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Mehrere Agenturen meldeten am Dienstagabend übereinstimmend, dass  die Postbank in den nächsten Tagen den offiziellen Verkaufsprozess einleiten und dazu den wichtigsten Interessenten Einblick in Firmendaten geben wolle.

Bereits Ende Mai waren Gerüchte laut geworden, die Allianz und die Commerzbank wollten der Post ein Angebot für einen deutschen “Dreierbund” vorlegen. Bislang steht das Unternehmen aber noch gar nicht offiziell zum Verkauf.  Seit 2004 gibt es von der Konzernspitze und den Eigentümern (auch der Bund hält große Anteile) lediglich Absichtsbekundungen, die Postbank abzustoßen. Die offizielle Position der Unternehmensführung ist bis jetzt, dass ein Verkauf lediglich eine Option unter vielen darstellt. weiterlesen »


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Ein weiterer Schritt zur Konsolidierung des deutschen Finanzmarktes steht bevor.Postbank-Logo

Mit dem geplanten Verkauf der Postbank durch die Deutsche Post AG hat sich dieser Blog bereits eingehend beschäftigt. Aus politischen Gründen – der Bund hält 30 Prozent der Anteile an der Post – war lange Zeit die Allianz als aussichtsreicher Übernahmekandidat gesehen worden. Das Argument: Das nach größte deutsche Unternehmen, das bereits die Dresdner Bank besitzt, würde somit zu einem nationalen Champion auf dem deutschen Bankenmarkt. Dies erscheint insbesondere vor dem Hintergrund plausibel, dass die US-amerikanische Cittibank offensichtlich den Kauf deutscher Banken plant. weiterlesen »


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Insider sehen die Allianz beim Rennen um die Kauf der Postbank vorn.

Ein wichtiges Argument für das Versicherungsunternehmen nennt das Handelsblatt: Der Börsenwert von 50 Milliarden Euro macht das höchstbewertete Unternehmen Deutschlands wenig anfällig für feindliche Übernahmen aus dem Ausland. Das ist bei der Commerzbank mit einem Wert von nur elf Milliarden Euro nicht unbedingt der Fall. Für den Bund handelt es sich um eine strategische Entscheidung; der Käufer der Postbank soll als zweiter „nationaler Champion“ im Bankensektor neben der Deutschen Bank aufgebaut werden. Die hierzulande sehr fragmentierte Finanzbranche könnte einen solchen wohl gut gebrauchen.

Auf der Ebene der operativen Geschäfts würde eine Fusion mit der Allianz ein Zusammgehen mit deren Tochterunternehmen Dresdner Bank bedeuten. Seit 2007 hat die Postbank bereits eine Vertriebspartnerschaft mit dem Versicherungsanbieter Huk Coburg. Die Huk ist nun ein Konkurrent der Allianz. Vielleicht könnte dies ein Problem für eine Übernahme sein. Die Postbank gehört zur Zeit noch mehrheitlich (genau genommen zu 50% plus einer Aktie) der Post AG. Der Staat hat noch Aktien, seit 2005 aber nicht mehr die Aktienmehrheit. Daher entscheidet auch nicht das Wirtschaftsministerium, sondern die Bank selbst über ihren Fusionspartner. Als Berater hat der Vorstand die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley eingesetzt.

Die Postbank ist stark im Privatenkundengeschäft engagiert und mit 14,5 Millionen Kunden und 850 Fillialen (Wikipedia) eines der größten deutschen Bankhäuser. Durch einen Zusammenschluss mit der Dresdner würde die größte deutsche Filialbank geschaffen werden. Die Aktie der Postbank war erst im September 2006 in den DAX aufgenommen worden. Die Papier stand zuletzt bei 58,10 Euro. Von der Kreditkrise ist das Institut fast nicht betroffen worden. Im Verlauf der letzten Monate hat sich nur ein unwesentlicher Kursverlust ergeben, und im 6-Monats-Vergleich steht die Aktie deutlich im Plus.


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