Börseninformationen

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Offenbar gibt es demnächst eine Sonderlösung für den isländischen Sicherungsfonds. Nach zum Teil irritierenden Meldungen in den letzten Tagen sollen nun tausende deutsche Anleger ihre Einlage zurück erhalten.

Dies meldete die ARD am 11. Februar 2009. Im Fall der isländischen Kaupthing Bank ist gemeinsam mit den Niederlanden und Großbritannien eine Lösung gefunden worden, eröffnete  zumindest der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dem “Tagesspiegel am Sonntag”

Kaupthing Logo © Wikipedia / Kaupthing

Island war eines der größten Opfer der Finanzkrise und war praktisch völlig Pleite. Bei der isländischen Bank hatten ca 30.000 deutsche Anleger insgesamt 308 Millionen Euro in Sicherungsfonds investiert. Nach dem Zusammenbruch der Bank galt dieses Geld als praktisch verloren.

Nun gewährt die Bundesrepublik dem isländischen Einlagensicherungsfonds einen entsprechenden Kredit, der die Rückzahlung  der Anlagen ermöglichen soll.

Kurzfristig scheint dies eine Lösung zu sein, auch wenn es sicherlich geraume Zeit dauern wird, bis die Rückzahlung anläuft. Wie lange es dauern wird, bis der Kredit zurück gezahlt werden kann, ist noch völlig unklar.

Bis dahin läuft wohl mal wieder alles über unsere Steuergelder, was derzeit in das Bankenwesen gepumpt wird.


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Dieser Tage heißt es immer wieder, dass uns eine Finanz- und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes bevorsteht. Wen wundert es da, dass viele verunsicherte Anleger ihr Heil im gutem altem Edelmetall suchen.

Schon seit tausenden Jahren sind Kupfer, Silber und Gold ein Garant für Wohlstand, auch wenn man Edelmetall bekanntlich nicht essen kann. Seitdem nun in den letzten Monaten eine Bank nach der anderen in Liquiditätsschwierigkeiten geraten ist, erlebt das gelbe Metall eine ungeahnte Renaissance.

Gold © flickr / covilha

Der Ansturm der Käufer treibt den Goldpreis in lang vermisste Höhen und inzwischen geraten Banken und Produzenten in Schwierigkeiten, der Nachfrage gerecht zu werden.

Doch wie sinnvoll ist es, in Zeiten der Krise sein Geld in Gold anzulegen. Sicher, seit der Infaltion in den Zwanzigern wissen wir, wie schnell Geld seinen Wert verlieren kann. Gold ist währungsunabhängig.

Aber was passiert, wenn die Krise vorbei ist?

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Den Banken fehlt das Geld, die Wirtschaft hadert und der Arbeitnehmer bangt. Die große Koalition hat sich nun beim Konjunktpaket II geeinigt und will somit die Situation entlasten.

Die Regierung möchte mit dem neuen Konjunkturpaket durch die Kreditkrise helfen. Großen Firmen sollen wieder Kredite bewilligt werden können, da die Sicherheiten von Vater Staat übernommen werden. CDU und SPD hatten Pläne vorgelegt, die mit einer Menge Geld Investitionen unterstützen und mit Prämien und Steuererleichterungen aufwarten. Nach der Wahl in Hessen möchte die FDP möchte jetzt allerdings das Zünglein an der Waage sein.

Euro Münzen © Flickr/24oranges.nl

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Der Modegigant Gerry Weber macht weiter zweistelligen Gewinn. Im Gegensatz zu anderen Textil-Unternehmen steigt der Gewinn und damit auch die Aktie.

Gerry Weber ist ein Unternehmen, dass keine Kindermoden Marken oder Herrenmode anbietet. Hier gibt es ausschließlich Mode für die reifere Frau.

Mit einem Rekordgewinn endete für Gerry Weber das vergangene Jahr. Mit einem Umsatz von 570 Millionen Euro legte das Unternehmen einen Gewinn von 62,7 Millionen Euro vor. Das ist ein Plus von 21 Prozent, was 10 Prozent mehr das die Ebit-Marge der Firma ist.

Gerry Weber Logo © Wikipedia.de

Die Erklärung, so der Vorstandsvorsitzender Weber, liegt im Outsourcing. Die Produktion hat die Firma nach Osteuropa und China verlagert. Dort sind die Lohnkosten derart minimal, dass man die Gewinne locker erhöhen konnte. So sollen davon auch die Aktionäre des Unternehmens an den Kursgewinnen teilhaben.

50 Prozent mehr an Dividenden soll ausgeschüttet werden. Damit steigert sich die Dividende auf 75 Cent pro Aktie.

Dieses Konzept will Gerry Weber beibehalten und auch künftig im zweistelligen Bereich wachsen. Derart ist für dieses Jahr ein Umsatz von 640 Millionen Euro geplant. In der Ebit-Marge sollen sich zwölf Prozent Wachstum tummeln.

Dieses Konzept soll auch mit mehr eigenen Läden durchgesetzt werden. Aber auch die Partnerschaften mit anderen Modehäusern soll beibehalten werden. Geplant sind 100 neue Gerry Weber-Geschäfte, die in den kommenden drei Jahren eröffnet werden sollen. Aber auch hier wird sich Gerry Weber treu bleiben und vermutlich keine Waren anbieten, wie man sie aus Familienmagazinen kennt.

Die Börse hat dies aber verfolgt und belohnt die Aktie, welche trotz der allgemeinen Negativ-Tendenz auf 18,11 Euro zulegen.


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Am heutigen letzten Handelstag des Jahres 2009 beendet der Deutsche Aktienindex (DAX) das zweitschlechteste Jahr seiner Geschichte. Über das gesamte Jahr hinweg verlor der Leitindex 40,4 Prozent und blieb damit knapp drei Prozent unter dem Wert des Rekordjahres 2002.

Börse in Frankfurt flickr ©barmala

Die großen Verlierer des Jahres sind ohnehin die Banken. Die meisten Geldinstitute reagierten einfach zu langsam auf die nahende Krise, die aus den USA herüber schwappte. Zudem die zahlreichen Risikogeschäfte, die so mancher Bank letztendlich das Genick brachen und selbst kleine Staaten wie Island an den Rand des Ruins beförderten. Was bleibt den Geldhäusern für die Zukunft? Definitiv eine Menge Skepsis, denn das Vertrauen der Verbraucher wurde erheblich missbraucht. Viele von ihnen sehen sich um Geld gebracht.

Letztendlich muss es der Wirtschaft und der Politik gelingen die Finanzkrise und ihre Auswirkungen wie drohende Arbeitslosigkeit, Konsumflaute und Firmenpleiten in den Griff zu bekommen. Geht dies schief, sind die Aussichten für die kommenden Jahre alles andere als rosig.

Wenigstens verabschiedete sich der Dax heute mit einem Plus von 2,24 Prozent und 4.810 Zählern aus dem Jahr 2009.


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Die Dollar-Krise ist ein Phänomen, dass man über die Jahre immer wieder hört und es seinen Schrecken weitgehend eingebüßt hat. Erst diese Woche hat die US-Notenbank wieder die Zinsen gesenkt.

Der US-Dollar gilt als Leitwährung aller Industrieländer und über Dollar wird Öl und andere Rohstoffe gehandelt. Auch die Reisebranche hat sich auf Dollar eingestellt – und selbst beim Pokern geht es um US-Dollar.

Dollar-Note © Flickr / Simon Davison
Dollar kriselt wieder…

Durch die Kreditkrise ist der US-Dollar angeschlagen, aber auch viele andere Währungen sind aus diesem Fiasko kaum glimpflich herausgekommen. Doch nun hat die US-Regierung den Leitzins gesenkt, um die Konjunktur anzukurbeln. Dies haben auch andere Länder getan. Nur in Europa geschah dies nicht in diesem Ausmaß. Die US-Notenbank senkte den Leitzins nun auf fast Null Prozent. Das oberste Ziel der EZB ist die Preisstabilität und der Kampf gegen die Inflation.

Daher zögert diese Finanzinstitution, diesen Schritt zu unternehmen. Doch dies hat zur Folge, dass in Europa die Zinsen am höchsten sind, was eine Kapitalzufuhr verursacht. Aus Asien, aus den Staaten – von Überall her kommt das Kapital nach Europa. Dies führt langfristig zu einer Inflation, wenn mehr Geld als Waren im Euro-Raum sind.

Die Kapitalflucht betrifft momentan aber nicht nur den Dollar sondern auch die asiatischen Märkte.


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Die Welle der Finanzkrise ist schon weit über die Automobilbranche hinweggebrochen und hat bereits die Zulieferer dieser Branche erreicht. Diese wollen jetzt ebenfalls Geld vom Staat. Dafür hat die USA den drei großen Konzernen nun Hilfe zugesagt.

BMW-Logo © Flickr / tanakawhoGestern waren die Aktien von Automobilherstellern im DAX schon angewachsen und zudem kam heraus, dass die US-Regierung die Autohersteller: Chrysler, GM und Ford finanziell stützten will – zumindest die prinzipielle Zusage ist bekannt geworden.

Ein anderer Grund für das steigende Vertrauen in Autowerte ist eine Studie von JPMorgan, die eine positive Bewertung der Branche zulässt. Diese Studie sieht vor allem bei BMW und Daimler positive Entwicklung. So soll die Benz-Aktie auf 30 Euro steigen.

Das lässt auch auf den Stellenmarkt bzw. bei den Stellenangeboten wieder die Hoffnung steigen. Wird die angeordnete Kurzarbeit und Weihnachtspause wieder zurück genommen? Denn auch die VW-Aktie stieg im Fahrstuhleffekt der Automobilindustrie mit auf.

In diesem Zuge könnten doch auch die Jobs bei Porsche gesichert werden – das aber ist nur eine der Sorgen, die die Manager der Chefetagen in diesen Tagen umtreibt.

Zumal die Kreditkrise inzwischen schon weitere Kreise gezogen hat und einige Zulieferer sich bereits bei der Bundesregierung um Kredite bewerben.


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Wer sich Anfang oder in der Mitte des Jahres Aktien des Bezahl-TV-Senders Premiere gekauft hatte, hat viel Geld verloren. Seit Oktober ist die Aktie im Abwind.

Premiere ist eine Aktiengesellschaft, deren Branche das TV-Abo-Geschäft in Deutschland und Österreich ist. Man sagt auch Bezahl-Fernsehen. Sie bieten werbefreies TV für neueste Filme und bieten oftmals exklusiv Sportevents an. Aber auch Erotik steht bei Premiere auf dem Programm.

Premiere Logo © Flickr /ReclaBox
Analysten sehen einen Aufwärtstrend

Im Oktober stürzte die Aktie plötzlich ab. Seit dem versucht sich die AG wieder nach oben zu gelangen. Bisher jedoch mit wenig Erfolg. Seit dem 1. Dezember gab es aber ein positive Prognose durch die Analyse von JP Morgan. Aus dieser Analyse geht hervor, dass die Rechte an der Übertragung der Fußball-Bundesliga ein hervorragendes Geschäft für Premiere sein wird. Es werden also Kursgewinne erwartet.

Für 225 Millioinen Euro hatte Premiere den Zuschlag erhalten. Dies ist einer der Gründe warum Premiere für die kommenden Monate besser eingestuft wird.

Das Kursziel wurde auf 6,25 Euro eingeplant. Heute steht die Aktie bei 4,14 – was einen Verlust um 0,72 Prozent zum Vortag darstellt. Es bleibt aber ein riskantes Anlagemodell.


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Daytrading oder auch Intradaytrading genannt, ist eine äußerst kurzfristige Anlagemöglichkeit, da sie innerhalb eines Tages abgewickelt wird.

Frankfurt Börse © Flickr /barmalaWie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Daytrading um ein Anlagemodell, dass sich innerhalb eines Tages auszahlt. Hierbei werden Aktien, Devisen und Derivate binnen eines Tages gekauft und je nach Kursverlauf wieder verkauft. Das Online-Brokern gewährleistet die Geschwindigkeit, die für solche Transaktionen notwendig ist.

Die Kursgewinne können dabei hoch ausfallen, aber die Verluste ebenfalls. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer wird diese Anlageform wieder interessant. Denn die Fristen spielen bei der Abgeltungssteuer keine Rolle.

Teilweise werden hier binnen Sekunden Beträge verschoben. Das betrifft vor allem die Arbitragegeschäfte. Hier lohnt sich der Verkauf innerhalb von Minuten.

Die Finanzierung wird oftmal über eine Margin – kurzfristige Kredite – gewährleistet. Dabei spart sich der Anleger die teilweise den Gewinn ersetzenden Transaktionskosten. Diese werden in Deutschland prozentual berechnet. Das Problem dabei ist, dass das Risiko mit steigt – daher sollte man sich gut beraten lassen, bevor man bei solchen Geschäften einsteigt.

Die Märkte auf denen dieses Anlagemodelle gehandelt wird, sind vor allem Währungsspekulationen und Rohstoffe, wie Zucker, Soja oder auch Öl.


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Solarworld hat angekündigt Opel kaufen zu wollen. Eine PR-Gag? Oder gibt es künftig solar angetriebene Fahrzeuge von Opel?

Solarauto © Flickr / borman818Als Solarworld angekündigt hatte, Opel zu kaufen und daraus einen Hersteller von Solarbetriebenen Autos zu machen, dachte ich zunächst an einen PR-Gag. Allerdings ist die Aktie im Anschluss direkt eingebrochen – und zwar um ganze 18 Prozent. Das war wohl nicht beabsichtigt.

Nun ist aber ein häufig genutzt worden dieser Tage zu dem Projekt: “Schlechter Scherz“. Aber die meisten bahnbrechenden Innovationen wurden anfangs nur belächelt. Opel retten wird das vermutlich zwar nicht, aber sollte Opel zusammenbrechen und Konkurs anmelden, dann wäre das ein schönes Projekt für die Ruine Opel.

Dem Bonner Unternehmen Solarworld ging es vor der Kreditkrise schon gut und das wird es auch weiterhin. Viele – auch prominente Akteure – kaufen Aktien dieser und anderer Firmen aus der Branche. Die Erkenntnis der Zukunftsfähigkeit solcher Energiefirmen ist schon lange kein Insider-Tipp mehr.

Doch noch gehört Opel zu General Motors und dieser musste gerade erst erfahren, dass man in den USA doch nicht so schnell zu den Steuergeldern aus dem Rettungspaket kommt. Jetzt müssen sie erst Mal einen Plan vorlegen, was sie mit dem Geld tun würden.

Solarworld bot also 250 Millionen Euro und spekuliert auf Bundesbürgschaften in Höhe von 750 Millionen Euro. Aber für  eine Milliarde, wird sich General Motors wohl nicht auf den Deal einlassen.


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