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Archiv: Konjunktur

Rettungspaket für Commerzbank

Autor: Marcel
abgelegt in: Konjunktur

Die Commerzbank machte den Anfang - weitere wagen sich jetzt aus der Deckung. Das Rettungspaket der Bundesregierung greift.

Als die Commerzbank gestern bekannt gab, dass sie den Finanzfonds der Bundesregierung, anlässlich der Keditkrise, in Anspruch nehmen wollte, wirkte dies wie ein Befreiungsschlag in der Finanzbranche.

Commerzbank © Flickr /chaoukiKeiner wollte den Anfang machen, denn keiner wollte sich die Blöße geben die Sicherheiten der Regierung zu nutzen. Doch jetzt kommen immer mehr Banken aus der Versenkung und sichern sich ab. Auch wenn sie dauernd betonen, dass es keine akute Finanznot gäbe und sie diesen Schritt nur aus einem Sicherheitsbedürfnis machen, ist doch aber klar, dass es keinen anderen Weg gibt.

Die Commerzbank sichert sich eine stille Einlage im Wert von 8,2 Milliarden Euro.

Wenn sich der Ackermann lauthals darüber mokierte, dass man den Fonds nicht nutzen dürfe, denke ich, wird auch er - wenn auch versteckt - darüber nachdenken. Vielleicht wird er es auch über eine Tochterfirma nutzen, mit der er nicht direkt im Zusammenhang kommt.

Allerdings muss man sich doch auch nun die Frage stellen: Was sind die Konsequenzen, wenn man der Banken wegen den Finanzhaushalt nicht ausgleichen kann. Und warum zahlen wir Rekord-Steuern, wenn das alles für die Bankenbranche genutzt wird?

Die Forderungen der Bundesregierung sind meines Erachtens sogar zu gering. Wichtig wäre doch auch, dass ein Großteil der Finanzen an den Staat zurück geht. Sollte der Staat im freien Markt nicht agieren, wie ein privater Anleger mit so viel Geld?


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Wer sind die Verlierer?

Autor: Felix
abgelegt in: DAX, Konjunktur

Der tecDAX in den vergangenen fünf Tagen.Die existentiellen Krisen von Lehmann Bros. und der AIG in den USA haben dem DAX am Montag ein Zweijahrestief beschert. Doch ist wirklich der gesamte Aktienmarkt auf Talfahrt?

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Die Börsenkrise in den USA hat jetzt wie befürchtet auch Auswirkungen auf den deutschen Markt. Der DAX schloss gestern mit deutlichem Minus und fiel um 2,74 Prozent auf 6064,16 Punkte. Obwohl im Vorfeld die Banken beschwichtigt hatten, ihrer Stabilität könne die amerikanische Krise nichts anhaben, werden die Anleger natürlich unruhig.

Das von Börsenchef Alan Greenspan als Jahrhundertereignis bezeichnete Börsentief wird also möglicherweise auch an Stellen seine Auswirkungen haben, die man nicht sofort mit der Börse verbindet. Z.B. werden die Stellenangebote in Köln noch magerer werden, wenn die ohnehin schon im Fallen begriffene Commerzbank durch dieses globale Problem einen weiteren Schlag versetzt bekommt und noch mehr Arbeiter als geplant entlassen muss.

Wer bei seiner Steuerberatung die Option “Aktienanlage” durchgeht, muss also in nächster Zeit aufpassen. Auch wenn in deutschen Landen alles etwas gemächlicher vorgeht, der Kursfall dürfte das erste Anzeichen eines Börsenproblems sein. Commerzbank-Aktien würde ich erstmal keine kaufen…


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In den USA ist börsentechnisch die Hölle los. Schaut man über den großen Teich, überschlagen sich die Blogs und News-Konzerne darin, passende Titel für den größten Börsencrash seit längerer Zeit zu finden. “Crisis on Wall Street” - da scheint wirklich einiges im Argen zu liegen.

Was ist passiert? Nachdem deutlich geworden war, dass einer der größten Investmentbanker - Lehman Brothers - es alleine nicht mehr schaffen würde, begann ein hektisches Suchen nach Finanzpartnern. Der Rivale Merril Lynch verkaufte sich samt und sonders an die American Bank und schaffte es so, im einsetzenden Chaos einen stabilen Kurs zu behalten.

Lehman Brothers versuchte über das Wochenende, einen ähnlichen Deal an Land zu ziehen, dies jedoch vergebens. Somit ließ sich die Pleite nicht mehr aufhalten. Im Sog dieser Krise wird sich in den nächsten Tagen sicherlich auch auf den außeramerikanischen Märkten einiges bewegen.


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In den US Wahlen ist schon vor Beginn der Präsidentschaftswahl eine Menge Stroh verbrannt worden. Barack Obama hat einen beispiellosen Image-Wandel durchgemacht - vom politischen Underdog zum Sieger im Vorwahlkampf. Das liegt unter anderem an seiner Konzentration auf die ökonomischen Probleme der USA.

Barack Obama Portrait © wikipediaBörse und wirtschaftliche Lage sind keine Themen mehr, mit denen in Amerika irgendeine Partei punkten kann.

Hier liegt - zumindest der Stimmung im Land nach - einiges im Argen und Obama zieht seinen Reiz für die Wähler momentan auch daraus, dass er im Gegensatz zu John McCain offen die wirtschaftlichen Probleme des Landes anspricht. Die Wirtschaftslage - dieses Wahlkampfthema ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Es ist aber interessant zu beobachten, wie sich der US-Wahlkampf schrittweise von der Fokussierung auf die Persönlichkeit der Kandidaten hin zu den “großen” Themen verschiebt. Sollte sich das fortsetzen, wird Obama meiner Meinung nach gewinnen, da er auf diesem Gebiet die besseren Leute und auch persönlich mehr Kompetenzen als sein Gegner besitzt.


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Steigt der Leitzins in Europa?

Autor: Marcel
abgelegt in: Konjunktur

Börse © Flickr /Matt SeppingsDie Hoffnung ist noch da, aber die Aussichten werden schlechter. Momentan kaufen die Anleger noch, da der Leitzins der Europäischen Zentral Bank (EZB) seit Langem unverändert ist.
Heute, um 10 Uhr, veröffentliche die EZB die Konjunktur - Daten, was dazu führte, dass der DAX um 20 Punkte fiel. Auch wenn er sich danach wieder erhöhte, bleibt ein fader Beigeschmack. Dieser wird noch durch den Ifo-Geschäftsklimaindex verstärkt. Die Analysten erwarteten ein maximales Absinken des Ifo auf 97,1 Punkten. Doch tatsächlich senkte er sich im Juli auf 94,8 Punkte. weiterlesen »


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Abwärtstrend erfasst Westeuropa und die USA

Deutschland ist in 2008 von einer Minirezession erfasst worden. im abgelaufenen Quartal ging die gesamtwirtschaftliche Tätigkeit um ein halbes Prozent gegenüber Q1 zurück.Das ist zum letzten Mal im Krisenjahr 2004 passiert. dax, august 15 weiterlesen »


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deutsche aussteller auf einer chinesischen Industriemesse.Der Umsatz nach Bestellungen knickt nach Auskunft des Bundeswirtschaftsministers Michael Glos im Juni um 2,9 Prozent ein. Seit einem Jahr gab es innerhalb eines Monats keinen so starken Rückgang bei den Bestellungen. Dabei war man noch im Mai für den Folgemonat von einem Auftragsplus von 0,4 Prozent ausgegangen (boerse.ard). weiterlesen »


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Grund vor allem schlechtere Kapitalanlageergebnisse wegen sinkende Aktienkurse

Mehr als sieben Prozent verlor die Aktie der Münchener Rück am Freitag. Der Absturz kam, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert hatte. Wegen schlechten Anlageergebnissen wird nun statt der bisher anvisierten und 3 Milliarden Euro nur noch ein Gewinn von um die 2 Mrd. angepeilt. Die bisherige Prognose war übrigens keineswegs aus der Luft gegriffen; noch in 2007 hatte die Rück ein Plus von fast 4 Mrd. Euro erwirtschaftet. Den Grund für die verschlechterte Prognose sieht das Unternehmen nicht bei einer schlechten Strategie, sondern gibt dem allgemeinen schlechten Trend an den Anlagemärkten die Schuld. Dementsprechend erwartet man auch keine zwangsläufige Erholung im dritten Quartal, sondern macht das Geschäftsergebnis im Vornherein von der weiteren Entwicklung der Finanzmarktkrise abhängig. Tageskurs der Rück: Deutlich ist der Absturz nach Bekanntgabe der Gewinnwarnung zu erkennen.

Das die Verschlechterung des Unternehmensergebnis sich insgesamt noch im Rahmen hielt, lässt sich unter anderem darauf zurückführen, das die Rück nur etwa sieben Prozent ihres stattlichen Anlagevolumens von 166 Mrd. Euro in den vom credit crunch besonders betroffenen Aktien angelegt hat. Ein größerer Teil festverzinslich veranlagt, um die Zahlungsfähigkeit der Versicherung sicherzustellen.

Dass die Münchener ihr schlechtes Ergebnis auf die Finanzmärkte schieben, kann man ihr auch mit Hinweis auf das ebenfalls schlechte Ergebnis der Hannover Rück nachsehen. Der Konkurrent verlor mit 7,2 Prozent heute fast genauso stark an Wert.


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Erhöhung auf 4,25 Prozent

Die Maßnahme ist heute nach einer Sitzung des Zentralbankrates in der Zentrale in Frankfurt öffentlich gemacht worden. Die Anpassung entspricht einer Veränderung von nur einem Viertel Prozent.  Die Maßnahme ist als Reaktion auf die im Euroraum zuletzt stark angestiegene Inflation zu sehen.  Die EZB hat sich explizit das Ziel gesetzt, die Teuerungsrate bei maximal zwei Prozent zu halten. Zuletzt war aber ein Wert von vier Prozent erreicht worden (spiegel.de). EZB Logo (flickr.com)

Die bereits im Vorfeld und vom Direkt Jean-Claude Trichet auch schon angekündigte Maßnahme stößt vielerorts auf Kritik. Denn neben der Inflation ist eine prekäre Konjunkturlage eine ebenso großes Problem, um das sich die EZB kümmern muss. Anfang dieser Woche hatte Norbert Walter, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank,  erst das Ende der wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland angekündigt. Die nun beschlossene Zinserhöhung ist natürlich dazu geeignet, diesen Prozess zu verstärken.

Natürlich müssen aber auch Kritiker einräumen, dass die hohe Inflationsrate nicht nur die finanzielle Situation der Privathaushalte verschlechtert, sondern auch  die Binnennachfrage senkt und den europäischen Volkswirtschaften damit ebenfalls schadet. Tatsächlich droht in Europa Stagflation, also eine Mischung aus Inflation und wirtschaftlicher Stagnation. Wenn dieses Szenario Wirklichkeit wird, kann eine Notenbank mit der klassischen Methode der Zinsanpassung auch nicht mehr helfen.

Um halb drei will Trichet die genauen Beweggründe für den Schritt auf einer Pressekonferenz erläutern.


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