Cognis, das Monheimer Spezialchemie Unternehmen, wurde von BASF übernommen. Zu einem Preis von 3,1 Milliarden Euro wurde der Konkurrent des Multikonzerns aus Ludwigshafen gekauft. Welche Konsequenzen sich für die weltweit 5500 Mitarbeiter von Cognis ergeben, ist noch nicht geklärt.
Cognis wurde am gestrigen Mittwoch offiziell von BASF übernommen, und die Summe von 3,1 Milliarden kann nur als historisch betrachtet werden. Für die Beschäftigten des Monheimer Konzerns bricht nun eine neue Ära an, denn ihr Arbeitgeber ist nun nicht mehr in den Händen von Finanzinvestoren, sondern befindet sich unter dem Dach des Branchenriesens BASF. Allein in NRW arbeiten 1700 Menschen für Cognis, die nun teilweise um ihren Arbeitsplatz fürchten. Auch Thomas Hergarten, der Betriebsratvorsitzende von BASF, schliesst einen fusionsbedingten Abbau von Stellen nicht aus.
Cognis übernommen von BASF - Was ändert sich für das fusionierte Unternehmen?
Von Seiten BASFs sind noch keine festen Äusserungen über die Zukunft von Standorten, Märkten oder Arbeitsplätzen getroffen worden. Der genaue Integrationsplan sei noch für weiterlesen »
Die britische Finanzaufsicht FSA hat gegen die New Yorker Bank JP Morgan eine Strafe von fast 40 Millionen Euro verhängt. Dieses Urteil hat historische Tragweite, nie wurde ein Bankunternehmen zu einer höheren Strafe verurteilt. JP Morgan hatte die eigenen Gelder nicht sauber von dem Ersparten seiner Kunden getrennt, und muss nun die Konsequenzen tragen.
Wenn ein Finanzriese wie JP Morgan zu einer Rekordsumme von 40 Millionen verurteilt wird, zieht das Kreise in der Welt der Finanzen. Und genau das wollte die britische Finanzaufsicht bewirken, wie Margaret Cole von der FSA betonte. Hier soll ein Exempel statuiert werden, denn die Sicherung des Kapitals der Kunden muss höchste Priorität haben. JP Morgan hat dies über 7 Jahre lang nicht ernst genug beachtet, und wird nun mit einer Strafe von 32,33 Millionen Pfund zur Kasse gebeten. In Angesicht der Tatsache, das diese Summe nur 1 Prozent der Geldmenge ausmacht, die von der Bank ohne Trennung verwaltet wurde, ist das Unternehmen aus New York noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen.
JP Morgan erhält Millionenstrafe von der FSA - Die Hintergründe
Nach der Übernahme der Chase Manhattan Bank sei JP Morgan ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Normalerweise müssen Kundengelder und das Geld einer Bank getrennt verwaltet werden, um weiterlesen »
Die Arcandor Aktie ist im Keller. Nachdem man zu keinem Ergebnis zur Fusion von Karstadt und Kaufhof kam, droht nun die Insolvenz für den Mutterkonzern.
Die Verhandlungen zwischen Arcandor und Metro über die mögliche Übernahme von Karstadt waren am Wochenende nicht von Erfolg gekrönt. Die Börse reagierte daraufhin schonungslos: Am 08.06.2009 stürzte der Arcandor Kurs um 32,45 Prozent ein und landete bei 1,27 Euro, am darauffolgenden Dienstag lag die Aktie zeitweilig bei 0,76 Euro.
Am Montag bemühte man sich bei Arcandor noch um Bürgschaften, um das angeschlagene Unternehmen zu retten, doch wurden sowohl diese Idee als auch Staatsbürgschaften von der Regierung abgelehnt. Die Onlineausgabe vom “Spiegel” meldet nun, dass stattdessen ein Insolvenzantrag gestellt werden soll, die Verhandlungen mit Metro werden nun noch intensiver geführt.
Selbst, wenn eine großangelegte Rettungsaktion den angeknacksten Konzern helfen würde droht der Stellenabbau in großem Stil. So werden besonders für die 56.000 Angestellten die Ergebnisse der letzten und der noch kommenden Tage von Belang sein.
Während es noch an der Börse kriselt und man bei Karstadt bangt, muss sich der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick mit weiteren Problemen beschäftigen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen den Vorsitzenden wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Auch gegen dessen Vorgänger Thomas Middelhoff wird ermittelt, allerdings wegen angeblicher Untreue in Bezug auf dessen Immobilienfond-Anteile und hoher Filialmieten.
Der Konzern Arcandor ist von der Krise nicht verschont geblieben. Der Konkurrent Metro schlug nun vor, die Kaufhäuser der Karstadt-Kette Arcandor abzunehmen.
121 Kaufhäuser von Karstadt stehen zur Diskussion. Die Metro AG hat vor, sie mit ihren Galeria Kaufhof Häusern zusammen in eine Kette zu verwandeln. Daraus ergäben sich 247 Kaufhäuser, die in einer neugegründeten Deutschen Warenhaus AG ihren neuen Platz fänden, würden die Unternehmen sich miteinander verbinden.
Der Unternehmensleiter der Metro AG Dr. Eckhard Cordes will sich mit dem Arcandor-Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick treffen, um die Möglichkeiten abzuwiegen. Die Übernahme von Karstadt wäre vermutlich mit Stellenabbau und der Schließungen einiger Standorte verbunden. Der Konzern wäre aber vermutlich dadurch nicht auf Gelder vom Staat angewiesen, um aus der wirtschaftlichen Misere zu kommen.
Inmitten der Finanzkrise zeigt die Pharma-Industrie überdeutlich, wo das Geld liegt. Für 41,1 Milliarden Dollar übernimmt der große Konzern Merck den eher kleinen Konkurrenten Schering-Plough.
Der Preis soll sowohl bar als auch in Aktien beglichen werden. Keine schlechten Aussichten für Aktionäre von Schering-Plough: Ein Aufschlag von 34 Prozent auf den Schlusskurs vom 06.03.09, 32 Prozent am Unternehmen und eine Steigerung der Aktien am 09.03. um 12 Prozent.
Die Konzerne arbeiten bereits als Merck/Schering-Plough Pharmaceuticals joint venture zusammen, um vor allem die Medikamente Vytorin und Zetia zum Management von Cholesterin herzustellen. Der Leiter von Merck, Richard Clark, soll auch dem neu gebildeten Konzern vorsitzen. Er hofft auf 3,5 Milliarden Doller, die so eingespart werden könnten.
Die großen Betriebe wollen sich mit diesen Fusionen vor allem selbst schützen. Viele Patente angestammter Medikamente sind im Begriff auszulaufen, Generika - nachgemachte Produkte - drohen den Markt zu überfluten und die Riesen zu entthronen.
Die Pharma-Konzerne folgen mit ihren Übernahmen einem Trend: Im Januar kaufte Pfizer, der seit jeher den Markt anführt Wyeth, bekannt für Entwicklungen im biotechnologischen Bereich. Übernahmepreis war 68 Milliarden Dollar.
Auch in Deutschland ist der Ruck spürbar, der durch die Pharma-Industrie geht: Sowohl Bayer als auch Merck selbst gewannen etwa zwei Prozent am Dax.
Der weltweit größte Chemiekonzern plant weitere Zukäufe
(via ftd)
Die Financial Times Deutschland will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die BASF strategische Planungen zur Übernahmen mehrerer internationaler Chemiekonzerne anstellt. Konkret geht es dabei unter anderem um das US-amerikanische Unternehmen Rockwood, dass sich im Besitz mehrerer institutioneller Anleger (u.a. der Axa) und Investmentfonds befindet. weiterlesen »
Vor gar nicht allzu langer Zeit war Porsche alles andere als ein Musterknabe was das Erreichen von Zielen und die Zufriedenstellung von Aktionären anbelangte. Nachdem Wendelin Wiedeking das Ruder bei dem Zuffenhausener Sportwagenhersteller übernahm, ging es plötzlich nur noch steil bergauf.
Das vorläufige Highlight in der Firmengeschichte ist sicherlich der Einstieg von Porsche in das Unternehmen Volkswagen im Jahre 2005. Obwohl die Expertenmeinungen gerade auch zu Beginn der Übernahmegerüchte darüber auseinander gingen, ob ein Einstieg sinnvoll oder unsinnig sei, zeigte der Aktienkurs der Porsche AG ein eindeutiges Bild. Zudem wurden Stellenangebote bei Porsche und VW geschaffen, womit keiner richtig gerechnet hatte. weiterlesen »
Spekulationen u.a. über Fusionen von Condor, Tuifly und Germanwings
(via Handelsblatt) Der deutsch-britische Reiseunternehmer möchte sich von der ehemaligen Lufthansa-Tochter Condor trennen. Seit einiger Zeit waren Verhandlungen mit Air Berlin im Gange, die jedoch am Freitag scheiterten.
Regionaler Stromkonzern EWE zu einem Viertel übernommen.
Der im niedersächsichen Oldenburg ansässige und vor allem in der umliegenden Region tätige Stromversorger ist mit einem Umsatz von 4,7 Mrd. Euro der fünftgrößte in Deutschland. Entsprechend hoch war auch das Interesse an der Übernahme der Aktienpaketes: Sogar Gaz de France hat mitgeboten. Am Ende bekam EnBW den Zuschlag und leistet sich damit die volumenmäßig größte (Teil-) Übernahme eines anderen Stromunternehmens, seit Eon 2004 Ruhrgas schluckte (handelsblatt).
Das der Takeover Sinn macht, zeigt schon ein Blick auf die Landkarte: Die Geschäftsbereiche berühren sich kaum, daher dürfte auch das Bundeskartellamt dem Deal zustimmen. Das Unternehmen, dass zu 45% den oberschwäbischen Elektrizitätswerken gehört, wächst damit eindeutig über seine regionalen Grenzen hinaus. weiterlesen »
„Special Acquisition Companies“ sollen den Anlagemarkt beflügeln.
Spacs sind ein aus den USA kommendes Anlagemodell. Sie werden von Banken oder anderen Investmentgesellschaften gegründet mit dem alleinigen Ziel, vom Geld ihrer Anteilseigner andere Firmen zu übernehmen. In den nächsten Wochen will nun die Deutsche Bank nach Informationen der Financial Times Deutschland die erste deutsche Spac gründen. Soll “Liberty International Acquisition Company” heißen und ab an der Euronext gehandelt werden.
Das Geschäftsmodell funktioniert wie folgt: Anleger investieren in die gerade gegründete Gesellschaft. Diese soll innerhalb von zwei Jahren das Geld in erfolgreich in Mehrheitsbeteiligungen, also Übernahmen, von Firmen anlegen. Gelingen die Akquisitionen nicht, bekommen die Anleger ihr Geld zurück und die Spac wird aufgelöst. weiterlesen »