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Wandelanleihen boomen in 2007

Autor: Felix
abgelegt in: Anlagemodelle

Neuemissionen legen um 50 Prozent zu.

Im Unterschied zu Aktien handelt es sich bei der Wandelanleihe um eine einfache Schuldverschreibung. Diese wird – je nach Vertragsmodell optional oder obligatorisch – während der Laufzeit in eine Aktie des emittierenden Unternehmens umgetauscht. Der Anleger kann also mit dem Kurs der Aktie spekulieren und versuchen, einen besonders günstigen Zeitpunkt für die Umwandlung abzupassen. Andererseits muss er, wenn der Kurs des Unternehmens wider Erwarten vollkommen abstürzt, seine Schuldverschreibung (bei optionalem Umtausch) überhaupt nicht in Aktien umwandeln und kann den Zinsgewinn der Anleihe selbst einstreichen. Auf diese Weise kann der Anleger das Risiko seines Investments auch während der Laufzeit selbst bestimmen und ein bestimmter Mindestertrag ist ihm sicher. Dieses komfortable Ertragsmodell muss allerdings mit einem recht niedrigen Zinssatz auf die Schuldverschreibung erkauft werden; bei Zinnssätzen von unter drei Prozent stellt sich dann die Frage, ob eine Anlage überhaupt sinnvoll wäre. Ein Trost für Anleger, die ihre Titel nicht in Aktien wandeln, ist allenfalls, dass auch die Zinsen auf die Schuldverschreibung steigen können.
Wie die Nachrichtenservice Bloomberg mitteilt, ist diese Anlageform trotz der genannten Nachteile einer der Gewinner des ablaufenden Börsenjahres. Ein Gesamtvolumen von 180 Milliarden US-Dollar sei 2007 auf den Markt gekommen, meldet Bloomberg. Die Anleger hatten dabei den richtigen Riecher; im Durchschnitt wurde eine Rendite von acht Prozent erwirtschaftet. Einer der wichtigsten Entscheidungsgründe für diese Anlageform war, so vermutet die Neue Zürcher Zeitung, die hohe Schwankungsrate der Aktienmärkte. Inhaber von Wandelanleihen konnten etwa während des Höhepunktes der Kreditkrise mit der Wandlung ihrer Aktien in Ruhe abwarten, bis sich die Lage wieder beruhigt hatte.


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  1. Mina schreibt:

    In Zeiten unsicherer Konjunktur und Börsen ist es für börsennotierte Unternehmen nicht leicht, sich über die Kapitalmärkte zu finanzieren. Wandelanleihen sind eine gute Möglichkeit für die Unternehmen, an das Geld der Anleger zu gelangen. Wandelanleihen haben einen dualen Charakter und tragen sowohl Elemente von Anleihen als auch von Aktien in sich.

  2. Gemischte Bilanz bei Genussscheinen | Börseninformationen schreibt:

    [...] Alternativen zu Aktien sind momentan vor allem Anleihen populär. Bloomberg berichtete jüngst, dass in 2007 Papiere im Volumen von 180 Milliarden US-Dollar auf den Markt gekommen seien und zu [...]

  3. Genussscheine | Börseninformationen schreibt:

    [...] eine direkte Gewinnbeteiligung gehören, was bei Anleihen nur im Fall der Umwandlung in Aktien (Wandelanleihen) der Fall ist. Zudem hat der Käufer ebenso wie ein Aktieninhaber ein Anrecht auf einen Teil [...]

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