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Die Probleme von Carlyle könnten erst der Anfang sein. Angst vor Domino-Effekt

Die Angst vor einem Domino-Effekt bei den Fonds-Gesellschaften geht um (Foto: Flickr.com).Hedge-Fonds sind für ihre waghalsigen Investment-Strategien bekannt. Die Carlyle Capital Corp. hat aber scheinbar nichts falsch gemacht. Von den bekannten amerikanischen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac erwarb das Unternehmen Hypotheken im Gesamtwert von rund 22 Mrd. Dollar. Die Anleihen waren mit AAA bewertet worden. Doch das schiere Ausmaß der Kreditkrise wurde Carlyle zum Verhängnis: Auch diese beileibe nicht als “Subprime” zu bezeichnenden Kredite wurden mit den abrutschenden Immobilienpreisen immer weniger wert. Carlyle verfügte aber wie die meisten Hedge-Fonds über sehr wenig Eigenkapital. Die Kreditgeber verlangten auf Grund des Wertverfalls zusätzliche Sicherheiten, die aber eben nicht gegeben werden können. Die vergleichsweise geringe Summe von geforderten 400 Millionen US-Dollar als zusätzliche Sicherheit könnte nun das Ende des Unternehmens bedeuten.

Carlyle wird seine Schulden nun also aus Notverkäufen begleichen müssen. Da dies wiederum die Preissituation auf dem Kreditmarkt verschlechtern wird, stellt die Neue Zürcher Zeitung folgerichtig die Frage, ob nun ein Dominoeffekt zu befürchten sei. In einem Interview mit dem Finanzexperten und ehemaligem Harvard-Professor George Chacko konnten diese Zweifel auch nicht ganz ausgeräumt werden. Chacko beschreibt folgendes Szenario, das teilweise schon eingetreten ist: Infolge des Werteverfalls ihrer Immobilienkredite brauchen viele Banken neues Eigenkapital. Also kündigen sie einen Teil ihrer Kredite, und das betrifft zu einem gewissen Prozentsatz immer auch die Hedge-Fonds. Diese wiederum müssen ebenfalls ihre Auslagen wieder hereinholen, um die Forderungen der Banken bedienen zu können. Das wiederum führt auf den entsprechenden Märkten, der Immobilienmarkt ist einer davon, zu fallenden Preisen. Dieser klassische Domino-Effekt könnte tatsächlich das Ende weiterer Hedge-Fonds mit weniger soliden Finanzierungsmodellen bedeuten.


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Hedge-Fonds

Autor: Felix
abgelegt in: Glossar

Hedge-Fonds in Deutschland (Q: Wikipedia).Dem Namen nach soll ein „Hedge Fonds“ seinen Kunden vor allem eine „sichere“ (engl. „hedge“=sichern) Anlagemöglichkeit bieten. Das „Hedging“ von Finanzgeschäften bezeichnet nämlich Maßnahmen, welche Geschäftspartner etwa gegen Ausfälle durch Geldwertschwankungen bei Geschäften über Währungsgrenzen hinweg absichern sollen. Eine entsprechende Absicherungstechnik ist die Vereinbarung eines festen Wechselkurses, der unabhängig vom tatsächlichen Kurs der jeweiligen Währungen ist. Zum Beispiel kann man Geld, dass man in der Zukunft erhalten wird, in einem so genannten Leerverkauf schon vor Erhalt der Summe weitergeben, und zwar zu einem vorher festgesetzten Wechselkurs. Diese Form des Hedging wird auch von Hedge-Fonds gerne eingesetzt, daher der Name. Insgesamt ist das Gebahren dieser Fonds jedoch durch eine äußerst spekulative Anlagetätigkeit gekennzeichnet. Zum Beispiel leihen sich die Fonds häufig große Summen Geldes, um sie kurzfristig anzulegen. Einen nennenswerten Profit können sie auf Grund der Leihzinsen dann nur bei einer vergleichsweise großen Investitionssumme machen. Dann ist aber auch das Verlustrisiko entsprechend höher.
In den USA und in Großbritannien haben Hedge-Fonds meist die Rechtsform eines Unternehmens (z. B: einer Kommanditgesellschaft), an dem die Anleger Anteile (wie Aktien) erwerben. Sitz dieser Unternehmen sind häufig Länder mit geringen Korporativsteuern wie Luxemburg, die Bahamas oder Liechtenstein (via Wikipedia).


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Wie der „Daily Telegraph“ berichtet, hat der Fonds im vergangenen Jahr vierzig Prozent Rendite erwirtschaftet. 

Der Begriff „Hedge Fonds“ ist in Deutschland zu einem Synonym für aggressive Investoren geworden, die Unternehmen in aufkaufen, um sie  nach kurzer Zeit wieder abzustoßen. Tatsächlich ist auch TCI für eine aggressive Vorgehensweise bekannt. Der Fonds versucht Wertsteigerungen seiner Investitionsobjekte durch radikale Umstrukturierungen ihrer Unternehmensstruktur zu erreichen. Nach Informationen der in London erscheinenden Tageszeitung war diese Strategie im vergangenen Jahr offensichtlich erfolgreich. Beispielsweise zwang TCI 2007 die niederländische Bank ABN Amro, dem Aufkauf durch ein Konsortium zuzustimmen. Im Zuge der Übernahme konnte die Bank einen Kursgewinn von fast fünfzig Prozent verbuchen, was zum guten Ergebnis des Fonds sicher einiges beitrug. Auch eine Beteiligung an der in 2007 enorm erfolgreichen Deutschen Börse trug zu dem Erfolg bei. Auch deren Unternehmenspolitik bestimmte TCI maßgeblich: Als die Börse 2005 die Londoner Stock Exchange aufkaufen wollte, verhinderte CEO Chris Hohn dies und sorgte schließlich für die Entlassung des Chefs Werner Seifert.

Der englische Fonds empfiehlt sich Anlegern also als Anlageoption mit enormen Renditemöglichkeiten, was auch die ebenfalls guten Ergebnisse der Jahre 2004 und 2005 unterstreichen. Ob dies momentan für Hedge-Fonds im Allgemeinen gilt, ist eine andere Frage: Zwar berichtet der Telegraph auch für den Fonds Alebris von einem Kursgewinn von sogar 53 Prozent. Jedoch bemerkt die Zeitung, dass auch dieser Investor zum „Einflussbereich“ von TCI-Chef Chris Hohn gehöre. Vielleicht handelt es sich bei diesen Erfolgsgeschichten also lediglich um den persönlichen Erfolg eines Fonds-Managers. Wer dies als Leitlinie für sein Investment nehmen möchte, sei auch auf Parvus Asset Management und KDA Capital verwiesen: Der Daily Telegraph sieht auch bei diesen beiden Fonds einen starken Einfluss von Chris Hohn.


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