Die Aktie von Kabel Deutschland kann ab Donnerstag gezeichnet werden. Die Bookbuilding-Phase läuft vor dem Börsenstart, der für den 22. März geplant ist, vom 11. bis voraussichtlich 19. März. Allerdings wurde jetzt bekannt, dass weniger Aktien ausgegeben werden.
Der Großaktionär von Kabel Deutschland, der US-Finanzinvestor Providence, hat bei der Anzahl der Aktien eine Änderung vorgenommen. Statt der bisher kolportierten 60 Millionen Anteilsscheine werden nach neuesten weiterlesen »
Wer lohnenswerte Fonds erwerben möchte, der stellt sich oft die Frage: Soll ich eher auf Fonds setzen, über deren Zusammensetzung Manager entscheiden, also gemanagte Fonds, oder doch eher auf Indexfonds, also Fonds, die die Entwicklung von Marktindizes widerspiegeln.
Langzeitbeobachtungen haben ergeben, dass gemanagte Fonds oft lohnenswerter sind als Indexfonds. Indexfonds spiegeln einen Marktindex wider, wie beispielsweise den deutschen Aktienindex DAX oder weiterlesen »
Mischfonds versprechen eine planbare Risikokalkulation und gelten im Vergleich zu reinen Aktienfonds als sicherer. Besonders die flexible Gewichtung der Anlageanteile hat sich in Zeiten der Wirtschaftskrise als erfolgreiche Strategie erwiesen.
Sinkende Aktienkurse können die eigenen Anlagen schnell gefährden. Mischfonds bieten unterschiedliche Möglichkeiten um die Risiken des Börsenmarktes abzufedern.
Mischfonds bestehen aus einer Zusammenstellung von risikoarmen Anlagen wie Renten- oder Geldmarkttiteln und renditestärkeren Aktien. Damit lässt sich das Risiko im Vergleich zu anderen Investmentfonds besser den eigenen Zielen und der Marktlage anpassen. Das Verhältnis der beiden Bestandteile ist dabei von Fond zu Fond unterschiedlich. Konservative Mischfonds setzen auf einen geringen Anteil an Aktien, der etwa bei einem Drittel liegt. Dynamische Mischfonds hingegen verfügen meist über einen Aktienanteil von etwa 70 Prozent. Renditechancen und Risiko steigen dabei gleichermaßen.

Eine dritte Variante sind sogenannte flexible Mischfonds, bei denen der Aktienanteil je nach Marktlage zwischen 0 und 100 Prozent schwankt. Flexible Mischfonds haben demnach die besten Chancen, auf Veränderungen im Kapitalmarkt schnell reagieren zu können. Bei schlechter Marktlage werden sichere Anleihen stärker gewichtet, bei positiver Entwicklung hingegen der Anteil renditestarker Aktien erhöht. Nicht zuletzt deswegen erfreut sich diese Anlageform in Krisenzeiten besonderer Beliebtheit. weiterlesen »
Papiere aus Ost- und Mitteleuropa werden momentan besonders schlecht bewertet: Ein günstiges Schnäppchen?
(via Financial Times ) Jahrelang waren Fonds mit osteuropäischem Portofolio ein sicherer Gewinnbringer. Ein jährliches Plus von vierzig bis fünfzig Prozent war noch laut einer Untersuchung aus dem Jahre 2005 nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Diese Entwicklung hielt bis vor kurzem an. Der Fonds Activest Lux Osteuropa etwa verzeichnet für die letzten drei Jahre ein Plus von 140 Prozent (ariva.de), und JP Morgan Eastern Europe Equity A erreichte seit 2003 immerhin einen Profit von 202 Prozent.
Die seit den späten Neunziger Jahren enorm ansteigenden Wachstumsraten der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten machten diese hohe Profitabilität möglich. Nun aber befinden sich die Fonds im Sinkflug, denn die Aktienmärkte Osteuropas haben in 2008 bislang durchschnittlich ca. 37 Prozent verloren (ftd). Das zieht auch die Fonds nach unten: Der genannte Fonds von JP Morgan etwa verlor innerhalb eines Jahres 2 Prozent. weiterlesen »
Die steuerliche Mehrbelastung für Sparpläne soll umgangen werden
(via FAZ) Ab 2009 sind Kapitalerträge einer neuen Steuer unterworfen. Die so genannte Abgeltungssteuer wird an die Stelle der bisher gültigen Kapitelertragssteuer treten, mit der Anlagegewinne bisher besteuert wurden. Neu ist an der AGS, dass sie auch die Veräußerungsgewinne private Anleger betrifft. Zinsen und Dividenden aus Wertpapieren, aber Gewinne aus Anlagen in Zertifikaten und bei Investmentfonds werden besteuert. Das ruft natürlich die Fondsanbieter auf den Plan. Sie nutzen die Möglichkeit, mit Verweis auf die kommende Abgabe einen Last-Minute-Kaufrausch in Gang zu setzen.![]()
Tatsächlich sieht es für Fondssparpläne schlecht aus: Sie sind im Steuersatz gegenüber Lebensversicherungen und Riester-Renten starkt benachteiligt. 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszusschlag müssen an den Fiskus abgeführt werden (ürbigens auch, wenn der Vertrag vor 2009 abgeschlossen wurde). Ein sich abzeichnende Lösung für Sparer ist, Geld über eine Riester-Rente über den förderfähigen Höchstbetrag hinaus anzulegen. In diesem Fall müssen zwar auf die Erträge auch höhere Steuern gezahlt werden. Die Abgeltungssteuer findet jedoch keine Anwendung, und die Steuerlast ist auch längst nicht so hoch.
Im Übrigen können Anleger auch ein wenig darauf hoffen, dass die neue Steuer nicht von Dauer sein wird; denn ein ähnlicher Versuch war schon im Jahr 1990 gescheitert. Damals war eine zehnprozentige so genannte „Quellensteuer“ auf Kapitalerträge erhoben worden. Die Quellensteuer wurde jedoch bald wieder zurückgezogen, da sie eine massenhafte Abwanderung von Kapital ins Ausland zur Folge hatte.
Ein Großteil der Kleinanleger investiert nicht direkt in Aktien, sondern in Fonds. Neben Spezialfonds wie Immobilenfonds sind die großen Publikumsfonds häufig Mischfonds. Sie investieren vor allem in Wertpapiere wie Aktien und Anleihen. Momentan liegt genau da der Haken: Während Rohstoffe wie Gold sowie die Energieträger Öl und Gas am Markt immer höhere Preise erzielen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, in den letzten sechs Monaten habe keiner der von ihr beobachteten Fondsgesellschaften ihren Kunden eine positive Kursbilanz bieten können. Das gilt auch für Staatsfonds, die zur Zeit kaum mehr als einen Inflationsausgleich bringen (FAZ). Da diese Situation in der nächsten Zeit so trüb zu bleiben droht, treten die sogenannten Super-Fonds zwangsläufig in den Blickpunkt des Interesses. Darunter versteht man Mischfonds, die nicht nur in Wertpapiere, sondern darüber hinaus auch in Derivate und Rohstoffe, sowie direkt in andere Fondsgesellschaften investieren. Seit 2004 ist dieses in den USA entwickelte Investment-Konzept auch in Deutschland zugelassen, hat bislang aber noch wenig Aufmerksamkeit gefunden. Momentan versuchen amerikanische und evtl. auch französische Banken, Superfonds aufzustellen. Sie finanzieren ihre Investments durch versicherte kurzfristige Anleihen. Da die Geldmittel der Banken für eine hohe Anlagesicherheit sprechen und Superfonds keine Schulden machen dürfen, erhalten dieses Fonds sehr gute Ratings. Das Ziel der gerade von den Banken aufgestellten Superfonds ist es, die Gunst der Stunde zu nutzen und eine große Zahl von darniederliegenden Aktien aufzukaufen.
Rentenfonds haben den Ruf, den Kunden vergleichsweise geringe aber sichere Erträge zu bieten. Der Grund dafür ist einerseits, dass dieses Anlagemodell auf festverzinsten Schuldverschreibungen basiert. Zudem wird ein Großteil der Beträge von den Fondsanbietern in Anleihen mit hoher Bonität investiert. Die Kehrseite dieser vermeintlichen Sicherheit ist die Abhängigkeit von den Leitzinsen in der jeweiligen Währung: Bei steigenden Leitzinsen können die Zinssätze, die in den Schuldverschreibungen vereinbart wurden, an Attraktivität verlieren. Die weltwirtschaftlichen Turbulenzen in Folge der amerikanischen Bankenkrise sind ein Beispiel für eine solche Gefährdung der Gewinne von Rentenfonds. Tatsächlich ist es fragwürdig, ob Rentenfonds zum Beispiel mit den ebenfalls auf Ertragssicherheit angelegten staatlichen Bundesschatzbriefen mithalten können. Deren Vorteil sind wesentlich günstigere Verwaltungsgebühren. Im Gegensatz zu Aktienfonds, welche die Gebühren durch deutlich höhere Gewinnmargen unbedeutend machen, fallen Rentenpapiere aus diesem Grund häufig ins Minus.
Als einer der momentan erfolgreichsten Anbieter konnte die KBS Bonds Euro Candidates im abgelaufenen Jahr eine Rendite von knapp sechs Prozent erwirtschaften. Auch hier jedoch war die Profitabilität der angebotenen Papiere nicht zu jeder Zeit ständig gewährleistet. Der November brachte, wie das Handelsblatt berichtet, für KBS ein Minus von 0,84 Prozent. Die Gründe dafür sind ist möglicherweise in der aktuellen Finanzkrise zu suchen. Gerade diese führt jedoch Ralph Schreyer, Chef des Fondsanbieters DWS Euro Strategie, als Argument für sein Anlagemodell an: “Die derzeitige Unsicherheit über die globale wirtschaftliche Entwicklung ist kein gutes Umfeld für risikoreiche Investments”. Insbesondere im Immobilienbereich sieht Schreyer für seinen eigenen Fonds vor allem die Möglichkeit, auf dem britischen Markt zu investieren.