VW hat mit den jüngsten Quartalszahlen ein deutliches Plus hingelegt. Volkswagen ist der grösste Autobauer in Europa, und konnte im zweiten Quartal 2010 dank der gestiegenen Nachfrage aus Asien einen Milliardengewinn eingefahren. Der Umsatz des Unternehmens stieg um mehr als 20 Prozent.
VW hat mit den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen die Schwarzmaler verstummen lassen. “Rezession? Was ist das?. scheint es aus der Zentrale des Konzerns in Wolfsburg zu schallen. Nach den Meldungen vom Donnerstag hat sich der operative Gewinn von Volkswagen im zweiten Quartal auf 1,99 Milliarden Euro verdoppelt.
VW veröffentlicht Quartalszahlen - Gestiegene Nachfrage aus Übersee
Im letzten Jahr konnte VW im zweiten Quartal dank der Abwrackprämie 928 Millionen Euro einfahren. Jetzt steigt die Nachfrage nach den fahrbaren Untersätzen vor allem aus Asien und den USA. Der Umsatz von VW ist im vergangenen Quartal auf 33 Milliarden Euro gestiegen. Dieses Plus bedeutet eine Steigerung von 22 Prozent. Mit diesem sensationellen Ergebnis hatte niemand so richtig gerechnet, noch nicht einmal der Vorstand des Wolfsburger Traditionsunternehmens.
“Das Ergebnis des ersten Halbjahres hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, so kommentierte der VW-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag die Veröffentlichung der erfreulichen Zahlen. In erster Hinsicht war es die starke Nachfrage aus dem boomenden China, wo die Produkte des deutschen Herstellers gefragt sind wie nie.
Aber auch günstige Wechselkurseffekte kamen VW zugute, die wiederum für den Absatz in Nord- und Südamerika Vorteile brachten.
VW mit massiver Umsatzsteigerung - Der Weg aus der Krise?
Die Vorsitzenden von VW scheinen den aktuellen Höhenflug etwas abbremsen zu wollen, da sie für den Rest des Geschäftsjahres nicht mit ähnlich hohen Einnahmen rechnen. Dennoch hat sich der Rekordumsatz von Volkswagen sofort an der internationalen Börse bemerkbar gemacht.
Die Vorzugsaktie des Wolfsburger Unternehmens schnellte nach Bekanntgabe der Zahlen um 2 Prozentpunkte nach oben, und wird aktuell mit 80 Euro notiert.
Rheinmetall, der Rüstungsriese. Gegründet wurde es am 13. April von Heinrich Erhardt. Allerdings nicht alleine, sondern mithilfe von Berliner, Frankfurter (a.M.) und Düsseldorfer Banken.
Anfangs hieß das Unternehmen noch “Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik Aktiengesellschaft” und die Gründung des Unternehmens fand aufgrund eines großen Munitionsherstellungsauftrages des Kriegsministeriums statt.
Ein Bergwerks - und Hüttenverein bot ihm das an, und Heinrich Erhardt sagte ja. Allerdings nicht, ohne da für Provisionen zu beziehen.
Der Grundstein für das bis heute sehr erfolgreiche Unternehmen war demnach gelegt und im Dezember des Jahres 1889 wurde mit der Produktion begonnen.
Heute ist der Konzern Rheinmetall AG für die Belieferung der Automobilindustrie und der Wehrtechnik zuständig und ist ein substanzstarkes Unternehmen geworden, welches International Gewinne einfährt. weiterlesen »
Die Welle der Finanzkrise ist schon weit über die Automobilbranche hinweggebrochen und hat bereits die Zulieferer dieser Branche erreicht. Diese wollen jetzt ebenfalls Geld vom Staat. Dafür hat die USA den drei großen Konzernen nun Hilfe zugesagt.
Gestern waren die Aktien von Automobilherstellern im DAX schon angewachsen und zudem kam heraus, dass die US-Regierung die Autohersteller: Chrysler, GM und Ford finanziell stützten will - zumindest die prinzipielle Zusage ist bekannt geworden.
Ein anderer Grund für das steigende Vertrauen in Autowerte ist eine Studie von JPMorgan, die eine positive Bewertung der Branche zulässt. Diese Studie sieht vor allem bei BMW und Daimler positive Entwicklung. So soll die Benz-Aktie auf 30 Euro steigen.
Das lässt auch auf den Stellenmarkt bzw. bei den Stellenangeboten wieder die Hoffnung steigen. Wird die angeordnete Kurzarbeit und Weihnachtspause wieder zurück genommen? Denn auch die VW-Aktie stieg im Fahrstuhleffekt der Automobilindustrie mit auf.
In diesem Zuge könnten doch auch die Jobs bei Porsche gesichert werden - das aber ist nur eine der Sorgen, die die Manager der Chefetagen in diesen Tagen umtreibt.
Zumal die Kreditkrise inzwischen schon weitere Kreise gezogen hat und einige Zulieferer sich bereits bei der Bundesregierung um Kredite bewerben.
Solarworld hat angekündigt Opel kaufen zu wollen. Eine PR-Gag? Oder gibt es künftig solar angetriebene Fahrzeuge von Opel?
Als Solarworld angekündigt hatte, Opel zu kaufen und daraus einen Hersteller von Solarbetriebenen Autos zu machen, dachte ich zunächst an einen PR-Gag. Allerdings ist die Aktie im Anschluss direkt eingebrochen - und zwar um ganze 18 Prozent. Das war wohl nicht beabsichtigt.
Nun ist aber ein häufig genutzt worden dieser Tage zu dem Projekt: “Schlechter Scherz“. Aber die meisten bahnbrechenden Innovationen wurden anfangs nur belächelt. Opel retten wird das vermutlich zwar nicht, aber sollte Opel zusammenbrechen und Konkurs anmelden, dann wäre das ein schönes Projekt für die Ruine Opel.
Dem Bonner Unternehmen Solarworld ging es vor der Kreditkrise schon gut und das wird es auch weiterhin. Viele - auch prominente Akteure - kaufen Aktien dieser und anderer Firmen aus der Branche. Die Erkenntnis der Zukunftsfähigkeit solcher Energiefirmen ist schon lange kein Insider-Tipp mehr.
Doch noch gehört Opel zu General Motors und dieser musste gerade erst erfahren, dass man in den USA doch nicht so schnell zu den Steuergeldern aus dem Rettungspaket kommt. Jetzt müssen sie erst Mal einen Plan vorlegen, was sie mit dem Geld tun würden.
Solarworld bot also 250 Millionen Euro und spekuliert auf Bundesbürgschaften in Höhe von 750 Millionen Euro. Aber für eine Milliarde, wird sich General Motors wohl nicht auf den Deal einlassen.
Spannend und erschreckend sind die momentan Meldungen aus der Autobranche. Die Ausläufer der Krise kommen langsam in der Gesellschaft an.
Noch vor ein paar Wochen war die Bankenkrise kein Problem des gros der Bevölkerung. Doch das hat sich geändert. Inzwischen sind die Auswirkungen vielerorts spürbar.
Unter anderem eben auch in Automobil-Branche. Die Bankenkrise wurde zur Autokrise. Letzte Woche wurde bekannt, dass General Motors (GM) enorme Probleme hat. Das Problem dabei ist, dass Opel zu GM gehört und letztere stehen gar kurz vor der Insolvenz.
Da kommt natürlich wieder einmal der Schrei nach dem Staat, doch der Finanzminister Peer Steinbrück hat angekündigt, dass es das ja nicht sein kann. Zumal nun die Angst herrscht, dass die Verluste aus der US-Firma GM aus dem deutschen Steuersäckel geholt werden. Opel forderte 200 Milliarden Euro Steuergelder als Hilfe.
Inzwischen sind aber auch die Arbeitsplätze bei Opel in Gefahr, denn GM will Stellen abbauen. Das tun die US-Firmen in Deutschland aber immer als erstes, wenn es sich um eine Krise handelt. Dabei ist das bei Weitem nicht immer die Automobilindustrie.
Das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit über den Verbleib der Steuer-Milliarden hat vielleicht auch dazu geführt, dass man jetzt nicht mehr so schnell mit dem Geld um sich wirft und das als Konjunkturhilfen verkauft.
Die Finanzkrise reißt auch die Automobilbranche immer weiter in die Misere. Die Aktien des Automobilriesen VW stiegen in den letzen Tagen mehrfach an Wert und so mussten gestern ihre Anteile am deutschen Leitindex Dax verringert werden.
Die Anteile der VW-Aktie am Dax betrugen bei Handelsschluss am Abend des gestrigen Dienstag 27 Prozent. Von Zeit zu Zeit war das Unternehmen mit Kursen von mehr als 1.000 Euro, das teuerste Unternehmen in der Welt. Auslöser war wohl die Ankündigung vom Aktien-Anteilhaber Porsche, das seine Anteile an der VW-Aktie im nächsten Jahr trotz Finanzkrise auf 75 % erhöhen will.
Da ein Unternehmen nicht mehr als 10 Prozent am Index des Dax beteiligt sein sollte, wird dieser alle drei Monate angepasst um diese hohen Anteile zu vermeiden.
Bei der Volkswagen-Aktie wurde durch den außergewöhnlich hohen Anstieg nun eine beachtliche Anpassung vorgenommen. Aber nicht nur der Autobauer muss zurückstecken, auch andere Investoren, die ihre Leistungen am Trend des Deutschen Aktien Index messen, sind betroffen.
Die Finanzfrage auf dem deutschen Aktienmarkt dürfte die Händler in diesen schwierigen Zeiten noch eine ganze Weile beschäftigen.
Die Krise der Autohersteller begann schon lange vor der eigentlichen Finanzkrise. Insbesondere in Amerika sind die Verantwortlichen erst seit kurzer Zeit auf die Idee gekommen, dass der steigende Ölpreis für die hohen Benzinpreise verantwortlich ist. Dementsprechend begann die Umstellung auf spritsparende Fahrzeuge viel zu spät, was man heute noch auf den Straßen beobachten kann. Über Jahre hinweg hat man es versäumt, sich strategisch neu zu orientieren.
Das Eldorado der Fahrzeugbranche scheint in sich zusammen zu brechen, selbst die beliebten Automarken aus Deutschland müssen empfindliche Umsatzeinbrüche hinnehmen. Die jetzige weltweite Finanzkrise erschwert die Lage zusätzlich, denn wer ein Auto besitzt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nun ein wenig länger fahren.
Nach inzwischen bestätigten Berichten des Manager Magazins wird über einen Verkauf der restlichen Anteile an dem amerikanischen Unternehmen verhandelt. Bereits im August hatte sich die Trennung angedeutet, als Daimler ein Joint-Venture mit einem chinesischen Autobauer übernahm. weiterlesen »
Nach Daimler und GM nun auch BMW mit Gewinneinbrüchen
(faz.net) BMW hält nach Aussagen eines Konzernsprechers einen deutlich schwächeren Umsatz als noch im letzten Jahr für möglich. Am heutigen Freitag gab ein Konzernsprecher bekannt, das bisherige Umsatzziel von 3,8 Milliarden Euro Vorsteuergewinn werde aufgegeben, stattdessen peile man eine Umsatzrendite von mindestens vier Mill. Euro an. weiterlesen »
Fallende Absatzzahlen drücken die Langzeiterwartungen (via Reuters) Angesichts sinkender Nachfrage in Europa, den USA und Japan erwartet Toyota, das Verkaufsziel von 9,85 Millionen Fahrzeugen nicht erreichen zu können. Zwar seien von Emerging Markets wie Russland positive Signale zu vernehmen. Auf den wichtigsten Absatzmärkten und vor allem in den USA drücken aber die härter werdenden Kreditbedingungen, steigende Energiepreise und allgemeine wirtschaftliche Schwierigkeiten auf die Nachfrage.
Tatsächlich befindet sich die Aktie schon längere Zeit auf Talfahrt, an der New Yorker Börse hat das Papier im Jahresschnitt 22 Prozent an Wert verloren. Das Unternehmen ist mit einem Wert von 273 Millarden US-Dollar einer der größten Industriekonzerne weltweit.
Toyota ist vor allem in den USA der Hauptkonkurrent der deutschen Automarken. Die Gewinnwarnung des Konzerns dürfte also viele Investoren in Bezug auf die Papiere von VW, BMW und Mercedes verunsichern. Momentan jedoch lässt sich über die Aktien der drei Hersteller keine allgemeine Aussage treffen. Während die Namensaktie von VW in den letzten drei Monaten um über 24 Prozent zulegen konnte, rutschte BMW im gleichen Zeitraum um 15 Prozentpunkte ab. Die Daimler-Namensaktie ist ebenfalls seit Beginn der Kreditkrise in Schwierigkeiten und hat sogar 18 Prozent verloren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits ist das US-Geschäft bei den letztgenannten Unternehmen ein wichtigerer Faktor als bei Volkswagen, dessen Autos sich dort ohnehin schlechter verkaufen. Andererseits werden die Premiummarken stärker als andere von den möglichen Strafzahlungen für übermäßigen CO2-Ausstoß und von den höher werdenden Benzinpreisen betroffen sein. Insofern lässt sich aus den Problemen von Toyota vielleicht doch nicht allzu viel für die deutschen Unternehmen im Allgemeinen ableiten.