Börseninformationen

Alles zu Aktienmarkt, Aktienkurse & Aktienbroker
 


In Zeiten starker Kursschwankungen kommen Anlagemodelle mit Verlustabsicherung verstärkt in Mode. Aber bieten sie auch ausreichende Profitchancen?

Bis 2005 war nach dem Handelsblatt noch fast jeder zweite in Zertifikate investierte Euro in Deutschland bei Anbieter von Garantieprodukten untergebracht. Dieses Anlagemodell basiert auf der Vereinbarung, dass das eingesetzte Kapital am Stichdatum wieder zurückgezahlt wird. Der Nachteil ist, wie bei allen Anlagen mit geringem oder gar keinem Risiko, eine geringe Gewinnerwartung. Manche Anbieter setzen sogar feste Obergrenzen für die Weitergabe etwaiger Spekulationsgewinne an die Kunden. Neben der Vollgarantie, bei der die vollständige Rückzahlung des eingesetzten Kapitals versichert wird, kann auch beispielsweise 80 Prozent seines Einsatzes auf diese Weise sichern.

Wie aber sichern sich die Banken gegen Verluste ab? Sie tun dies, indem sie das Risiko einfach weiterreichen: Nur ein Teil des Kapitals wird zur eigentlichen Spekulation eingesetzt. Der andere Teil, und das ist oft der größere, wird in festverzinslichen Anleihen als so genannte Nullkupon-Anleihe angelegt. Der hierbei entstehende Gewinn gibt die Höhe des Betrages vor, die zur eigentlichen Spekulation eingesetzt werden kann. Die Gewinnspanne bei Anlagen mit Garantie wird dadurch natürlich enorm eingeschränkt und ist mit den Gewinnmöglichkeiten bei echten Spekulationen nicht zu vergleichen.
Streng genommen handelt es sich bei diesen Garantieprodukten um zwei getrennte Anlagen. Man könnte seine Anlagestrategie also auch ohne in Inanspruchnahme eines Garantiezertifikates so kalkulieren, dass der mögliche Verlust von Aktiengeschäften durch den fest kalkulierbaren Gewinn aus festverzinslichen Wertpapieren zumindest aufgewogen werden muss; dabei spart man dann möglicherweise noch das Geld, welches die Anbieter von Garantieprodukten für ihre Leistungen erheben.


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Index verliert in den letzten zwei Tagen fast das gesamte Wochenplus

Der Kursverlauf des DAX in der letzten WocheSeitdem Mitte Januar der Absturz des Aktienindexes unter die 6.500er Marke abgefangen wurde, pendelt der Dax knapp unter 7.050 Zählern. Auch heute ergab sich ein deutlicher Verlust von 1,87 Prozent, der den Höhenflug vom Wochenanfang – der Dax kletterte von Montag bis Mittwoch auf über 7.050 Zähler, fast vollständig wieder zunichte machte.

Was sind die weiteren Aussichten? Ein gewisser Unsicherheitsfaktor, der aber auch einiges positive Potential birgt, sind die in den nächsten Wochen und Monaten bevorstehenden Geschäftsberichte der großen DAX-Unternehmen. So wie heute könnte jedoch auch in der nächsten Zeit die Situation der US-amerikanischen Wirtschaft den Kursverlauf des deutschen Aktienmarktes bestimmen. Und hier kann es noch schlimmer kommen: Am Freitag reihte sich der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan in die Reihe der Analysten ein, die die USA am Rande einer Rezession sehen. Auch die Währungsentwicklung zeigt wieder einmal, woher die Schwäche am Aktienmarkt rührt: Der Euro legte gegenüber dem Dollar um weitere 0,3 Prozentpunkte zu und steht nun bei 1,468 $.
Nach einer Umfrage des Handelsblattes werden Spekulationen auf den Kurs des DAX meist auf 6.400 bis 7.400 Zählern abgeschlossen. Bei diesen Spekulationen handelt es sich um so genannte Tunneloptionen. Der Anleger erhält den maximalen Profit für sein Investment, wenn der Index sich nach dem vereinbarten Stichdatum innerhalb einer bestimmten Kursmarge befindet. Zwar ist der genannte Korridor recht groß. Jedoch stand der Dax noch Ende Dezember bei über 8.000 Zählern. Eine Erholung von dem darauf folgenden Absturz wird für die folgenden Monate also nicht erwartet.

Ein Interview auf CNN mit Currency Strategist Zeb Bham über die Perspektiven der Weltwirtschaft angesichts der Ängste vor einer Rezession in den USA.


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Offensichtlich keine Gewinneinbrüche durch die Kreditkrise
(via ftd.de) Die Deka ist ein zu den deutschen Sparkassen gehörendes Investmentinstitut. Das in eine Vielzahl von GmbHs und AGs gegliederte Unternehmen organisiert seit 2006 sowohl die Hypothekenvergabe als auch das Fondsmanagement unter einem Dach. In dem Jahr hatte das Immobiliengeschäft noch einen stattlichen Verlust von 150 Millionen Euro eingefahren. Nun soll es ungeachtet der schlechten Marktlage in 2009 sogar 80 Millionen Euro zum Unternehmensgewinn beitragen, wie das Unternehmen erwartet.
Nach Firmenaussagen hat DEKA kaum in Subprime-Kredite investiert und daher auch keinen großen Schaden durch die Kreditkrise erlitten. Da vielmehr viele Konkurrenten auf dem Markt in der Folge erheblich geschwächt und verunsichert worden seien, habe die DEKA es nun eher leichter, sagt Immo-Chef Matthias Danne der Fincancial Times Deutschland. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Durch den Wertverfall von Immobilien und Krediten darauf hatte die Fondssparte immerhin 100 Millionen Euro verloren, wie die Bank im letzten November selbst einräumen musste. Andererseits konnte das Bilanz offensichtlich nicht allzu stark trüben, denn auch für 2007 erwartet DEKA schwarze Zahlen im Immobilienbereich.
Das Deka-Gebäude steht in “Mainhattan © flickr / dcdead” gleich neben den Türmen der Deutschen BankIm Moment sieht es aber an der Börse für die Deka nicht so rosig aus. DEKA Immobilien Europa etwa hatte sich bis zum Ende des letzten Jahres noch in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend befunden. Anfang Januar rutschte die Aktie aber von 48,30 Euro auf 46,41 Euro ab. Nach einer Erholungsphase ist auch jetzt das Vorjahresniveau noch nicht wieder erreicht. Da sich der derzeitige Aufwärtstrend der letzten Wochen aber als ähnlich robust wie die Entwicklung im letzten Jahr erweisen könnte, dürfte die Aktie wohl auf Grund ihrer derzeitigen schlechten Bewertung ein guter Tipp sein.


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Portfolio-Management ist ein wachsendes Segment in der Unternehmenspolitik. Richtig angewendetes Portfolio-Management ist für eine Firma lukrativ und hilfreich. Leider existieren in dieser Richtung momentan nur sehr wenige Weiterbildungsangebote und Experten auf diesem Gebiet, weshalb Unternehmen nicht alle offenen Stellen besetzen können.

Die Dienstleistung des Portfolio-Managements ist für Unternehmen ratsam, um ihre Ressourcen auf wichtige Projekte zu bündeln. Von einem Finanzportfolio spricht man, wenn für ein Unternehmen ein Investitionspaket zusammengestellt wird. Der Portfolio-Manager hat verschiedene Aufgaben, wie das Beobachten sowie Analysieren von Entwicklungen und Veränderungen. Auf diese Weise kann sich strategisch Portfolio-Management mit langfristigen Planungen unmittelbar an die Unternehmenspolitik anpassen.

Direkt eine Ausbildung zum Portfolio-Manager gibt es bisher noch nicht, weshalb eine Einordnung des Studiums innerhalb des Hochschulrankings äußerst schwer fällt, denn meisten ist Portfolio-Management Teil des Strategischen Marketings. Durch gezielte Weiterbildung sind Experten schon nach gut einem Jahr in der Lage, selbst eigenständige Beratungen durchzuführen. Mit Jahresgehältern zwischen 70.000 und 80.000 Euro ist der Job inzwischen auch für „Umschüler“ immer attraktiver.

Besonders elementar für Portfolio-Manager sind Branchenkenntnisse, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass einzelne Manager vorher Chemie- oder Physikspezialisten waren. Aber ihre Kenntnisse über Kunden, Produkte und Regionen können sie ideal in das neue Jobumfeld einbringen.


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Mittlerweile ist es Konsens unter Analysten und Volkswirten im Allgemeinen, dass eine Rezession in den USA wahrscheinlicher ist als eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Da nimmt es auch nicht wunder, dass der Euro gegenüber dem Dollar in den letzten Tagen (nach einer kurzzeitigen Trendumkehr im Januar) an der Börse weiter gewonnen hat. Wie sieht jedoch der Vergleich zu anderen Währungen aus? Die ost- und südostasiatischen Volkswirtschaften sind von der Kreditkrise nicht stärker betroffen gewesen als Europa, eine Rezession steht dort ebenfalls nicht ins Haus. Im Vergleich zu diesen Währungen ist der Euro momentan sogar stark überbewertet, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt. Wer in Währungen investieren will, denn sollte die Dollarschwäche also wohl nicht zur Anhäufung von Euro-Reserven verleiten.
Im Abwind? Kursverlauf des Euro gegenüber dem Yen Euro sei 1999Ein Blick auf die Kurse der wichtigsten asiatischen Währung, des japanischen Yen, zeigt aber, dass dieser Trend längst eingesetzt hat. Zwar blieb der Wechselkurs im Jahresmittel für 2007 ohne große Veränderungen. Und seit im Jahre 2003 der Kurs von 0.008 Yen pro Euro überschritten wurde, hat die Währung bis zu einem Viertel gegenüber dem Euro verloren. Seit dem letzten Sommer jedoch geht es mit der Währung wieder aufwärts.
Die Analysten von ABN AMRO sehen gar einen Wandel von zeitgeschichlichen Dimensionen (finanzen.net). Ebenso wie im Zweiten Weltkrieg, so würde auch jetzt große Militärausgaben den Wandel einiger Nationen (momentan der USA) vom Gläubiger zum Schuldner auf dem internationalen Markt vorantreiben und die eigenen Währungen schwächen. Die asiatische Wirtschaft würde hingegen, anders als in Europa immer größere Währungsreserven anhäufen.
Inwieweit tatsächlich eine Verlagerung der Leitwährungen nach Asien eintritt, ist jedoch noch vollkommen offen. So hatte die Deutsche Bank schon im Jahr 200 eine „Renaissance“ des japanischen YEN auf dem internationalen Währungsmarkt für möglich gehalten. Seitdem hat stattdessen der Euro an Fahrt gewonnen.


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Rückzahlung eines 4 Mrd. Euro schweren Darlehens seit Donnerstag offen

Der Investor Harry Macklowe hatte die Summe zum Ankauf von sieben Immobilien in Manhattan (NY) benötigt. Die Kaufsumme von 7 Mrd. Dollar war bis auf 50 Millionen Eigenkapital ausschließlich durch den Kredit bei der Deutschen Bank und ein weiteres Darlehen abgesichert worden. Die Immobilienkrise hatte zu steigenden Zinsen auf diese Kredite geführt, während die Mieten in Manhattan zur gleichen Zeit sanken. Das auf Grund der geringen Eigenkapitaldecke recht riskante Geschäft ging deswegen schief. Nachdem sich Zahlungsschwierigkeiten abzeichneten, hatte die Bank eine Umschuldung erwogen. Verhandlungen hierzu wurden jedoch am Freitag ergebnislos abgebrochen. Zunächst ist die Bank dadurch vor größeren Ausfällen geschützt, dass Macklowe den Immobilienbesitz als Sicherheit abtrat (via ftd).
Deutsche Bank, DAX, 08.02.08 Trotz dieses Einzelfalls sieht sich die Deutsche Bank nicht vor einem Gewinneinbruch. Die Anleger sehen das ähnlich. So blieb der Frankfurter Kurs der DB-Aktie am Freitag auch unberührt von den schlechten Nachrichten. Ein Anstieg um 0,8 Prozent führte zu einem derzeitigen Wert des Papiers von 75,87 Euro. Die Deutsche Bank bietet Anlegern eine stattliche Dividendenrendite von 5,94 Prozent. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, sind die großen Wertsprünge jedoch wohl vorerst vorbei. Nachdem die Aktie in 2003 um sagenhafte 44,04 Prozent und 2006 immerhin noch um 22,83 Prozent zugelegt hatte, ergab sich im letzten Jahr aus den bekannten Gründen ein Verlust von 12,27 Prozent. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Allein in den letzten sechs Wochen verlor das Papier ganze 15,13 Prozentpunkte. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser allein der Kreditkrise geschuldete Absturz so schnell wieder aufgefangen wird, wie er gekommen ist: Mitte Mai (11.5.) lag die Aktie nämlich noch bei einem Allzeithoch von 117,96 Euro.


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Konzernchef rechnet mit Umsatzplus von fünf Prozent in 2008Die Buss von MAN fahren auch in Hongkong (wikimedia). In 2007 hat MAN dank seiner florierenden Lastwagensparte ein Umsatzplus von 19 Prozent eingefahren und erwirtschaftete 15,5 Milliarden Euro (2006: 13 Mrd.)
In den letzten Wochen gab es keine bekannt gewordenen Anzeichen für wirtschaftliche Probleme des Unternehmens. Trotzdem hat die MAN-Aktie seit Jahresbeginn mehr als zwanzig Prozent eingebüßt und ist damit von der Talfahrt des DAX mit am stärksten betroffen gewesen. Allein heute gab das Papier um 8,17 Prozent nach und liegt jetzt bei 81,40 €. Im letzten Herbst war noch ein Kurs von über 120 Zählern erreicht worden.
Offensichtlich fürchten Anleger, dass das exportorientierte Unternehmen besonders stark von einer möglichen Rezession in den USA betroffen sein würde. Konzernchef Hakan Samuelsson versuchte auf einer Presskonferenz am Dienstag, diese Sorgen zu zerstreuen. Die Gefahren aus der labilen Wirtschaftslage in den USA würden durch die positive Entwicklung der osteuropäischen Länder und Russlands wettgemacht (Financial Times Deutschland).
Nach einer Verschlankung in den Jahren 2005 und 2006 – die Luftfahrstparte MT Aerospace und die MAN Roland Druckmaschinen wurden abgestoßen – konzentriert sich MAN nun mit dem Fahrzeugbau auf sein Kerngeschäft. Daneben stellt die Tochterfirma MAN Turbo AG Turbinen und Kompressoren her, und MA Ferrostaal bietet industrielle Dienstleistungen an. Nach kleineren Übernahmen im Fahrzeugbereich ist eine Übernahme von Scania – MAN besitzt zur Zeit 15 Prozent der Aktien des schwedischen Konkurrenten - bisher am Widerstand anderer Großaktionäre gescheitert.
Die Analysten von AC Research reagierten bereits auf die Veröffentlichung der Unternehmensdaten mit einer Kaufempfehlung für die MAN-Aktie. MAN, 5.2., XETRA DAXInsbesondere die vollen Auftragsbücher, deren Abarbeitung einen Großteil des laufenden Jahres in Anspruch nehmen dürfte, bürge für eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung (Yahoo!). In den letzten Monaten scheinen also die reale geschäftliche Entwicklung des Unternehmens und seine Bewertung am Aktienmarkt etwas auseinander gelaufen zu sein. Von daher ist das Papier auf Grund seiner niedrigen Bewertung also wohl ein guter Tipp.


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Noch in den ersten Januartagen wurde die Welt geschockt, als sich der Ölpreis auf über 100 US-Dollar je Barrel erhöhte. Damals beschäftigte die Analysten und die Presse die Frage, ob diese Preisentwicklung durch Spekulation oder durch Fundamentaldaten wie die Verfügbarkeit der Ressource oder die allgemein wirtschaftliche Entwicklung begründet sei. Viele Stimmen wie die Tageszeitung „Die Welt“ befürchteten: „100 Dollar sind nur der Anfang“. Bislang hat sich diese Prognose jedoch nicht bewahrheitet; seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Seit vorgestern ist der Kurs regelrecht abgestürzt, er fiel von 92,5 Dollar je Barrel am 30.1. bis auf unter 90 Dollar. Die Standardsorte Brent verlor auch heute und schloss 2,77% im Minus. Momentan liegt der Preis je Barrel damit bei 89,42 US-Dollar. Wie die weitere Preisentwicklung aussieht, hängt unter anderem vom Verhalten der OPEC ab. Die Organisation wird seit einiger Zeit von den Öl verbrauchenden Ländern dazu gedrängt, die Fördermenge zu erhöhen, um die Weltwirtschaft anzukurbeln und den Preis nicht zu hoch werden zu lassen. Die Produzenten jedoch sehen in der Möglichkeit einer Rezession die Gefahr eines stark fallenden Ölpreises. Wirtschaftliche Krisen können für die Ölproduzenten katastrophale Folgen haben: In Folge der Asienkrise und einer Ausweitung der Ölfördermenge 1998 fiel der Ölpreis auf 10 Dollar und damit auf ein Zehntel des heutigen Wertes (FTD). Aus diesem Grund wiesen die OPEC-Staaten die Forderung nach einer Ausweitung der Förderquoten zurück und kündigten an, den Preis je Barrel unbedingt auf über 80 Dollar halten zu wollen. Das weitere Verhalten der Förderländer wird nicht zuletzt von der Entwicklung des US-Dollars abhängen; den nach wie vor werden die Ölgeschäfte der OPEC-Staaten in der schwächelnden amerikanischen Währung abgeschlossen.
Der Anleger kann den Ölpreis über entsprechende Rohstoffzertifikate zur Spekulation nutzen. Dadurch kann der Ertrag (oder Verlust) der Anlage je nach den Bedingungen des Zertifikates direkt an den Ölpreis gekoppelt werden.


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Kampf der Giganten oder die Allianz der Verlierer gegen den ewigen Marktführer Google?
Wie Microsoft am heutigen Freitag verlautbarte, hat das Unternehmen ein Übernahmeangebot für den Suchmaschinenanbieter Yahoo vorgelegt. Dabei bietet der Softwareriese einen Aufschlag von 62 Prozent auf den gestrigen Aktienkurs von Yahoo.
Der lukrative Markt für Suchmaschinen wird momentan von Google dominiert; Mit über 50 Prozent Marktanteil (FAZ) ist das Unternehmen aus Palo Alto der wichtigste Ansprechpartner für alle, die im Internet zielgerichtet Werbung platzieren wollen. Yahoo und Microsoft sind im Suchmaschinengeschäft die stärksten Konkurrenten für Google, liegen mit weniger als zehn bzw. 23 Prozent Marktanteil aber weit abgeschlagen zurück (FAZ). Dabei gelang es immerhin Yahoo, im Internet noch einen geringen Profit von 700 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften. Microsoft hingegen macht im Internet bislang Verluste. Zudem versucht Google (Gewinn 2007: 4,2 Milliarden US-Dollar) seit einiger Zeit, Microsoft mit webbasierter Anwendersoftware dessen ureigenste Domäne streitig zu machen. Es scheint sich in diesem Fall also ein Kampf der Giganten anzubahnen.
Die Nachricht ist heute das beherrschende Thema in den Wirtschaftsteilen der großen Tageszeiten gewesen. Dabei sind die Prognosen für den Erfolg des möglichen Zusammenschlusses sehr unterschiedlich. Das Handelsblatt sieht ein „gewaltiges Problem für Google“ und spricht gar von „Googles schwarzem Tag“. Dabei ist längst noch nicht klar, ob die Fusion überhaupt stattfinden wird; Yahoo prüft das Angebot bislang.
Der Kauf wäre wohl die größte Firmenübernahme in der New Economy seit der verlustreichen Übernahme von America Online (AOL) durch Time Warner im Jahre 2001.
Bei alledem bleibt zudem eine große Unbekannte: WikiaSearch der Wiki Foundation, die vor allem mit der Online-Enzyklopädie Wikipedia bekannt geworden ist. Zwar muss sogar der Chef Jimmy Wales auf der Seite einräumen, dass die Qualität der Ergebnisse bislang noch mager ist. Das Projekt ist wie das Lexikon der Foundation auf die kooperative Weiterentwicklung durch die User-Community angewiesen. Der Erfolg und die Qualität der Wikipedia haben aber schon einmal bewiesen, dass ein solches System generell funktionieren kann. Die Zuwachsmöglichkeiten für kommerzielle Unternehmen im Bereich Suchmaschinen könnten durch WikiaSearch also stark eingeschränkt werden.
Für Anleger interessant: Die Börse reagiert uneinheitlich auf die Nachricht. Der Kurs von Microsoft, der in den letzten Monaten geschwächelt hatte, verlor auch heute 6,8 Prozentpunkte. Die Aktie von Yahoo schloss heute am Nasdaq im Plus.Im letzten Jahr Yahoo’s Aktie hingegen schoss am Freitag um 9,21 Prozent in die Höhe. Falls die Übernahme stattfinden und Microsoft über Yahoo endlich den Einstieg in die Online-Werbung schaffen sollte, wäre ein Aktienkauf von Microsoft zum jetzigen Zeitpunkt also eine hochprofitable Angelegenheit gewesen.


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Crédit Suisse stellt neuen “Global Frontier Markets Index” vor.

Lange Zeit boten die fünf größten aufstrebenden Industrienationen der Erde, Brasilien, Russland, Indien und China (genannt BRIC-Staaten) auf Grund ihrer hohen BIP-Wachstumsraten sehr hohe Renditen für Anleger. Der am vergangenen Montag neu herausgegebene „Global Frontier Markets Index“ des Schweizer Finanzinstituts Crédit Suisse warf jedoch Zweifel auf, ob dies noch immer so ist. Eine Klassifikation der BRIC-Staaten als Schwellenländer ist demnach in diesen Fällen nur noch eingeschränkt sinnvoll. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung haben sich in diesen Ländern auch die Defizite der nationalen Haushalte stark vermindert. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die BRIC-Länder für Investoren und Anleger im Laufe der Zeit immer attraktiver wurden. Der Report vermerkt insbesondere für die letzten fünf Jahre eine große Zunahme von Auslandsinvestitionen in diesen Ländern. Bis dahin waren Wertpapiere und andere Anlagemöglichkeiten von dort tendenziell unterbewertet gewesen; einem Anteil von nur 4% an der weltweiten Marktkapitalisierung entsprach ein wesentlich größerer Anteil am globalen Bruttosozialprodukt. Nachdem der Kapitalanteil nun auf 14% gestiegen ist, sei diese Unterbewertung im Wesentlichen ausgeglichen, so der GFMI.
Die Flagge von Botswana Welche Alternativen bieten sich für Anleger angesichts dieser Veränderungen? Die Antworten, welche der Index gibt, erscheinen ein wenig überraschend. Als neue renditenträchtige Emerging Markets werden Länder wie Kasachstan, Vietnam, Botswana, Peru, Kolumbien, Panama oder Ukraine genannt (NZZ). Nicht von ungefähr handelt es sich hierbei um Namen ohne große Bedeutung in der Finanzwelt. Die Crédit Suisse empfiehlt Anlagen in diesen Ländern gewissermaßen als „Geheimtipp“; neben positiven Aussichten in Bezug auf die sozioökonomische Entwicklung spricht vor allem die niedrige Bewertung von Anlagen aus diesen Ländern auf dem Aktienmarkt dafür. Natürlich ist aber auch keineswegs gesagt, dass diese Bewertungen falsch sind und sich diese Länder tatsächlich weiterhin positiv entwickeln werden.
Risikoreich sind freilich auch Anlagen in den „entwickelten“ Ländern. Gerade die Kreditkrise hat gezeigt, wie sehr die geschäftlichen Verflechtungen durch Investitionen und Firmenbeteiligungen zu einer gewissen Instabilität und Interdependenz dieser nationalen Märkte führen. Banken aus Botswana dürften hingegen in recht geringem Maße auf dem amerikanischen Immobilienmarkt spekulieren (via Crédit Suisse, press release).


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