Zwischen Juli und September wurden Waren im Wert von 240 Milliarden Euro exportiert.
Den Löwenanteil machen dabei wie üblich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und insbesondere der Eurozone aus. 99 Milliarden Euro verdienten deutsche Firmen allein im Geltungsbereich des Euro. Frankreich bleibt, auf Grund seiner schieren Größe und der Nachbarschaft zu Deutschland, der mit Abstand wichtigste Handelspartner (22,3 Milliarden Euro). Die Außenhandelsbilanz verbesserte sich erheblich: Einem Exportwachstum von knapp neun Prozent steht ein Anwachsen der Einfuhren um nur 4,6 Prozent entgegen.
Ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Exportwirtschaft ist nach wie vor der Maschinenbau, obwohl dessen Absatzzahlen im kommenden Jahr weniger stark ansteigen dürften.
Trotz dieser erfreulichen Zahlen muss sich die deutsche Wirtschaft darauf einstellen, im kommenden Jahr den Titel des “Exportweltmeisters” wohl endgültig an die Volksrepublik China zu verlieren. Einer Prognose der in Köln ansässigen Bundesagentur für Außenwirtschaft zufolge wird das Land, das bereits jetzt mehr als die USA am weltweiten Exportgeschäft verdient, 2008 auch Deutschland überholen http://www.bfai.de/. Investitionen von über 500 Milliarden Euro im Land der Mitte in 2007 hätten den Aufbau weiterer Produktionskapazitäten ermöglicht, mit denen das Land nun an der Weltspitze stehe. Dabei spielen zum großen Teil Branchen eine Rolle, in denen auch Deutschland stark ist. Insbesondere ist dies der Anlagenbau, die Stahlindustrie und die Elektrotechnik (die Geschäftsführer müssen sich warm anziehen) . Eine Achillesferse der chinesischen Exportwirtschaft bleibt jedoch die Automobilindustrie. Marken wie Brilliance sind insbesondere bei der europäischen Kundschaft noch nicht recht angekommen, und auch den heimischen Markt dominieren westliche Produkte.
Rentenfonds haben den Ruf, den Kunden vergleichsweise geringe aber sichere Erträge zu bieten. Der Grund dafür ist einerseits, dass dieses Anlagemodell auf festverzinsten Schuldverschreibungen basiert. Zudem wird ein Großteil der Beträge von den Fondsanbietern in Anleihen mit hoher Bonität investiert. Die Kehrseite dieser vermeintlichen Sicherheit ist die Abhängigkeit von den Leitzinsen in der jeweiligen Währung: Bei steigenden Leitzinsen können die Zinssätze, die in den Schuldverschreibungen vereinbart wurden, an Attraktivität verlieren. Die weltwirtschaftlichen Turbulenzen in Folge der amerikanischen Bankenkrise sind ein Beispiel für eine solche Gefährdung der Gewinne von Rentenfonds. Tatsächlich ist es fragwürdig, ob Rentenfonds zum Beispiel mit den ebenfalls auf Ertragssicherheit angelegten staatlichen Bundesschatzbriefen mithalten können. Deren Vorteil sind wesentlich günstigere Verwaltungsgebühren. Im Gegensatz zu Aktienfonds, welche die Gebühren durch deutlich höhere Gewinnmargen unbedeutend machen, fallen Rentenpapiere aus diesem Grund häufig ins Minus.
Als einer der momentan erfolgreichsten Anbieter konnte die KBS Bonds Euro Candidates im abgelaufenen Jahr eine Rendite von knapp sechs Prozent erwirtschaften. Auch hier jedoch war die Profitabilität der angebotenen Papiere nicht zu jeder Zeit ständig gewährleistet. Der November brachte, wie das Handelsblatt berichtet, für KBS ein Minus von 0,84 Prozent. Die Gründe dafür sind ist möglicherweise in der aktuellen Finanzkrise zu suchen. Gerade diese führt jedoch Ralph Schreyer, Chef des Fondsanbieters DWS Euro Strategie, als Argument für sein Anlagemodell an: “Die derzeitige Unsicherheit über die globale wirtschaftliche Entwicklung ist kein gutes Umfeld für risikoreiche Investments”. Insbesondere im Immobilienbereich sieht Schreyer für seinen eigenen Fonds vor allem die Möglichkeit, auf dem britischen Markt zu investieren.
Wie am Donnerstag bekannt wurde, verkauft die Allianz Versicherung Immobilien im Wert von ca. 1,7 Milliarden Euro an eine Tochter des Bankhauses Goldman-Sachs. Dieser Wert entspricht ungefähr einem Viertel des gesamten bisherigen Immobilienbesitzes der Allianz. Bereits im Oktober hatte die Allianz mit einem Verkauf in ähnlicher Höhe für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals waren Immobilien im Wert von 1,3 Milliarden Euro an die Bonner Gesellschaft IVG abgegeben worden. weiterlesen »
Nach einem fulminanten Jahr ist der Bedarf in Deutschland nach einer Studie des Branchenverbandes VDMA vorerst gedeckt.
Bereits im Oktober hatte der Verband ein Jahreswachstum von ca. elf Prozent prognostiziert. Dies entspricht nach einer Rechnung der Financial Times Deutschland einem Umsatzvolumen von 181 Milliarden Euro. Zuletzt hatte die Branche im Jahr 1969 ein zweistelliges Umsatzplus verzeichnen können. Die Branche verzeichnete damit bereits das fünfte Jahr in Folge einen Umsatzrekord. Wichtigster Motor für diese positive Entwicklung ist nach Aussagen der VDMA vor allem der Export in aufstrebende Wirtschaftsnationen wie Indien und China. Vor allem großindustrielle Anlagen wie Hüttenwerke und Baustoffunternehmen seien Kunden der deutschen Hersteller. Eindringlich hatte der Verband gefordert, den Zuzug ausländischer Fachkräfte in einem stärkeren Maße zu ermöglichen, nachdem ein zusätzlicher Bedarf von ca. 40.000 Personen geschätzt worden war. weiterlesen »
Im nächsten Jahr dürfte Nike eine weitere Hochphase bevorstehen: Bei der kommenden Fußballeuropameisterschaft rüstet der Hersteller immerhin fünf Mannschaften aus. Mehr Kunden haben auch Puma und Adidas dort nicht. Nachdem der amerikanische Hersteller erst im Jahre 1994 sein Engagement im Fußball begonnen hatte, darf dies als großer Erfolg gesehen werden. Immerhin war die Firma bislang vor allem als Sponsor der brasilianischen Mannschaft in Erscheinung getreten. Im Kampf mit dem Konkurrenten Adidas konnte Nike im Fußballgeschäft zuletzt den größeren Umsatz (1,5 Millarden US-Dollar) vorweisen, liegt aber beim Marktanteil nur auf dem zweiten Platz.
Der Aktienverlauf ist im ablaufenden Jahr äußerst positiv gewesen. War Nike im Januar bei einem Wert von ca. 50 US-Dollarn gestartet, so war der Schlusswert am
In Asien zeigte sich hingegen kein so eindeutiger Trend: Zwar schloss der japanische Nikkei-Index fast unverändert mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Andere Indizes in Taiwan, Hongkong und Seoul gerieten dagegen deutlich ins Minus.
Während das Börsenjahr bereits gemeinhin als „abgehakt“ betrachtet wird, ist die Perspektive für die nächsten Monate keineswegs sicher. Im Inland, so gibt das Handelsblatt zu bedenken, ist die Lohnpolitik der Regierung eine wichtige Unbekannte. Die in Kreisen der SPD angedachte flächendeckende Einführung von Mindestlöhnen könnte das wirtschaftliche Gefüge stark durcheinander wirbeln. Denn insbesondere in Ostdeutschland werden die angepeilten Mindestmarken in vielen Beschäftigungsverhältnissen zurzeit noch deutlich unterschritten. Darüber hinaus lässt sich die Entwicklung der internationalen Rohölpreise nur schwer kalkulieren. Überdies steht eine deutliche Eintrübung der US-Konjunktur zu befürchten, mit unabsehbaren Folgen für den amerikanischen Absatzmarkt und den Dollarkurs. Gerade die Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft wird in dieser Situation zu einem ernsthaften Problem.![]()
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Als realistisches Kursziel wird offensichtlich die Marke von 8000 Zählern angesehen, die der Dax bereits in diesem Jahr kurz überschritten hatte. Das Handelsblatt hält jedoch einen Verlauf mit bis zu 1000 Punkten in die umgekehrte Richtung für möglich.
Drei widerstrebende Trends bestimmten den Kursverlauf des Dow Jones am vergangenen Donnerstag: Einerseits wurden neue Konjunkturprognosen veröffentlicht, denen zufolge eine Abschwächung des Wachstums in den USA wahrscheinlich ist. Zudem schwebt die Hypothekenkrise nach wie vor als Damoklesschwert über der Börse. Dies zeigte sich besonders deutlich am Beispiel des Versicherungsunternehmens MBIA, dessen Kurs um mehr als ein Viertel einbrach.
Einen Aufwärtstrend konnten hingegen die Technologiewerte verbuchen. Vor allem der Softwareriese Oracle, schärfster Konkurrent des deutschen Unternehmens SAP, zog den Kurs. Auf dem Währungsmarkt sieht die Lage ähnlich aus: Der Euro konnte keinen Boden gut machen, und liegt weiterhin knapp unter der Marke von 1,44 Dollar. Beides könnte zusammenhängen: Für Oracle ist der momentan schwache Dollar ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Euro-gebundenen Konkurrenten aus Waldorf.
Der gestrige Trend zu Technologiewerten könnte ein dauerhaftes Phänomen sein: Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag berichtete, hat die Analysengruppe Standard & Poors vor allem Software-Aktien zum Kauf empfohlen. Wie Sam Stovell für die Zeitung schreibt, sticht unter den verschiedenen erfolgreichen Tech-Werten, zu denen auch etwa
Analagen- und Maschinenhersteller zählen, vor allem die Systemsoftware hervor. Innerhalb des zu Ende gehenden Jahres stieg der entsprechende Index von S&P um satte 15 Prozent. Da das letzte Jahre einen noch höheren Zuwachs gebracht hatte, stellt sich natürlich nun die Frage nach einem Ende des Hochs. Als weitgehend gesättigt beschreibt der Artikel den Markt für IT-Sicherheit. Großes Potential hätten hingegen Inter- und Intranetbasierte Anwendungen. Zudem dürfte die Einbindung des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista langsam vorankommen, so dass auch der Bedarf für darauf aufbauende Software angekurbelt werde.
CTS Eventim ist bisher ein unscheinbarer S-Dax-Wert, dem nicht sonderlich viel Beachtung zugefallen ist, was aber angesichts von bis zu acht Prozent Zuwächsen am heutigen Tag mit einem Schlag geändert hat.
Das Ticket-Unternehmen, welches jährlich rund 60 Millionen Tickets an den Mann bringt, ist jetzt mit der amerikanischen Firma Live Nation Worldwide Inc. Eine neue Partnerschaft eingegangen. Live Nation Worldwide Inc. Ist in den USA börsennotiert und nach Angaben von CTS der Weltmarktführer, womit CTS Eventim in völlig neue Regionen vorstoßen würde. Zielstellung für die kommenden Jahre soll der Absatz von über 100 Millionen verkauften Tickets sein. Nachdem sie in Deutschland bereits die Marktführerschaft übernommen haben, erhofft sich CTS mehr internationalen Vertrieb.
Der neue Partner Live Nation Worldwide Inc. wird die Software von CTS im nordamerikanischen Raum einsetzten, woraus sich ab 2009 zusätzliche Lizenzerlöse für das Unternehmen entstehen. Durch diese erfreuliche Nachricht hat sich natürlich auch die Lage für die Anleger dieser Aktie erheblich verbessert, nachdem sie durch die Bekanntgabe eines Gewinneinbruches 2007 auf einen Wert von 24 Euro gesunken war.
Vier Landesbanken werden in den nächsten Jahren fusionieren.
In der Nacht zum Donnerstag unterzeichnete der Ministerpräsident eine Vereinbarung über den Verkauf der öffentlich-rechtlichen Sachsen LB an die Landesbank Baden-Württemberg. Damit fanden Spekulationen ein Ende, das Institut könnte ganz geschlossen werden.
Die Sachsen-LB war in finanzielle Not geraten, nachdem Kreditgeschäfte einer irischen Tochterbank in Höhe von umgerechnet 43 Milliarden Euro in den USA im Zuge der Kreditkrise unsicher geworden waren. Dieser Risikobetrag wird als zu hoch für die Sachsen LB angesehen, deren eigener Wert (inklusive ihrer Eigenmittel) in Verkaufverhandlungen mit der LBBW auf unter eine Milliarde Euro taxiert. Tagesschau.de berichtete am Donnerstag, der vereinbarte Kaufpreis betrage 328 Millionen Euro. Die nun getroffene Vereinbarung sieht eine Bürgschaft des Landes Sachsen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro, und eine weitergehende Haftung über sechs Milliarden im Notfall vor. Darüber hinaus zahlt das Land der Bank rund eine halbe Milliarde an neuem Eigenkapital. Der neue Eigner, die LB Baden-Württemberg, muss als nachrangiger Bürge nur bei darüber hinausgehenden Verlusten aushelfen.
Auch weiter nördlich kommt in Folge der amerikanischen Kreditkrise Bewegung in das System der Landesbanken. Für die angeschlagene Mittelstandssparte der deutschen Industriebank IKB meldete am Donnerstag die Landesbank WestLB Interesse an. Die zu 38% im Besitz der staatlichen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) befindliche Bank war ebenfalls durch ein Kreditgeschäft über acht Milliarden Euro in eine finanzielle Schieflage geraten. Der Vorschlag kommt nur kurze Zeit nach der Bekanntgabe der WestLB, eine Fusion mit der Hessisch-Thüringischen Landesbank Helaba anzustreben. Hessens Ministerpräsident Koch äußerte sich in einem Interview mit dem Handelsblatt positiv über die geplante Zusammenlegung. Er hob vor allem den Größenzuwachs der relativen kleinen Helaba durch die Fusion hervor.
Die jahrelange Stärkephase der rumänischen Währung Leu gegenüber dem Euro könnte bald zu Ende sein. Ende Juni 2006 lag die Währung noch bei einem Verhältnis von 3.63:1
gegenüber dem Euro. Bis Juli 2007 dieses Jahres verschlechterte sich der Kurs jedoch bis auf das Verhältnis von 3.11:1 zur europäischen Gemeinschaftswährung (Quelle: EZB). Zwar ist die Schwächephase mittlerweile fast überwunden; der Kurs ist im Oktober sogar kurzzeitig über das Mitte 2006 erreichte Hoch hinausgewachsen. Gerade diese Schwankungen jedoch bereiten rumänischen Wirtschaftspolitikern zunehmend Sorgen. Um einer weiteren Abwertung vorzubeugen, hat die Notenbank den Leitzins nun auf 7,5 Prozent erhöht. weiterlesen »