Escada muss die Insolvenz beantragen, die Rettung ist gescheitert. Das Haute Couture Label musste Verluste von einem Drittel des Umsatzes in den letzten Jahren verbüßen.
Escada hatte noch auf die Rettung gehofft, nun muss die Insolvenz eingeleitet werden. Ein Umtauschangebot an die Gläubiger war die letzte Hoffnung. Am 11.08.09 war ein Ultimatum ausgelaufen, bei dem die Gläubiger zu 80 Prozent auf ihre Forderungen hätten verzichten müssen, um das Modeunternehmen zu retten.
Zur Zeit ist zu lesen, dass die Post für das kommende Jahr einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro allein in der Briefsparte erwarte. Gleichzeit aber droht vielen Postangestellten langfristig die Kündigung, schon jetzt werden Arbeitszeiten deutlich verkürzt, um Entlassungen zu vermeiden.
Zu dem genannten Milliardengewinn ist zu sagen, dass die Post erwartet, mehr zu erwirtschaften, als zunächst angenommen. Das müsste also doch eigentlich eine gute Botschaft sein. Dennoch wird nun gerade dieser Mehrgewinn nun von den Medien angekreidet. Der Grund: ursächlich für den erwarteten Zusatz in Höhe von Hunderten Millionen sollen die Einsparungsmaßnahmen der Post sein.
Zur Zeit laufende Maßnahmen wie die vorübergehende, stundenweise Stilllegung mehrerer Briefsortierzentren und zwangsweise verordnete Urlaubstage für Briefzusteller aufgrund der Sommerflaute rufen nun den Unmut von weiterlesen »
Die Arcandor Aktie ist im Keller. Nachdem man zu keinem Ergebnis zur Fusion von Karstadt und Kaufhof kam, droht nun die Insolvenz für den Mutterkonzern.
Die Verhandlungen zwischen Arcandor und Metro über die mögliche Übernahme von Karstadt waren am Wochenende nicht von Erfolg gekrönt. Die Börse reagierte daraufhin schonungslos: Am 08.06.2009 stürzte der Arcandor Kurs um 32,45 Prozent ein und landete bei 1,27 Euro, am darauffolgenden Dienstag lag die Aktie zeitweilig bei 0,76 Euro.
Am Montag bemühte man sich bei Arcandor noch um Bürgschaften, um das angeschlagene Unternehmen zu retten, doch wurden sowohl diese Idee als auch Staatsbürgschaften von der Regierung abgelehnt. Die Onlineausgabe vom “Spiegel” meldet nun, dass stattdessen ein Insolvenzantrag gestellt werden soll, die Verhandlungen mit Metro werden nun noch intensiver geführt.
Selbst, wenn eine großangelegte Rettungsaktion den angeknacksten Konzern helfen würde droht der Stellenabbau in großem Stil. So werden besonders für die 56.000 Angestellten die Ergebnisse der letzten und der noch kommenden Tage von Belang sein.
Während es noch an der Börse kriselt und man bei Karstadt bangt, muss sich der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick mit weiteren Problemen beschäftigen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen den Vorsitzenden wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Auch gegen dessen Vorgänger Thomas Middelhoff wird ermittelt, allerdings wegen angeblicher Untreue in Bezug auf dessen Immobilienfond-Anteile und hoher Filialmieten.
Premiere hat sein online-Sportportal Spox.com verkauft und die Holding CRESCES stieg in das Geschäft ein. Bisher ist das Unternehmen nicht sehr bekannt, verspricht aber einiges.
Eine weitere Tochter ist allerdings das Gesundheitsportal TOXAVIS, das durch eine Partnerschaft mit dem Biopharma Unternehmen CYTAVIS zustande kam, das nach Mitteln zur Heilung von Krebs forscht.
Die Sportlergemeinde, die spox.com hauptsächlich frequentierte, fragt sich was Sport mit Biopharma zu tun hat. Viel erfährt man von dem Unternehmen zwar nicht, aber CRESCES heißt „du wirst wachsen“. Das wird vor allem die Anleger freuen, falls dies mit spox.com tatsächlich geschieht. Eine breite Segmentierung scheint hierbei von Vorteil.
Der Fokus des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben auf der Webseite in „Life Science, Energy und Engineering“, ein Fortschrittsunternehmen wie es scheint. Dabei überprüft das Unternehmen als Mutterkonzern alle geschäftlichen Kontrakte und Verpflichtungen, sowie Leistungen der Töchter.
PREMIERE hielt seit 2007, 44 Prozent der Anteile für spox.com, die nun auf CRESCES übergegangen sind wie es scheint. In der Pressemitteilung des Senders heißt es, dass PREMIERE versuche, seine Internetauftritte zu bündeln, kündigte aber gleichzeitig eine weitere Repräsentanz ab dem Sommer an. Die restlichen Anteile gehören zu der Media Ventures GmbH, einer Firma aus Köln, die auch schon an den Internetbörsen neu.de oder partner.de beteiligt waren.
Spox.com ist ein recht erfolgreiches Internet-Sportportal, das neben den interessanten Beiträgen auch noch viele Foren beinhaltet. Nach dem Wegbruch der PREMIERE-Beteiligung fürchtete man um den Erhalt der Firma, mit immerhin 37 Mitarbeitern.
Weitere Informationen über die CRESCES Holding gibts hier: Cresces Holding
Der Konzern Arcandor ist von der Krise nicht verschont geblieben. Der Konkurrent Metro schlug nun vor, die Kaufhäuser der Karstadt-Kette Arcandor abzunehmen.
121 Kaufhäuser von Karstadt stehen zur Diskussion. Die Metro AG hat vor, sie mit ihren Galeria Kaufhof Häusern zusammen in eine Kette zu verwandeln. Daraus ergäben sich 247 Kaufhäuser, die in einer neugegründeten Deutschen Warenhaus AG ihren neuen Platz fänden, würden die Unternehmen sich miteinander verbinden.
Der Unternehmensleiter der Metro AG Dr. Eckhard Cordes will sich mit dem Arcandor-Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick treffen, um die Möglichkeiten abzuwiegen. Die Übernahme von Karstadt wäre vermutlich mit Stellenabbau und der Schließungen einiger Standorte verbunden. Der Konzern wäre aber vermutlich dadurch nicht auf Gelder vom Staat angewiesen, um aus der wirtschaftlichen Misere zu kommen.
Rheinmetall, der Rüstungsriese. Gegründet wurde es am 13. April von Heinrich Erhardt. Allerdings nicht alleine, sondern mithilfe von Berliner, Frankfurter (a.M.) und Düsseldorfer Banken.
Anfangs hieß das Unternehmen noch “Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik Aktiengesellschaft” und die Gründung des Unternehmens fand aufgrund eines großen Munitionsherstellungsauftrages des Kriegsministeriums statt.
Ein Bergwerks - und Hüttenverein bot ihm das an, und Heinrich Erhardt sagte ja. Allerdings nicht, ohne da für Provisionen zu beziehen.
Der Grundstein für das bis heute sehr erfolgreiche Unternehmen war demnach gelegt und im Dezember des Jahres 1889 wurde mit der Produktion begonnen.
Heute ist der Konzern Rheinmetall AG für die Belieferung der Automobilindustrie und der Wehrtechnik zuständig und ist ein substanzstarkes Unternehmen geworden, welches International Gewinne einfährt. weiterlesen »
Inmitten der Finanzkrise zeigt die Pharma-Industrie überdeutlich, wo das Geld liegt. Für 41,1 Milliarden Dollar übernimmt der große Konzern Merck den eher kleinen Konkurrenten Schering-Plough.
Der Preis soll sowohl bar als auch in Aktien beglichen werden. Keine schlechten Aussichten für Aktionäre von Schering-Plough: Ein Aufschlag von 34 Prozent auf den Schlusskurs vom 06.03.09, 32 Prozent am Unternehmen und eine Steigerung der Aktien am 09.03. um 12 Prozent.
Die Konzerne arbeiten bereits als Merck/Schering-Plough Pharmaceuticals joint venture zusammen, um vor allem die Medikamente Vytorin und Zetia zum Management von Cholesterin herzustellen. Der Leiter von Merck, Richard Clark, soll auch dem neu gebildeten Konzern vorsitzen. Er hofft auf 3,5 Milliarden Doller, die so eingespart werden könnten.
Die großen Betriebe wollen sich mit diesen Fusionen vor allem selbst schützen. Viele Patente angestammter Medikamente sind im Begriff auszulaufen, Generika - nachgemachte Produkte - drohen den Markt zu überfluten und die Riesen zu entthronen.
Die Pharma-Konzerne folgen mit ihren Übernahmen einem Trend: Im Januar kaufte Pfizer, der seit jeher den Markt anführt Wyeth, bekannt für Entwicklungen im biotechnologischen Bereich. Übernahmepreis war 68 Milliarden Dollar.
Auch in Deutschland ist der Ruck spürbar, der durch die Pharma-Industrie geht: Sowohl Bayer als auch Merck selbst gewannen etwa zwei Prozent am Dax.
Solarworld hat angekündigt Opel kaufen zu wollen. Eine PR-Gag? Oder gibt es künftig solar angetriebene Fahrzeuge von Opel?
Als Solarworld angekündigt hatte, Opel zu kaufen und daraus einen Hersteller von Solarbetriebenen Autos zu machen, dachte ich zunächst an einen PR-Gag. Allerdings ist die Aktie im Anschluss direkt eingebrochen - und zwar um ganze 18 Prozent. Das war wohl nicht beabsichtigt.
Nun ist aber ein häufig genutzt worden dieser Tage zu dem Projekt: “Schlechter Scherz“. Aber die meisten bahnbrechenden Innovationen wurden anfangs nur belächelt. Opel retten wird das vermutlich zwar nicht, aber sollte Opel zusammenbrechen und Konkurs anmelden, dann wäre das ein schönes Projekt für die Ruine Opel.
Dem Bonner Unternehmen Solarworld ging es vor der Kreditkrise schon gut und das wird es auch weiterhin. Viele - auch prominente Akteure - kaufen Aktien dieser und anderer Firmen aus der Branche. Die Erkenntnis der Zukunftsfähigkeit solcher Energiefirmen ist schon lange kein Insider-Tipp mehr.
Doch noch gehört Opel zu General Motors und dieser musste gerade erst erfahren, dass man in den USA doch nicht so schnell zu den Steuergeldern aus dem Rettungspaket kommt. Jetzt müssen sie erst Mal einen Plan vorlegen, was sie mit dem Geld tun würden.
Solarworld bot also 250 Millionen Euro und spekuliert auf Bundesbürgschaften in Höhe von 750 Millionen Euro. Aber für eine Milliarde, wird sich General Motors wohl nicht auf den Deal einlassen.
Die Krise der Autohersteller begann schon lange vor der eigentlichen Finanzkrise. Insbesondere in Amerika sind die Verantwortlichen erst seit kurzer Zeit auf die Idee gekommen, dass der steigende Ölpreis für die hohen Benzinpreise verantwortlich ist. Dementsprechend begann die Umstellung auf spritsparende Fahrzeuge viel zu spät, was man heute noch auf den Straßen beobachten kann. Über Jahre hinweg hat man es versäumt, sich strategisch neu zu orientieren.
Das Eldorado der Fahrzeugbranche scheint in sich zusammen zu brechen, selbst die beliebten Automarken aus Deutschland müssen empfindliche Umsatzeinbrüche hinnehmen. Die jetzige weltweite Finanzkrise erschwert die Lage zusätzlich, denn wer ein Auto besitzt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nun ein wenig länger fahren.
Kölner Privatbank beteiligt sich an einer Kapitalerhöhung– der Aktienkurs profitiert davon jedoch nur geringfügig.
(via arcandor.de / ftd.de) Wie Arcandor meldet, hat der Aufsichtsrat eine Aufstockung des Unternehmenskapitals um rund 60 Millionen Euro auf dann 648 Millionen Euro genehmigt. Der Vorstand hatte den Schritt beantragt. Die Erhöhung soll Arcandor in die Lage versetzen, seine Liquidität zu sichern, ohne kurzfristig einer seiner profitablen Unternehmensbeteiligungen – im Gespräch war zuletzt Thomas Cook – zu Geld zu machen. weiterlesen »