In Asien zeigte sich hingegen kein so eindeutiger Trend: Zwar schloss der japanische Nikkei-Index fast unverändert mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Andere Indizes in Taiwan, Hongkong und Seoul gerieten dagegen deutlich ins Minus.
Während das Börsenjahr bereits gemeinhin als „abgehakt“ betrachtet wird, ist die Perspektive für die nächsten Monate keineswegs sicher. Im Inland, so gibt das Handelsblatt zu bedenken, ist die Lohnpolitik der Regierung eine wichtige Unbekannte. Die in Kreisen der SPD angedachte flächendeckende Einführung von Mindestlöhnen könnte das wirtschaftliche Gefüge stark durcheinander wirbeln. Denn insbesondere in Ostdeutschland werden die angepeilten Mindestmarken in vielen Beschäftigungsverhältnissen zurzeit noch deutlich unterschritten. Darüber hinaus lässt sich die Entwicklung der internationalen Rohölpreise nur schwer kalkulieren. Überdies steht eine deutliche Eintrübung der US-Konjunktur zu befürchten, mit unabsehbaren Folgen für den amerikanischen Absatzmarkt und den Dollarkurs. Gerade die Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft wird in dieser Situation zu einem ernsthaften Problem.![]()
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Als realistisches Kursziel wird offensichtlich die Marke von 8000 Zählern angesehen, die der Dax bereits in diesem Jahr kurz überschritten hatte. Das Handelsblatt hält jedoch einen Verlauf mit bis zu 1000 Punkten in die umgekehrte Richtung für möglich.
Drei widerstrebende Trends bestimmten den Kursverlauf des Dow Jones am vergangenen Donnerstag: Einerseits wurden neue Konjunkturprognosen veröffentlicht, denen zufolge eine Abschwächung des Wachstums in den USA wahrscheinlich ist. Zudem schwebt die Hypothekenkrise nach wie vor als Damoklesschwert über der Börse. Dies zeigte sich besonders deutlich am Beispiel des Versicherungsunternehmens MBIA, dessen Kurs um mehr als ein Viertel einbrach.
Einen Aufwärtstrend konnten hingegen die Technologiewerte verbuchen. Vor allem der Softwareriese Oracle, schärfster Konkurrent des deutschen Unternehmens SAP, zog den Kurs. Auf dem Währungsmarkt sieht die Lage ähnlich aus: Der Euro konnte keinen Boden gut machen, und liegt weiterhin knapp unter der Marke von 1,44 Dollar. Beides könnte zusammenhängen: Für Oracle ist der momentan schwache Dollar ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Euro-gebundenen Konkurrenten aus Waldorf.
Der gestrige Trend zu Technologiewerten könnte ein dauerhaftes Phänomen sein: Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag berichtete, hat die Analysengruppe Standard & Poors vor allem Software-Aktien zum Kauf empfohlen. Wie Sam Stovell für die Zeitung schreibt, sticht unter den verschiedenen erfolgreichen Tech-Werten, zu denen auch etwa
Analagen- und Maschinenhersteller zählen, vor allem die Systemsoftware hervor. Innerhalb des zu Ende gehenden Jahres stieg der entsprechende Index von S&P um satte 15 Prozent. Da das letzte Jahre einen noch höheren Zuwachs gebracht hatte, stellt sich natürlich nun die Frage nach einem Ende des Hochs. Als weitgehend gesättigt beschreibt der Artikel den Markt für IT-Sicherheit. Großes Potential hätten hingegen Inter- und Intranetbasierte Anwendungen. Zudem dürfte die Einbindung des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista langsam vorankommen, so dass auch der Bedarf für darauf aufbauende Software angekurbelt werde.