Der russische Milliardär Alexej Mordaschow möchte in naher Zukunft erheblich in den Reise-und Schifffahrtskonzern aus Hannover investieren. Erst am Montag hatte der Stahlmagnat, der als neuntreichster Russe geführt wird und die Mehrheitsbeteiligung am größten russischen Stahlkonzern Severstal besitzt, drei Prozent der TUI-Aktien über eine Investitionsgesellschaft erworben.
Eine Aufstockung bis auf 20 Prozent nennt Mordaschow durchaus realistisch, womit er automatisch der größte Einzelaktionär bei TUI wäre. Mordaschow gilt in der Branche als Freund des TUI Vorstandsvorsitzenden, weshalb der Einstieg nicht wirklich überraschend kommt. Die Finanzierung des Gesamtpaketes ist für den Russen überhaupt kein Problem, denn allein sein Stahlkonzern dürfte rund 22 Milliarden schwer sein.
Mit dieser Strategie würde der Investor dem TUI-Vorstandvorsitzenden Michael Frenzel in Karten spielen und seine Position erheblich festigen, denn dieser muss sich seit geraumer Zeit mit den Anfeindungen von Aktionären auseinandersetzen. Prominesten Beispiel ist der US-Investor Guy Wyser-Pratte, der circa einen Prozent der Aktien hält. Dieser möchte eine Absetzung Frenzels und eine Aufspaltung des Unternehmens erreichen. Er kritisiert den TUI-Chef für die schlechte Entwicklung des Aktienkurses in der jüngsten Vergangenheit.
Auch heute nach dem Bekanntwerden gab der Kurs der TUI-Aktie leicht nach, womit die Börse eher den Kurs des US-Investor Guy Wyser-Pratte unterstützt.
November 22nd, 2007 um 15:41
Russische Konzerne kaufen sich in die deutsche Wirtschaft ein; die russische Wirtschaft ihrerseits “erfreut” sich rigider staatlicher Kontrolle.
Ist es eine gute Nachricht oder eine schlechte, wenn TUI demnächst zu 20% in russischer Hand ist?
März 7th, 2008 um 23:04
[...] nicht mehr gegeben. Bei den Standardwerten des DAX heißt der große Gewinner der Woche TUI. Um knapp acht Prozent steigerte sich der Kurs in den vergangenen fünf Tagen auf jetzt 17,17 [...]