Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat in der letzten Nacht die sogenannten Leerkäufe an der Börse untersagt. Dem Wetten von Spekulanten auf fallende Kurse soll so ein Riegel vorgeschoben werden. Handelt es sich bei der Nacht und Nebelaktion nur um ein populistisches Signal oder um ein wirkungsvolles Verbot?
Die Meldung schlug auf dem Parkett ein wie eine Bombe: In Deutschland ist das Spekulieren mit fallenden Aktienkursen ab sofort wieder verboten. Bisher konnten Anleger auf einen Schlag grosse Aktienpakete verkaufen, und so den Preis für die Papiere entscheidend nach unten drücken. Anschliessend können die Aktien für den niedrigeren Kurs wieder eingekauft werden, was eine beachtliche Gewinnspanne mit sich bringt. Durch das Verbot steht nun der Euro unter Druck: Sein Kurs fiel auf einen Rekordniedrigstand von unter 1,22 US-Dollar.
Verbot von Leerverkäufen - Welche Papiere sind betroffen?
Die BaFin hat mit sofortiger Wirkung die Spekulation mit Wertpapieren der zehn wichtigsten deutschen Finanzinstitute untersagt. Dies betrifft weiterlesen »
Die Rückkehr der D-Mark wird einer Umfrage nach von einer Vielzahl der Deutschen bevorzugt, falls der Euro untergehen sollte. Damit verbunden ist auch eine Angst vor einer verheerenden Inflation.
Die Rückkehr der D-Mark wird von 52 Prozent der von Emnid im Auftrag der “Bild am Sonntag” befragten Personen als durchaus stabilisierendes Mittel angesehen, falls es im Zuge von unter anderem der Griechenland-Pleite zu einer Inflation und zu einer Auflösung der Währungsunion um den Euro kommen sollte.
Managed Futures boten als Form der Hedgefonds eine gute Möglichkeit für Anleger, als der Markt in seinem Trend noch steigend war. Bei Seitwärtsbewegungen hingegen stagnieren die Gewinne.
Managed Futures werden mit Computersystemen überwacht, von eigens hierfür ausgebildeten Managern verwaltet und in der Regel als Zertifikate ausgegeben.. Ein besonderer Augenmerk wird bei ihnen auf die Trends der Märkte gelegt. So sind die Strategien (Long-Term-Trendfolge, Short-Term-Trendfolge, Global Macro, Descritionary Trading und FX-Trading) auch größtenteils auf genau diese ausgelegt
Escada muss die Insolvenz beantragen, die Rettung ist gescheitert. Das Haute Couture Label musste Verluste von einem Drittel des Umsatzes in den letzten Jahren verbüßen.
Escada hatte noch auf die Rettung gehofft, nun muss die Insolvenz eingeleitet werden. Ein Umtauschangebot an die Gläubiger war die letzte Hoffnung. Am 11.08.09 war ein Ultimatum ausgelaufen, bei dem die Gläubiger zu 80 Prozent auf ihre Forderungen hätten verzichten müssen, um das Modeunternehmen zu retten.
Wir Deutschen waren noch nie wirkliche Fans von Wertpapieranlagen. Beizeiten war subjektiv der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen die vermeintlich bessere Alternative, besonders in Zeiten der Krise. Wen wundert es da, dass in diesen Monaten mal wieder die Geldanlage in Wertpapieren einen herben Imageverlust hinnehmen muss, und dass obwohl gerade deutsche Wertpapiere im Ausland oft sehr hohes Ansehen genießen.
Zur Zeit sitzen die Banken auf einem Berg von nicht mehr handelbaren Wertpapieren, die ein Finanzvolumen besitzen, wie es fast an die gesamte deutsche Staatsverschuldung heran reichen könnte. Wie kann etwas, das die Bundesregierung nun in eine Bad Bank auslagern will, um der Finanzkrise zu begegnen, noch eine sichere Anlage sein?
Die Antwort darauf bleibt den Finanzexperten vorbehalten. Schon in den 1920ern haben in den USA Millionen Menschen auf Wertpapiere vertraut und beinahe alles verloren, was sie hatten, mitunter auch ihr Leben. Sicherheit in Geldgeschäften gibt es auch heute nicht.
Ohne Risiko keinen Gewinn. Jeder kennt Aktien, Zertifikate und Staatsanleihen, und alle sind Wertpapiere. Doch was ist das eigentlich, ein Wertpapier?
Genaugenommen ist ein Wertpapier eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise eine Teilhabe an einer Kapitalgesellschaft, verbrieft. Ohne diese Urkunde gibt es auch keinen Rechtsanspruch. weiterlesen »
In der Presse ist ein internes Papier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, aufgetaucht, das Zahlen über das vermeintlich tatsächliche Volumen der kritischen Papiere in den Depots der deutschen Banken enthält. Von 812 Milliarden Euro ist die Rede.
Die Zahlen klingen völlig irreal. Im Vorfeld der Diskussionen über die sogenannten Bad Banks, in denen jene kritischen Papiere ausgelagert werden sollen, war zwar schon von hundertern Milliarden Euro die Rede.
Aber dass der tatsächliche Betrag mit 812 Milliarden Euro beinahe an eine Billion grenzt, also einer Zahl mit zwölf Nullen, haben wohl nur Insider erwartet.
Genau dies scheint sich jedoch jetzt bestätigt zu haben.
Eine vertrauliche Aufstellung der Vermögenswerte deutscher Banken der BiFa hat den Weg zur „Süddeutschen Zeitung“ gefunden.
Und wie die Zeitung berichtete wird das Volumen der von der Finanzkrise betroffenen Anlagen und Kredite auf sage und schreibe 812 Milliarden Euro beziffert. weiterlesen »
Offenbar gibt es demnächst eine Sonderlösung für den isländischen Sicherungsfonds. Nach zum Teil irritierenden Meldungen in den letzten Tagen sollen nun tausende deutsche Anleger ihre Einlage zurück erhalten.
Dies meldete die ARD am 11. Februar 2009. Im Fall der isländischen Kaupthing Bank ist gemeinsam mit den Niederlanden und Großbritannien eine Lösung gefunden worden, eröffnete zumindest der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dem “Tagesspiegel am Sonntag”
Island war eines der größten Opfer der Finanzkrise und war praktisch völlig Pleite. Bei der isländischen Bank hatten ca 30.000 deutsche Anleger insgesamt 308 Millionen Euro in Sicherungsfonds investiert. Nach dem Zusammenbruch der Bank galt dieses Geld als praktisch verloren.
Nun gewährt die Bundesrepublik dem isländischen Einlagensicherungsfonds einen entsprechenden Kredit, der die Rückzahlung der Anlagen ermöglichen soll.
Kurzfristig scheint dies eine Lösung zu sein, auch wenn es sicherlich geraume Zeit dauern wird, bis die Rückzahlung anläuft. Wie lange es dauern wird, bis der Kredit zurück gezahlt werden kann, ist noch völlig unklar.
Bis dahin läuft wohl mal wieder alles über unsere Steuergelder, was derzeit in das Bankenwesen gepumpt wird.
Den Banken fehlt das Geld, die Wirtschaft hadert und der Arbeitnehmer bangt. Die große Koalition hat sich nun beim Konjunktpaket II geeinigt und will somit die Situation entlasten.
Die Regierung möchte mit dem neuen Konjunkturpaket durch die Kreditkrise helfen. Großen Firmen sollen wieder Kredite bewilligt werden können, da die Sicherheiten von Vater Staat übernommen werden. CDU und SPD hatten Pläne vorgelegt, die mit einer Menge Geld Investitionen unterstützen und mit Prämien und Steuererleichterungen aufwarten. Nach der Wahl in Hessen möchte die FDP möchte jetzt allerdings das Zünglein an der Waage sein.
Die Commerzbank machte den Anfang - weitere wagen sich jetzt aus der Deckung. Das Rettungspaket der Bundesregierung greift.
Als die Commerzbank gestern bekannt gab, dass sie den Finanzfonds der Bundesregierung, anlässlich der Keditkrise, in Anspruch nehmen wollte, wirkte dies wie ein Befreiungsschlag in der Finanzbranche.
Keiner wollte den Anfang machen, denn keiner wollte sich die Blöße geben die Sicherheiten der Regierung zu nutzen. Doch jetzt kommen immer mehr Banken aus der Versenkung und sichern sich ab. Auch wenn sie dauernd betonen, dass es keine akute Finanznot gäbe und sie diesen Schritt nur aus einem Sicherheitsbedürfnis machen, ist doch aber klar, dass es keinen anderen Weg gibt.
Die Commerzbank sichert sich eine stille Einlage im Wert von 8,2 Milliarden Euro.
Wenn sich der Ackermann lauthals darüber mokierte, dass man den Fonds nicht nutzen dürfe, denke ich, wird auch er - wenn auch versteckt - darüber nachdenken. Vielleicht wird er es auch über eine Tochterfirma nutzen, mit der er nicht direkt im Zusammenhang kommt.
Allerdings muss man sich doch auch nun die Frage stellen: Was sind die Konsequenzen, wenn man der Banken wegen den Finanzhaushalt nicht ausgleichen kann. Und warum zahlen wir Rekord-Steuern, wenn das alles für die Bankenbranche genutzt wird?
Die Forderungen der Bundesregierung sind meines Erachtens sogar zu gering. Wichtig wäre doch auch, dass ein Großteil der Finanzen an den Staat zurück geht. Sollte der Staat im freien Markt nicht agieren, wie ein privater Anleger mit so viel Geld?
Die Auswirkungen der Bankenkrise sind beachtlich und reichen sogar bis ins entlegene Bayern. Ja, sogar bis in die bayrische Partei CSU.
Die bayrische Landesbank - eine Bank des öffentlichen Rechts - hat in der Zwischenzeit arge Probleme bekommen. Mit der Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers sind einige Banken in eine Schieflage geraten, darunter auch die Bayern LB.
Von den drei Landesbanken LBBW und HSH Nordbank trifft es die bayrische Landesbank am heftigsten. Zusammen verbuchen diese Banken ein Minus von 1,4 Milliarden Euro.

Sanierungsbedürftig ist dieser bayrische Löwe, wie die bayrische Landesbank
Dabei gehörte die Bayern LB bis letztes Jahr zu den Top-Banken in Deutschland. 2006 gehörte sie sogar zu den TopTen in Deutschland und verbuchte eine Bilanz von 353 Milliarden Euro. Damit gehörte sie nach der Landesbank Baden Würtemberg zu den größten Landesbanken der Bundesrepublik. Das ist wohl Teil der Rezession, die auch hierzulande schon lange eingetreten ist.
Inzwischen hat CSU Partei-Chef Erwin Huber Fehler im Zusammenhang mit der Bank eingeräumt und hat seinen Rückzug angekündigt. Die Bayern LB stand schon lange in der Kritik, zuviel Einfluss der Partei zuzulassen. 1983 war sie es, die unter Franz-Josef Strauß, eine Milliardensumme an die DDR vergab, wofür der Bund bürgen musste.
Darüberhinaus gab es unter Edmund Stoiber Gelder für Leo Kirch, dessen Unternehmen damals von keiner Bank Kredite bekam. Doch vor seinem offiziellen Bankrott bekam er Kredite von der bayrischen Landesbank. Damals standen Persönlichkeiten wie Helmut Kohl und Theo Waigel auf der Gehaltsliste des Kirch-Media Konzerns.
Ich denke auch hier werden sich noch einige Vorfälle zu Tage gefördert, nachdem die CSU nun nicht mehr die absolute Macht in Bayern hat. So war es auch seiner Zeit in Baden-Würtemberg.