menge Geld Investitionen unterstützen und mit Prämien und Steuererleichterungen aufwarten. Nach der Wahl in Hessen möchte die FDP möchte jetzt allerdings das Zünglein an der Waage sein.
Spannend und erschreckend sind die momentan Meldungen aus der Autobranche. Die Ausläufer der Krise kommen langsam in der Gesellschaft an.
Noch vor ein paar Wochen war die Bankenkrise kein Problem des gros der Bevölkerung. Doch das hat sich geändert. Inzwischen sind die Auswirkungen vielerorts spürbar.
Unter anderem eben auch in Automobil-Branche. Die Bankenkrise wurde zur Autokrise. Letzte Woche wurde bekannt, dass General Motors (GM) enorme Probleme hat. Das Problem dabei ist, dass Opel zu GM gehört und letztere stehen gar kurz vor der Insolvenz.
Da kommt natürlich wieder einmal der Schrei nach dem Staat, doch der Finanzminister Peer Steinbrück hat angekündigt, dass es das ja nicht sein kann. Zumal nun die Angst herrscht, dass die Verluste aus der US-Firma GM aus dem deutschen Steuersäckel geholt werden. Opel forderte 200 Milliarden Euro Steuergelder als Hilfe.
Inzwischen sind aber auch die Arbeitsplätze bei Opel in Gefahr, denn GM will Stellen abbauen. Das tun die US-Firmen in Deutschland aber immer als erstes, wenn es sich um eine Krise handelt. Dabei ist das bei Weitem nicht immer die Automobilindustrie.
Das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit über den Verbleib der Steuer-Milliarden hat vielleicht auch dazu geführt, dass man jetzt nicht mehr so schnell mit dem Geld um sich wirft und das als Konjunkturhilfen verkauft.
Die Commerzbank machte den Anfang - weitere wagen sich jetzt aus der Deckung. Das Rettungspaket der Bundesregierung greift.
Als die Commerzbank gestern bekannt gab, dass sie den Finanzfonds der Bundesregierung, anlässlich der Keditkrise, in Anspruch nehmen wollte, wirkte dies wie ein Befreiungsschlag in der Finanzbranche.
Keiner wollte den Anfang machen, denn keiner wollte sich die Blöße geben die Sicherheiten der Regierung zu nutzen. Doch jetzt kommen immer mehr Banken aus der Versenkung und sichern sich ab. Auch wenn sie dauernd betonen, dass es keine akute Finanznot gäbe und sie diesen Schritt nur aus einem Sicherheitsbedürfnis machen, ist doch aber klar, dass es keinen anderen Weg gibt.
Die Commerzbank sichert sich eine stille Einlage im Wert von 8,2 Milliarden Euro.
Wenn sich der Ackermann lauthals darüber mokierte, dass man den Fonds nicht nutzen dürfe, denke ich, wird auch er - wenn auch versteckt - darüber nachdenken. Vielleicht wird er es auch über eine Tochterfirma nutzen, mit der er nicht direkt im Zusammenhang kommt.
Allerdings muss man sich doch auch nun die Frage stellen: Was sind die Konsequenzen, wenn man der Banken wegen den Finanzhaushalt nicht ausgleichen kann. Und warum zahlen wir Rekord-Steuern, wenn das alles für die Bankenbranche genutzt wird?
Die Forderungen der Bundesregierung sind meines Erachtens sogar zu gering. Wichtig wäre doch auch, dass ein Großteil der Finanzen an den Staat zurück geht. Sollte der Staat im freien Markt nicht agieren, wie ein privater Anleger mit so viel Geld?
Die existentiellen Krisen von Lehmann Bros. und der AIG in den USA haben dem DAX am Montag ein Zweijahrestief beschert. Doch ist wirklich der gesamte Aktienmarkt auf Talfahrt?
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Die Börsenkrise in den USA hat jetzt wie befürchtet auch Auswirkungen auf den deutschen Markt. Der DAX schloss gestern mit deutlichem Minus und fiel um 2,74 Prozent auf 6064,16 Punkte. Obwohl im Vorfeld die Banken beschwichtigt hatten, ihrer Stabilität könne die amerikanische Krise nichts anhaben, werden die Anleger natürlich unruhig.
Das von Börsenchef Alan Greenspan als Jahrhundertereignis bezeichnete Börsentief wird also möglicherweise auch an Stellen seine Auswirkungen haben, die man nicht sofort mit der Börse verbindet. Z.B. werden die Stellenangebote in Köln noch magerer werden, wenn die ohnehin schon im Fallen begriffene Commerzbank durch dieses globale Problem einen weiteren Schlag versetzt bekommt und noch mehr Arbeiter als geplant entlassen muss.
Wer bei seiner Steuerberatung die Option “Aktienanlage” durchgeht, muss also in nächster Zeit aufpassen. Auch wenn in deutschen Landen alles etwas gemächlicher vorgeht, der Kursfall dürfte das erste Anzeichen eines Börsenproblems sein. Commerzbank-Aktien würde ich erstmal keine kaufen…